Newsletter vom 02.06.2010

Klassische IT-Arbeitsplätze sind nichts für Digital Natives

Die IT-Arbeitsplätze der Zukunft werden ein neues Gesicht bekommen, so eine Analyse von Marktforscher Centracon. Zudem stellt auch die mit den digitalen Technologien aufgewachsene Generation der Mitarbeiter/-innen ganz eigene Ansprüche.
Darauf muss nach den Einschätzungen des Beratungshauses bei den zukünftigen Planungen des Profils von IT-gestützten Arbeitsplätzen Rücksicht genommen werden: Die Produktivität stehe in einem sehr engen Zusammenhang mit der Akzeptanz und den Gewohnheiten der Benutzer/-innen. Allein aus diesem Grund müssten die Bedürfnisse der nachwachsenden Beschäftigtengeneration in den Arbeitsplatzkonzepten von morgen berücksichtigt werden.
Zu einem der Kernelemente des zukünftigen Anforderungsprofils zählt einerseits der ortsunabhängige und mobile Zugriff. Dies entspreche den heutigen Gewohnheiten der jungen Menschen, die mittels mobiler Endgeräte längst nicht mehr nur Telefonieren und Kurznachrichten versenden, sondern an unterschiedlichen Locations oder mobil über UMTS ebenso auf ihren E-Mail-Account zugreifen, Informationen besorgen oder im Web surfen. Ein stationärer, fest verdrahteter Arbeitsplatz spiegelt die Erfordernisse und Handlungsweisen der Vergangenheit wider, entspricht aber nicht den Bedürfnissen großer Teile der digitalen Generation.
Ähnliches gilt in Sachen sozialer Kommunikation, die infolge der technologischen Entwicklungen heute ganz neue Möglichkeiten und Erscheinungsweisen biete und vom beruflichen Nachwuchs bereits fest verinnerlicht sei. Social Networks seien ein fester Bestandteil des Alltags geworden, dienten als Wissensquellen, eröffneten Zugang zu neuen Themen und vereinfachen die Kontaktaufnahme. Deshalb müssten sie in zukünftigen Arbeitsplatzkonzepten berücksichtigt werden.
Dies betrifft auch das Thema der Endgeräte. Bislang dominieren die klassischen Desktops das Bild, wobei es sich dabei meist um administrativ sehr aufwändige Fat Clients handelt, weil sie über vielfältige lokale Applikationen verfügen. Durch die Virtualisierungstechnologien sind jedoch Wege für eine Zentralisierung geebnet worden, bei der die lokale Intelligenz zwar bestehen bleibt, aber technisch nicht mehr am Arbeitsplatz vorhanden ist. Vielmehr dienen die Endgeräte dabei primär nur noch als Präsentationseinheit. Dadurch besteht nicht mehr die frühere Abhängigkeit von bestimmten Endgeräten, vielmehr kann diese Funktion beispielsweise auch ein Blackberry oder iPhone übernehmen.

Tarifverhandlungen bei MEDIA BROADCAST

Begleitet von Warnstreiks am 18. und 31. Mai haben sich nun ver.di und MEDIA BROADCAST geeinigt.
Der Abschluss in der Entgeltrunde 2010 bei der Media Broadcast GmbH beinhaltet: 2,15 % Entgelterhöhung ab 01.07.2010 Einmalbetrag von 350,- € für Arbeitnehmer und 300,- € für beurlaubte Beamte. Laufzeit bis 31.03. 2011.
MEDIA BROADCAST betreibt unter anderem analoge und digitale Rundfunk- und TV-Sender, Satellitenstationen sowie internationale Übertragungsnetze und führt Live-Übertragungen durch.

Browser hinterlassen Fingerabdruck

Die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) hat auf ein weithin übersehenes Sicherheits- und Datenschutzproblem hingewiesen. Die EFF hat in umfangreichen Tests herausgefunden, dass rund 84 Prozent der weltweit installierten Browser aufgrund der Kombination mit Betriebssystem und Broswer-Plugins ein eindeutiges und identifizierbares Profil aufweisen. Web-Benutzer können über diesen Browser-Footprint identifiziert werden, auch wenn sie zum Beispiel Cookies deaktiviert haben.

iPad-Hype: Jeder zweite will ein (billiges) Tablet

Jeder zweite Konsument will sich in den nächsten drei Jahren ein Tablet-Gerät anschaffen, ergab eine Umfrage der Boston Consulting Group bei 13.000 Verbrauchern in 14 Ländern. Der Haken dabei: Nach Meinung der Konsumenten etwa in den USA dürfe so ein Gerät nicht mehr als 200 Dollar kosten - das ist weniger als die Hälfte des aktuellen iPad-Einstiegspreises von 499 Dollar.

Studie: Keine Beweise für Hirntumore durch Handystrahlen

Eine mit Spannung erwartete Großstudie der Weltgesundheitsorganisation WHO über die Folgen von Handystrahlungen hat keine Beweise für Gesundheitsgefahren gefunden. Es gebe keine Anzeichen für eine gesteigerte Anfälligkeit für Hirntumore, heißt es in der Untersuchung. Sie stützt sich auf Interviews von Menschen mit Gehirntumoren sowie Kontrollpersonen in 13 Ländern.

Software AG übernimmt restliche Anteile von itCampus

Nachdem die Darmstädter Software AG im März 2009 51 Prozent des Forschungs- und Entwicklungsunternehmens itCampus übernommen hatte, geht die Firma mit Stammsitz in Leipzig jetzt komplett in den Besitz von Deutschlands zweitgrößtem Software-Unternehmen über. Die Geschäfte sollen von der bisherigen Führung Andreas Lassmann und Tobias Schmidt weitergeführt werden. Darüber hinaus plant die Software AG, das Personal ihrer Tochter um 25 Prozent auszubauen.
itCampus ist eine Ausgründung aus der Universität Leipzig und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit Expertise im Bereich Prozessoptimierung. Das Know-how der Software-AG-Tochter liegt darüber hinaus in der Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit von Software sowie in Prozesslösungen in den Bereichen Kommunikation, Energie, Medizin und öffentliche Verwaltung.

Weniger Gewinn und Umsatz bei Vodafone Deutschland

Vodafone Deutschland erzielte im Geschäftsjahr 2009/10 einen EBITDA-Rückgang um 8,9 Prozent auf 3,275 Milliarden Euro. Der Umsatz fiel um 3,9 Prozent auf 9,041 Milliarden Euro. Im vierten Quartal sank der Umsatz um 1,5 Prozent auf 2,242 Milliarden Euro. Das Unternehmen beklagte ein schwieriges Wirtschafts- und Wettbewerbsumfeld.

Mobile Gaming Markt wächst um 19 Prozent

Den Analysten von Gartner zufolge wird der mobile Gamesmarkt in diesem Jahr international um 19 Prozent wachsen. Entsprechend sollen die Umsätze mit Handy-Spielen 2010 auf rund 5,6 Milliarden Dollar klettern. Bis 2014 sei sogar von einer Verdoppelung auf rund 11,4 Milliarden Dollar auszugehen. Gartner schätzt zudem, dass 70 bis 80 Prozent aller mobilen Applikationen, die heruntergeladen werden, mobile Games sind.

Österreich stellt "E-Government Browser" vor

Mit dem E-Government-Browser der Initiative Digitales Österreich soll das virtuelle Amt in der Alpenrepublik künftig nur einen Mausklick entfernt sein. Das System startet am 1. Juni.

Telekommunikationsbranche wächst dreidimensional

3D-Brillen als Ergänzung zum Handy-Display: So verspricht sich die Telekommunikationsbranche signifikante Wachstumsimpulse. Die Technik soll vor allem das Geschäft mit Mobile TV und Handy-Spielen massiv vorantreiben. Bis 2015 werden 3D-Dienste Marktstandard sein, so eine aktuelle Markteinschätzung von Steria Mummert Consulting. Denn die Videobrillen steigerten das Zuschauererlebnis und machen zudem Schluss mit dem begrenzten Anzeigeformat der Handybildschirme. Gekoppelt an ein modernes Smartphone kann der Nutzer unterwegs Kinofilme, TV-Programme und Spiele im Großformat und dreidimensional abrufen. Business-Lösungen liegen ebenfalls bereits in den Schubladen der Anbieter. Denkbar sind unter anderem virtuelle Konferenzen per 3D-Brille und Mobiltelefon.

Prognose: Android wird den Smartphone-Markt dominieren

Bis im Jahr 2014 sollen laut der neuen Studie von Screen Digest weltweit 380 Millionen Internet-Handys im Umlauf sein - das sind 30 Prozent aller Mobiltelefone. Screen Digest prognostiziert, dass sich Android als am schnellsten wachsendes Smartphone-System etablieren wird. Seit Ende 2008 auf dem Markt, werden 2015 voraussichtlich 90 Millionen Geräte mit Android-Betriebssystem vertrieben, das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 56 Prozent ab 2009. Das Konkurrenz-System Symbian bleibt aber derzeit weiter das am meisten vertriebene Betriebssystem, dank einer aggressiven Strategie von Nokia, es in Geräte im unteren Preissegment zu integrieren. Screen Digest erwartet, dass Symbian das erste Smartphone-Betriebssystem sein wird, das in 2015 die Barriere von 100 Millionen vertriebenen Geräten jährlich durchbricht. Führend bei den Smartphones im ersten Quartal 2010 ist Apple mit 5,4 Milliarden Dollar Umsatz, obwohl der Computer-Pionier aus Cupertino einen vergleichsweise kleinen Vertriebsanteil von nur 8,8 Millionen Geräten hat. Apples Erfolg bei Smartphone-Anwendungen kann den Prognosen zufolge entscheidende Vorteile bei Umsatz und Kundenbindung bringen.

Wer die Gewinner im Markt für mobile Apps sind

Traditionelle Internet- und Softwareunternehmen sowie die Endgerätehersteller werden im Markt für mobile Apps künftig die wichtigste Rolle spielen. Über deren Plattformen werden in den nächsten Jahren die Nutzer die meisten Apps beziehen. Den Kampf um die Gatekeeperfunktion haben die Mobilfunkbetreiber verloren. Das ist ein Ergebnis der Expertenbefragung „Mobile Outlook 2010“.

Untersuchung: Mobile Traffic steigt nur langsam

Das Mobile Web setzt sich langsam, aber sicher durch. Wie sich der Anteil des mobilen Traffic gemessen am gesamten Traffic entwickelt, hat der Webcontrolling-Spezialist Etracker ermittelt. Laut der aktuellen Statistik lag der Mobile Traffic gemessen am gesamten Traffic im April 2010 bei 1,14 Prozent. Im Mai des Vorjahres lag der Anteil der mobilen Nutzer noch bei 0,36 Prozent und stieg dann über 0,61 Prozent im Oktober 2009 und 0,96 Prozent im Januar 2010. Insgesamt entspricht dies einer Verdreifachung binnen eines Jahres. Betrachtet man Einzelwerte, dann fällt auf, dass die Webpräsenzen mit speziellen Webseiten für mobile Endgeräte einen deutlich höheren Anteil an mobilen Nutzern aufweisen als solche, die keine Mobile Services anbieten. Der Mobile Traffic liegt hier gemessen am Gesamt-Traffic durchschnittlich schon zwischen drei und fünf Prozent.

Smartphone, Netbook, iPad: Deutsche wollen kaum Gadgets

Laut der Untersuchung von Accenture sind die Verbraucher hierzulande beim Kauf mobiler Internet-Gadgets äußerst zurückhaltend: Acht Prozent planen, im Laufe des Jahres ein internetfähiges Mobiltelefon zu erwerben. Sechs Prozent wollen sich ein Netbook zulegen, drei Prozent ein Lesegerät für elektronische Bücher. In anderen Ländern, darunter Frankreich, Japan und die USA, wollen durchschnittlich 21 Prozent der Befragten noch in diesem Jahr ein Smartphone kaufen, zwölf Prozent ein Netbook und fünf Prozent ein E-Book-Lesegerät. Für ein knappes Drittel der Befragten in Deutschland und in allen untersuchten Ländern ist der Preis das wichtigste Kaufkriterium (32 und 30 Prozent).

Datenschutz, die 1.: Facebook bessert beim Datenschutz nach

Facebook hat es Nutzern einfacher gemacht, ihre Datenschutzeinstellungen zu definieren. Die einzelnen Umstellungen kündigte das Social Network in seinem Firmen-Blog an. Künftig werden die Einstellungen zusammengefasst, statt auf mehrere Seiten verteilt. Weniger erfahrene Nutzer können so einfacher den Überblick behalten, detailliertere Optionen sind aber weiterhin möglich. Drittanwendungen erhalten weniger Zugriffsrechte.

Datenschutz, die 2.: Google bietet Opt-Out-Plug-In für Browser

Das US-Suchmaschinen-Portal Google bietet ab sofort ein Opt-Out-Plug-in für die Browser Internet Explorer, Firefox und Chrome an. Damit können Nutzer verhindern, dass der Browser den Code von Google Analytics anfordert und Google anschließend Daten erhält. Das Plug-in kann über die Datenschutzseite von Google bezogen werden.

Jeder Fünfte will im Internet Produkte mitentwickeln

Jeder fünfte Internetnutzer möchte über das Netz an der Entwicklung von Produkten beteiligt werden, so eine BITKOM-Studie. So sagten 21 Prozent der Internetnutzer, sie würden von Unternehmen gern in die Produktentwicklung eingebunden werden. Besonders junge Menschen möchten auf ihre Lieblingsprodukte Einfluss nehmen. 28 Prozent der 14- bis 29-jährigen Internet-Nutzer sind an einer Mitwirkung bei der Produktentwicklung interessiert.

Apple verkauft mehr iPads als Mac-Computer

US-Hersteller Apple verkauft derzeit mehr iPads als Mac-Computer. Rund 200.000 iPads pro Woche setzt Apple nach Schätzungen des Finanzdienstleite
rs Royal Bank of Canada (RBC) wöchentlich ab. Damit kommen die Zahlen fast an die der verkauften iPhones 3GS heran mit 246.000 Stück pro Woche. Von Mac-Computern gehen momentan 110.000 Geräte über die Ladentheken der Welt.

Mobilfunkfrequenzen für fast 4,4 Milliarden versteigert

Die Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen im Bereich von 800 Megaherz ist nach 27 Auktionstagen mit einem Erlös von 4,38 Milliarden Euro für die Staatskasse zuende gegangen. Hier gingen die Frequenzen an die Bieter von Deutsche Telekom, Vodafone und O2. E-Plus erwarb dagegen nur 70 Megaherz in drei Frequenzbereichen abseits der 800 Megaherz und wird sich künftig auf Ballungsräume konzentrieren. Die anderen Bieter wollen die zusätzlichen Frequenzen für den Ausbau der Versorgung auch im ländlichen Raum mit mobilen Breitband-Anschlüssen nutzen.

60 Prozent der Deutschen kaufen online

Sechs von zehn Deutschen kaufen im Internet ein. Das ergab der aktuelle BITKOM-Webmonitor, eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbands. Ende 2008 hatte erst jeder zweite Erfahrungen mit Online-Shopping. Online-Bezahlverfahren wie Paypal, T-Pay oder Click and Buy legten zuletzt stark zu. Jeder sechste Bundesbürger (17 Prozent) hat bereits auf diesem Weg Rechnungen beglichen. Die meisten Internet-Einkäufe in Deutschland werden allerdings weiterhin per Rechnung bezahlt. 41 Prozent aller Bundesbürger haben über dieses Bezahlverfahren schon einmal ihre Onlinekäufe beglichen. Mit Kreditkarten geht man hingegen zurückhaltend um. Sie sind mit einer Nutzung von lediglich 15 Prozent von allen Bezahlverfahren am wenigsten beliebt.

Und da war noch eine Peinlichkeit: IBM verteilt auf Sicherheitskonferenz infizierte USB-Sticks

IBM hat auf der IT-Sicherheitskonferenz Asia Pacific Information Security Conference infizierte USB-Sticks verteilt. Das geht aus einer E-Mail von IBM an alle Delegierten hervor, die vom Weblog Beast Or Buddha veröffentlicht wurde. Es sei davon auszugehen, dass alle am IBM-Stand verteilten Sticks mit einem seit 2008 bekannten Windows-Schädling infiziert sind. Der Schädling stecke auf dem Stick in der Datei setup.exe und werde beim Anstecken an einen Windows-PC (oder Server) automatisch gestartet – oder von einem installierten Antivirenprogramm erkannt und geblockt.



    

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Mirja D., Wiesbaden
„Durch eine gute Ausbildung bin ich für meinen Job qualifiziert worden. So war es schon vor Beginn meiner Berufslaufbahn wichtig, dass es einen vernünftiges Berufsbild und überhaupt Lehrstellen gibt. Darum bin ich Mitglied in einer starken Organisation beworden, die sich genau dafür einsetzt: ver.di."