Software AG erhält Übernahmeangebot - SAP möglicher Käufer
Die deutsche Software AG hat ein Übernahmeangebot erhalten. Der Bieter ist allerdings noch nicht genannt.
Der Vorstandsvorsitzende der Software AG, Karl-Heinz Streibich, äußerte sich gegenüber dem US-Nachrichtensender Bloomberg interessiert über ein Übernahmeangebot. So seien Unternehmen immer wieder an dem Portfolio der Software AG interessiert. Das Unternehmen gehört zu 29 Prozent der Software AG Stiftung, welche bei einem angemessen Preis einem Verkauf grundsätzlich nicht abgeneigt wäre. Eine Annahme eines Kaufangebotes vom Mitstreiter SAP halte Streibich jedoch für unwahrscheinlich, obwohl SAP seiner Einschätzung nach ein geeigneter Partner wäre.
Staatsanwalt ermittelt wegen Insiderhandels gegen Mitarbeiter der IDS Scheer AG und der Software AG
Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt wegen Verdacht des Insiderhandels gegen Mitarbeiter des Saarbrücker Software- und Beratungshauses IDS Scheer AG und der Software AG in Darmstadt. Dies berichtet die Saarbrücker Zeitung in ihrer Donnerstagausgabe. Auslöser der Ermittlungen war demnach eine Strafanzeige der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Bonn. Die Finanz-Kontrolleure haben angeblich Anhaltspunkte dafür, dass im Vorfeld der im Sommer 2009 erstmals veröffentlichten Übernahme der IDS Scheer AG durch das Darmstädter Unternehmen auffällige Handelsaktivitäten mit Aktien durch Insider stattgefunden haben könnten. Nach dem Zeitungsbericht haben bereits Durchsuchungen in den Firmenzentralen in Saarbrücken und Darmstadt sowie in Privatwohnungen stattgefunden. Ermittelt werde gegen etwa ein Dutzend Mitarbeiter beider Häuser.
SAP drängt auf neue Märkte
Mit neuen Produkten und Zukäufen will SAP seine Position als weltgrößter Anbieter von Firmensoftware ausbauen. Co-Chef Jim Hagemann Snabe gab am Dienstag, den 08. Juni während der Hauptversammlung einen optimistischen Ausblick, konnte damit viele der anwesenden Aktionäre jedoch nicht überzeugen. Auch der Sybase-Zukauf stößt auf Kritik. Mit dem Kauf von Sybase tätigt SAP den zweiten Milliardentransfer binnen relativ kurzer Zeit. Analysten beurteilen den Transfer als überwiegend positiv - im Gegensatz zu den eigenen Kunden. Diese wünschen sich vor allem qualitative Verbesserungen statt weiterem Produktzukauf und unweigerlichem Einstieg in zusätzliche kostenpflichtige Module.
Das Seestern IT-Forum, ein Zusammenschluss von Anwendern, bemängelt den stetig wachsenden, unüberschaubaren Produktkatalog und fordert, dass die Software qualitativ weiterentwickelt werden sollte: "So einige Funktionen in verschiedenen SAP-Modulen sind einfach zu veraltet, in der Auftragsabwicklung bspw. müssten Aufträge und Masken besser konfiguriert werden, im Record Management die Performance von XML auf klassische Datenbanktechnik erfolgen; im HR bedürfen Urlaubs- und Personal-Management dringend Verbesserungen. E-Mail- und Kalenderfunktion im SAP-Office sind gar aus der IT-Steinzeit!"
Computer-Riese HP baut Tausende Stellen ab
Job-Kahlschlag bei Hewlett-Packard: Hewlett-Packard will etwa 9000 Arbeitsplätze streichen. Allerdings sollen zugleich im Vertrieb 6000 Jobs geschaffen werden, teilte HP mit. Durch den Stellenabbau sollen jährlich bis zu 700 Millionen Dollar eingespart werden.
Die Arbeit des freigestellten Personals sollen vollautomatische Datenzentren übernehmen. Der Aufbau der Datenzentren sowie der Stellenabbau kosten HP über mehrere Jahre einen Betrag von rund einer Milliarde Dollar.
Soziale und ökonomische Auswirkungen des Sparpakets der Bundesregierung
Das lange angekündigte Konzept der Bundesregierung zur Konsolidierung der Staatfinanzen liegt nun auf dem Tisch. Leider haben sich die großen Befürchtungen der Gewerkschaften in doppelter Hinsicht bewahrheitet: Zum einen wird die Sanierung der Staatsfinanzen vor allem über Ausgabenkürzungen betrieben, obwohl Deutschland seit langem ein massives Einnahmeproblem hat. Zum anderen hat die Streichliste eine deutliche soziale Schlagseite, da vor allem im Sozialbereich gekürzt wird. ver.di hat dazu eine Bewertung ins Netz gestellt:
https://www.verdi.de/politik_von_a_bis_z/sparpaket/bewertung
Google gibt Windows den Laufpass
Google will das Windows-Betriebssystem aus Sicherheitsgründen aus seinem Unternehmen verbannen. Auslöser ist der zurückliegende Einbruch in Google-Systeme durch vermutlich chinesische Hacker. Bereits seit Anfang dieses Jahres gilt eine Anweisung, wonach neu eingestellte Mitarbeiter nur noch zwischen Mac OS X und Linux wählen dürften.
Neuer Rekord beim SMS-Versand
Das vergangene Jahr brachte wieder einen Rekord beim SMS-Versand in Deutschland. Das Volumen von 34,4 Milliarden Nachrichten pro Jahr entspricht einem Wachstum um 24 Prozent. Pro Sekunde gehen 1.100 Nachrichten auf die Reise, jeder Deutsche setzt damit statistisch 420 SMS pro Jahr ab.
3D-HD kommt bald in Handys
Smartphones sollen in Kürze 3D-Videos im High-Definition-Standard 720p aufnehmen können. Ein entsprechendes Kameramodul für Mobilgeräte hat jetzt Sharp vorgestellt. Die Massenfertigung soll bis Ende des Jahres aufgenommen werden.
HTML5 bringt neue Sicherheitsrisiken
Der kommende Webstandard HTML5, der sich bei Entwicklern bereits schnell wachsender Beliebtheit erfreut, könnte nach Medienberichten zu neuen Sicherheitsproblemen führen. Insbesondere die Funktion LocalStorage, die das Speichern von Informationen auf dem Rechner durch Web Apps realisiert, sei bedenklich.
A+A ist jetzt bei Facebook
Ab sofort präsentiert sich die A+A, das größte europäische Informations- und Diskussionsforum für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sowie die weltgrößte Fachmesse zu diesem Themenspektrum, auf der Social-Media-Plattform Facebook.
http://www.facebook.com/pages/AA-Internationale-Fachmesse-mit-Kongress/425221455602
Die "reale" Messe mit Kongress findet im Zweijahres-Turnus in Düsseldorf statt. Der nächste Termin ist 2011, vom 18. bis 21. Oktober.
Alternde IT-Belegschaft: Mehr Chancen als Risiken
Die Alterspyramide wird zusehends flacher. Immer weniger jungen Leuten stehen immer mehr Ältere gegenüber. Bereits jetzt liegt das Durchschnittsalter in vielen Firmen bei mehr als 40 Jahren. Die „Becker von Buch“ Unternehmensberatung plädiert daher für eine "gesunde Mischung" von Jung und Alt, wobei allerdings sowohl auf die körperlichen als auch auf die geistigen Fähigkeiten der Älteren Rücksicht genommen werden sollte. Die Empfehlungen (Auszug):
- Frühverrentungsprogramme, wie sie jahrelang forciert wurden, ersatzlos streichen.
- Arbeiten, die hohe körperliche Anstrengungen erfordern, möglichst jungen Mitarbeitern anvertrauen oder ein Rotationssystem installieren.
- Älteren Arbeitnehmern Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten, zum Beispiel branchenübliche Fortbildungen.
- Auch älteren Arbeitnehmern berufliche Perspektiven anbieten, beispielsweise über persönliche Entwicklungspläne.
Was kostet schlechte Führung?
Schlechte Führung macht Mitarbeiter krank. Die Zahl der psychischen Erkrankungen unter Arbeitnehmern hat sich seit 1990 verdreifacht, meldet der Gesundheitsreport des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen (BKK) 2009. Zehn Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage sind darauf zurückzuführen. Die Hälfte davon steht in direkter Verbindung mit dem Führungsverhalten. Das hat verheerende Folgen für Personal, Betriebe und die deutsche Volkswirtschaft, weiß Prof. Dr. Oliver Sträter, Leiter des Fachgebiets Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Kassel. Er erforscht den Zusammenhang von Führungsverhalten und Arbeitsproduktivität.
Weitere Informationen unter: http://cms.uni-kassel.de/unicms/fileadmin/bilder/FB15/Presse/GesundesF%C3%BChren_PM.pdf
Medien und Technologie-Unternehmen holen beim Thema Sicherheit auf
IT-Sicherheit ist für Unternehmen bei Technologie, Media & Telekommunikation elementar, so eine weltweite Deloitte-Studie. Allerdings sehen die 150 befragten Unternehmensvertreter die eigene Branche unzureichend gegen Bedrohungen gewappnet. Über die Hälfte der Befragten glaubt, die Branche habe erheblichen Nachholbedarf. Innerhalb der letzten zwölf Monate haben über ein Drittel der Befragten ihre Sicherheitsbudgets um bis zu zehn Prozent erhöht – ein Zehntel sogar um deutlich mehr. Am kräftigsten legen die Telekommunikationsunternehmen zu, die geringste Bewegung gibt es bei den Medienanbietern. Anlass für verstärkte Sicherheitsmaßnahmen gibt es genug: Über die Hälfte hatte im angelaufenen Jahr mindestens einen sicherheitsrelevanten Vorfall zu verzeichnen, ein Drittel sogar wiederholte Software-Attacken. Das ist umso gravierender, als 84 Prozent der Unternehmen digitalisierte Inhalte und Informationen als ihr wichtigstes Kapital einstufen.
Software Process Improvement Manager: Neuer IT-Beruf kommt nach Deutschland
Wirtschafts- und IT-Fachkräften bietet sich ab sofort ein neues Berufsbild: der Software Process Improvement (SPI) Manager. Für ihn besteht ein von der European Certification & Qualification Association (ECQA) europaweit standardisierter und anerkannter Ausbildungsplan. Die EU fördert diese zertifizierte Ausbildung, deren Trainings nun auch in Deutschland verfügbar sind. Die Aufgabe des SPI Managers ist es, mögliche Verbesserungen in Unternehmens- und IT-Prozessen zu identifizieren und umzusetzen. Außerdem führt er kontinuierliche Verbesserungsprozesse in Organisationen ein und hält sie am Laufen. Mehrere deutsche Seminaranbieter haben die Fortbildung zum SPI Manager ab diesem Jahr in ihr Programm aufgenommen.
Lohnabrechnungen häufig fehlerhaft
Eine repräsentative Umfrage der Sage Software GmbH ergab jetzt, dass 22 Prozent der rund 500 befragten Bundesbürger, die abhängig beschäftigt sind, ihre Lohnabrechnung gar nicht überprüfen und so Monat um Monat vielleicht wertvolles Geld verschenken. Denn immerhin knapp ein Viertel der Befragten (24 Prozent) gab an, in den letzten zwei Jahren Fehler in ihren Lohn- und Gehaltsdaten gefunden zu haben. Zudem bekannten immerhin 16 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass sie ihre Lohnabrechnung nicht wirklich verstünden.
Große Handystudie findet kein erhöhtes Krebsrisiko bei Mobiltelefonierern
Das International Journal of Epidemiology hat nun eine große transnationale Studie über Gliome und Meningiome veröffentlicht, die häufigsten Gehirntumore. Dies ist die erste Studie einer Reihe von kombinierten Datenanalysen über Kopf- und Nackentumore, die als Teil des international koordinierten INTERPHONE-Projekts veröffentlicht werden. Insgesamt wurde keine durch den Gebrauch von Mobiltelefonen verursachte Zunahme des Krebsrisikos beobachtet. Das INTERPHONE-Projekt ist die größte Studie ihrer Art, die jemals in diesem Bereich unternommen wurde.
Telearbeit benötigt Datenschutz und Informationssicherheit
Telearbeitsplätze werden in Deutschland immer beliebter: Für zehn Prozent der Erwerbstätigen gehört Teleheimarbeit bereits zum Alltag. Zudem würden 62 Prozent gern regelmäßig in den eigenen vier Wänden arbeiten, so eine BITKOM-Untersuchung. Allerdings verschwimmt die Grenze zwischen Beruf und Privatem schnell, das Haftungsrisiko des einzelnen Arbeitnehmers steigt. "Gerade Heimarbeitsplätze bergen in punkto Informationssicherheit viele Risiken. Denn vertrauliche Unternehmensdaten sowie Daten mit Personenbezug entziehen sich dort der Kontrolle des Arbeitgebers", so der TÜV Rheinland. Im häuslichen Arbeitsumfeld besteht die Gefahr, dass Familienangehörige, Mitbewohner oder Nachbarn unerlaubt auf solche Daten zugreifen können.
Der Datenschutz-Experte empfiehlt daher, feste Absprachen mit dem Arbeitgeber zu treffen. Dazu gehört, vorab zu klären, welche IT-Ausrüstung oder Datenverbindung verwendet werden darf. In Betriebsvereinbarungen können und sollten konkrete Richtlinien erstellt werden, die besonders Aspekte der Informationssicherheit und des Datenschutzes berücksichtigen. Diese können etwa beinhalten, dass Daten Firmeneigentum darstellen, das nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zurückzugeben ist. Außerdem sollte der Arbeitsplatz in einem separaten, abschließbaren Raum untergebracht und für Außenstehende nicht zugänglich sein. Verlässt ihn der Telearbeiter auch nur kurze Zeit, muss er den Computer sperren. Vergisst er dies, sollte sich der Computer nach einer gewissen Zeitspanne ohne Eingaben automatisch sperren. Durch Authentifizierung über sein Passwort kann der Nutzer die Zugriffsberechtigung wieder herstellen. USB-Stick‘s und externe Festplatten sollten auch ständig verschlüsselt werden.
Und da war noch: Drei Millionen Deutsche machen per E-Mail oder SMS Schluss
Fast drei Millionen Deutsche haben nach eigenen Angaben schon einmal per E-Mail oder SMS eine Beziehung beendet. Immerhin werden derzeit die meisten Beziehungen noch im Gespräch beendet. 61 Prozent aller Befragten haben das Gespräch gesucht, jeder zehnte schrieb einen Brief.
Jüngere Menschen trennen sich häufiger per E-Mail oder SMS von ihrem Partner. Von den Teenagern zwischen 14 und 19 Jahren ist es jeder Siebte. Bei Älteren ist diese Gewohnheit weniger verbreitet. Aber immerhin zwei Prozent der über 60-Jährigen haben bereits mit einer SMS eine Beziehung beendet. Nennenswerte Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt es nicht.
Die Beendigung einer Beziehung per Mail oder SMS stößt in der Bevölkerung auf große Ablehnung. Nur drei Prozent aller Befragten billigen, eine Beziehung auf diese Weise zu beenden. 92 Prozent lehnen es demgegenüber ab. Unter den 14 bis 19-Jährigen liegt die Ablehnung sogar bei 99 Prozent.