Die Gehaltsstruktur der IT-Branche ist geprägt durch Dynamik und Veränderung. Auch die Einkommen der IT-Beschäftigten haben sich seit der letzten Erhebung gewandelt. Im Vergleich zur letzten Untersuchung 2006/2007 sind die Gehälter der IT-Beschäftigten um durchschnittlich 8,5 Prozent gestiegen. Auffällig ist dabei ein deutlicher Anstieg in den oberen Gehaltsgruppen. Während der Anstieg in den Gehaltsgruppen eins bis vier um gut fünf Prozent lag, waren es in der Gehaltsgruppe 10 fast 15 Prozentpunkte.
Ca. 35 % der Beschäftigten arbeiten in großen Unternehmen. Hier gelten in der Regel Tarifverträge. Diese definieren definiert ziemlich genau, was gearbeitet wird und wie viel verdient wird und welche Qualifikationen für die Tätigkeit notwendig sind.
Ca. 65 % der Beschäftigten der IT-Branche - die Mehrzahl - arbeiten in kleinen und mittleren Betrieben. Dort ist in der Regel kein Tarifvertrag vorhanden und somit ist das Aushandeln des Lohnes Sache jedes Einzelnen. Dabei passiert es gerade Beschäftigten, die erst in die Branche eingestiegen sind, häufig, dass sie weit unter dem durchschnittlichen Gehalt landen.
In unserer Dokumentation wurden nicht fiktive "Wunschgehälter" als Grundlage für die zehn Gehaltsfestlegungen genommen, sondern eine Analyse und Auswertung von tatsächlich gezahlten Gehältern. Sie basiert zum einen auf einer von uns durchgeführten Untersuchung, die sich auf zwei größere und zehn kleinere Unternehmen der IT-Branche mit insgesamt ca. 70.000 Beschäftigten bezieht.
Orientiert wurde sich dabei an den Einkommen der in der jeweiligen Position 3 bis 5 Jahre arbeitenden Beschäftigten. Die Gehaltshöhen spiegeln damit den Mittelwert wider, nicht den Maximalwert. Die festgestellten Bandbreiten je Gehaltsgruppe, bezogen auf Berufserfahrung/Kenntnisse, lagen zwischen -15 % und +15 % um den Mittelwert. Die Gehälter basieren auf einer Wochenarbeitszeit von 37,5 Stunden.
Anhand von Erfahrungen und Rückmeldungen aus den Betrieben decken dabei die aufgeführten Positionen rund 95 % aller im IT-Bereich vorhandenen Tätigkeiten ab. Wir gehen dabei davon aus, dass alle von uns vorgestellten Regelungen auch den betrieblichen Gegebenheiten angepasst werden können, z.B. bei unterschiedlichen Stellenbezeichnungen.
Es wäre jedoch völlig illusionär davon auszugehen, dass bei der vorhandenen heterogenen Struktur des IT-Bereiches alle unterschiedlichen betrieblichen Realitäten in unseren Dokumentationen erfasst werden könnten.