Gewerkschaftsfeindliche Aktivitäten von T-Mobile USA
Im Vorfeld der Aktionärs-Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG am Montag, den 3. Mai 2010, weist die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Anteilseigner und Beobachter auf die unverändert kritischen Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer von T-Mobile USA hin. „Mit allen Mitteln wird unserer Schwestergewerkschaft CWA der Zugang zu den Beschäftigten von T-Mobile in den USA verwehrt. Unter den Arbeitnehmern selbst herrscht ein Klima der Angst“, erklärte ver.di-Experte Ado Wilhelm am Donnerstag.
Weitere Informationen über die Behinderung von Gewerkschaftsaktivitäten bei T-Mobile in den USA finden Sie unter: www.youtube.com/watch?v=sEBgvCMCPYc
SAP Betriebsratswahlen
Im Streit um die Zulässigkeit der ver.di-Liste „upgrade – Es ist Zeit“ für die Betriebsratswahl beim Softwarekonzern SAP wurde vor dem Arbeitsgericht Mannheim ein Vergleich geschlossen, der einen Beschluss des Wahlvorstandes revidiert.
„Nach diesem Vergleich vertrauen wir darauf, dass der Wahlvorstand sich mit der erforderlichen Neutralität für eine ordnungsgemäße Durchführung der Wahl bei SAP einsetzen wird, angemessen kommuniziert und unstrittige Entscheidungen finden wird.“, erklärte Bert Stach, Beauftragter des ver.di-Bundesvorstandes für SAP.
Ziel der Liste „upgrade – Es ist Zeit“ sei es, künftig alle Beschäftigten sachorientiert und professionell im Betriebsrat zu vertreten. Dafür biete die Expertise von ver.di als wichtigste Gewerkschaft der IT-Branche mit einer Reihe eigenständiger, grundlegender Branchentarifverträge die beste Voraussetzung. Dieses Kompetenznetzwerk solle auch zugunsten der Beschäftigten bei SAP eingebracht werden.
CIOs drosseln Zugang zu Social Media
Die Chief Information Officer (CIOs) in Unternehmen sind zunehmend besorgt über den Missbrauch von Sozialen Netzwerken durch die Mitarbeiter und gehen immer öfter dazu über, den Zugriff auf Social Media einzuschränken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Personaldienstleisters Rober Half International. 38 Prozent der 1.400 in den USA befragten CIOs haben die Richtlinien verschärft, lediglich 17 Prozent haben ihre Policies gelockert.
Studie: 2015 liegt das Mobile Web an der Spitze
In fünf Jahren wird das Mobile Web das Desktop-Internet überholt haben, so eine Studie von Morgan Stanley. Den Analysten zufolge werden 2015 rund zehn Milliarden mobile Internetzugangsgeräte aktiv sein - nicht nur Handys, sondern zum Beispiel auch Tablets oder Auto-Elektronik.
Datenpannen werden teurer
Deutsche Unternehmen mussten im Jahr 2009 mehr investieren als noch vor einem Jahr, wenn sie von einer Datenpanne mit anschließendem Datenmissbrauch betroffen waren. Immer häufiger liegt dabei die Fehlerquelle des Datenschutzverstoßes nicht im eigenen Gebäude, sondern findet sich bei externen Dienstleistern, die Unternehmensdaten im Auftrag bearbeiten oder verwenden. Dies sind Ergebnisse der "Jahresstudie 2009: Kosten von Datenpannen"
Lagen die durchschnittlichen Kosten bei den im Vorjahr untersuchten Fällen von ausgenutzten Datenschutzverletzungen noch bei rund 2,41 Millionen Euro pro Fall, mussten Unternehmen im Jahr 2009 fast sieben Prozent tiefer in die Tasche greifen und durchschnittlich 2,58 Millionen Euro als Folge eines real erlittenen Falles von Datenmissbrauch zur Schadensbehebung aufwenden. Noch deutlicher stiegen die Kosten pro kompromittierten Datensatz, nämlich um 18 Prozent von 112 Euro auf 132 Euro. Verletzungen des Datenschutzes mit anschließendem Datendiebstahl resultieren immer häufiger aus Fehlern externer Dienstleister, die Daten aus einem Unternehmen erhalten. Waren in der letztjährigen Studie noch 17 Prozent der untersuchten Fälle durch Fehler Dritter entstanden, stieg dieser Wert auf 36 Prozent in 2009. Dabei lag aufgrund der zusätzlichen Forensik- und Beratungskosten die entstehende Schadenshöhe mit 159 Euro pro kompromittierten Datensatz deutlich über den 132 Euro, die pro Datensatz bei einer internen Datenpanne aufzuwenden waren. 54 Prozent aller Fälle von Datenmissbrauch resultierten in den untersuchten Fällen 2009 aus böswilligen oder kriminellen Attacken beziehungsweise den Aktivitäten von Botnetzen. Der Rest stammt aus Fahrlässigkeit.
Gericht: GEZ-Gebühr für Büro-PC unzulässig
Die Internet-Zwangsabgabe für beruflich genutzte PCs ist unzulässig, so der Hessische Verwaltungsgerichtshof. Er urteilte, dass ein Rundfunkteilnehmer, der bereits Rundfunkgebühr für seine in den ausschließlich privat genutzten Räumen seines Einfamilienhauses angemeldeten Rundfunkempfangsgeräte bezahlt, keine zusätzliche Abgabe für den zusätzlich in seinem beruflich genutzten häuslichen Arbeitszimmer aufgestellten internetfähigen Rechner bezahlen muss (Aktenzeichen: 10 A 2910/09).
Marktforscher sehen Anzeichen für kräftige Erholung des Mikroprozessor-Marktes
Im ersten Quartal 2010 ist die Zahl der weltweit ausgelieferten Mikroprozessoren nach Berechnungen der Marktforscher von IDC gegenüber dem vierten Quartal 2009 zum 5,6 Prozent zurückgegangen. Der Rückgang sei aber geringer als die 7 bis 8 Prozent, die der Markt sonst im Rahmen normaler saisonaler Schwankungen nachlasse.
Hewlett-Packard kauft sich Palm
Der zuletzt gebeutelte US-Hersteller von Smarthones und Pads, Palm, bekommt ein neues Zuhause: Der amerikanische IT-Konzern Hewlett-Packard übernimmt Palm für 1,2 Milliarden Dollar, teilte HP mit. Damit dürfte Palms Smartphone-Betriebssystem WebOS neue Chancen haben.
BGH erlaubt Thumbnail-Bilder auf Google
Das höchste deutsche Zivilgericht, der Bundesgerichtshof, hat ein wegweisendes Urteil gefällt: Für Thumbnails kann Google in seiner Bildersuche nicht als Urheberrechtsverletzer haftbar gemacht werden. In der Entscheidung des Bundesgerichtshofs (I ZR 69/08) ging es um Bilder, die eine Künstlerin auf einer Webseite veröffentlicht hatte. Im Februar 2005 fand sie ihre Werke in der Google-Bildersuche als Thumbnails wieder. Daraufhin klagte sie gegen Google auf Unterlassung. Bereits in den Vorinstanzen war die Klägerin gescheitert. Nun hat der BGH letztinstanzlich die Revision abgewiesen.
Kunden fordern höhere Schadensummen von IT-Freelancern
Immer öfter vergeben Kunden Internet- und IT-Projekte nur dann, wenn der externe Dienstleister im Fall eines Schadens mit Summen zwischen einer und 2,5 Millionen Euro abgesichert ist, so das Versicherungsportal Exali.
Die wertvollsten Marken der Welt stammen aus der IT
Der Internet-Dienstleister Google ist laut Millward Brown mit einem Wert von 114,3 Milliarden US-Dollar zum vierten Mal in Folge die wertvollste Marke der Welt. Dieses Ergebnis geht aus der heute veröffentlichten fünften Auflage des jährlichen Markenrankings BrandZ Top 100 des internationalen Marketing- und Marktforschungsunternehmens hervor. Das Ranking bewertet auf Basis öffentlicher Finanzkennzahlen und Verbraucherbefragungen die 100 wertvollsten Marken der Welt.
Platz 2 nimmt IBM mit einem Wert von 86,3 Milliarden Dollar ein, gefolgt von Apple (83,2 Milliarden) und Microsoft (76,3 Milliarden Dollar). Auf den Folgeplätzen kommen mit Coca Cola (68 Milliarden Dollar) und McDonald's (66 Milliarden) die ersten Nicht-IT-Firmen.
Kein deutscher Webstatistik-Dienst ist gesetzeskonform
Glaubt man der Studie von Xamit, dann verstoßen alle in Deutschland angebotenen Webstatistik-Dienste gegen geltendes Recht. Etracker ist danach der einzige Webstatistik-Dienst, der in Deutschland legal genutzt werden kann - dies aber auch erst nach individuellen Anpassungen. Im Rahmen der Studie "Webstatistiken im Test - Welcher Dienst ist in Deutschland legal?" wurden außerdem Google Analytics, WiredMinds , StatCounter und Stats4Free untersucht. Ergebnis: Datenschutzbestimmungen werden von den genannten Anbietern systematisch außer Acht gelassen und auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) als Grundlage eines Dienstleistervertrages entsprechen durchweg nicht den Anforderungen des Bundesdatenschutzgesetzes.
Technologie-Unternehmen mit prallen Kassen
Die führenden Technologie-Unternehmen der IT-Branche wie Microsoft, IBM und Cisco Systems haben in jüngster Zeit erhebliche Barreserven angesammelt. Nach Berechnungen der Financial Times verfügen allein diese drei Firmen über flüssige Mittel in Höhe von 65 Milliarden Dollar. Noch mehr Barreserven hat nach diesen Informationen derzeit Apple mit allein 42 Milliarden Dollar. Damit, so das Blatt, sind Übernahmen und Firmenzukäufe jederzeit möglich.
Jeder dritte Online-Spieler von Cyber-Attacken betroffen
Online-Spieler geraten immer stärker ins Visier von Cyberkriminellen - so das Ergebnis der G Data Gaming-Blitzumfrage von März 2010. Von den gut 1.200 Teilnehmern gaben mehr als 30 Prozent an, bereits selbst ins Fadenkreuz von Cyberbanden geraten zu sein. Die Maschen der Täter sind unterschiedlich und reichen von gefälschten Spieleseiten, über infizierte Dateien in P2P-Tauschbörsen bis hin zu gezielten Attacken auf Online-Gaming-Accounts. Besonders begehrt sind nach Analysen von G Data Steam- und WoW-Accounts, die in Untergrundforen für bis zu 50 Euro gehandelt werden.
Bundeskartellamt überprüft Amazon-Geschäftsbedingungen
Ab Mai 2010 an dürfen Online-Händler ihre Preise auf Amazon nicht mehr frei festlegen. Wie das Bundeskartellamt bestätigte, prüft die Behörde derzeit, ob sie ein förmliches Verfahren gegen den Konzern eröffnet. Eine ähnliche Prüfung läuft bei der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs. Auslöser sind neue Regeln für Amazon Marketplace. Hier untersagt der Konzern den Händlern, ihre Waren anderswo billiger anzubieten als auf der Amazon-Plattform. Dies kann etwa dann der Fall sein, wenn ein Händler die Amazon-Gebühren, die er an das Online-Kaufhaus zahlen muss, auf den Kaufpreis anrechnet. Amazon gibt den Drittanbietern bis Anfang Mai Zeit, die neue Preisregelung zu beachten, andernfalls droht der Ausschluss vom Amazon Marketplace.
Vor kurzem hatte das Bundeskartellamt erst die Praktiken von Ebay untersucht. Das Verfahren, ob das Online-Auktionshaus seine marktbeherrschende Stellung für den PayPal-Zwang missbrauche, wurde ohne die Einleitung eines Verfahrens abgeschlossen.
Der ECommerce-Pionier Amazon hat im ersten Geschäftsquartal seinen Umsatz um 46 Prozent auf 7,131 Milliarden Dollar gesteigert. Der Nettogewinn stieg sogar um 66 Prozent auf 299 Millionen Dollar. Als "Verkaufsschlager" nannte Amazon-Chef Jeff Bezos den EBook-Reader Kindle.
Zahl der illegalen Downloads geht zurück
Der typische Filesharer ist männlich und 20-39 Jahre alt. Von den rund 4,5 Millionen Deutschen, die sich illegal mit Musik, Filmen, Games oder Hörbüchern aus dem Internet versorgen, sind in der Altersgruppe der 20-29jährigen Männer mit 25 Prozent und bei den 30-39jährigen Männern mit 17 Prozent die meisten Filesharer zu finden. Das geht aus der neuen Brennerstudie hervor, die der Bundesverband Musikindustrie veröffentlicht hat.
Urteil: Links auf Twitter zu rechtswidrigen Inhalten unzulässig
Das Landgericht Frankfurt am Main hat die bundesweit erste Entscheidung wegen eines auf Twitter kommentierten Links zu rechtswidrigen Inhalten gefällt. In mehreren Foren stellte ein anonymer Nutzer eine Vielzahl wahrheits- und wettbewerbwidriger Behauptungen über ein Unternehmen auf. Das Landgericht folgte der Argumentation der Antragstellerin und erließ eine einstweilige Verfügung, mit der dem Antragsgegner verboten wurde, Links von seinen Twitter-Accounts zu Seiten Dritter zu schalten, auf denen sich die beanstandeten Behauptungen befinden (Az. 3-08 O 46/10
Urheberrechtsabgabe für CD & DVD kommt vor Gericht
Vorerst gibt es keine Abgabe auf CD und DVD. Für USB-Sticks und Speicherkarten konnten sich die Kontrahenten in Sachen Urheberrechtsabgabe schließlich auf einen Vertrag einigen. Für optische Speichermedien wie CD und DVD dagegen stehen sich die Auffassungen unversöhnlich gegenüber. Nun wird das zuständige Oberlandesgericht München den Sachverhalt klären müssen.
Eigener Ruf im Internet nur für eine Minderheit interessant
Nicht einmal jeder dritte Deutsche pflegt seinen persönlichen Ruf im Internet aktiv, so eine Studie der Suchmaschine Yasni. Trotz suggestiver Fragestellung bei einer Umfrage unter 1.000 Internet-Nutzern gaben nur 30 Prozent der Befragten an, sich mit Digital Reputation Management (DRM) intensiv auseinanderzusetzen.
Microsoft engagiert sich bei Joomla
Microsoft erweitert seine Unterstützung der Open-Source-Community jetzt auf das freie Content-Management-System Joomla. Eine entsprechenden Vereinbarung sei bereits unterzeichnet worden, teilte Microsoft-Mitarbeiter Josh Holmes in seinem Blog mit. Redmond hatte bereits im Sommer 2009 rund 20.000 Zeilen Code für Hardwaretreiber für die Verwendung in Linux freigegeben.
AOL verscherbelt ICQ nach Moskau
Für gerade einmal 188 Millionen US-Dollar hat AOL seine ungeliebte Tochter ICQ an die russische Telekommunikationsfirma Digital Sky Technologies verkauft. AOL hatte den Instant Messenger 1998 für 402 Millionen US-Dollar der israelischen Entwicklerfirma Mirabilis abgekauft.
Hamburg: Gesetzes-Initiative zu Street View
Hamburgs Justizsenator Dr. Till Steffen hat eine Gesetzesinitiative zur Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes im Bundesrat angekündigt. Ziel ist eine verpflichtende und bindende Regelung zum Abfilmen von Häusern und Straßen durch Privatunternehmen. Eine erste Anhörung im Bundesrat soll bereits am 7. Mai stattfinden.
Adobe Reader ist Hauptangriffsziel im Web
Der Adobe Reader und Microsofts Internet Explorer waren die Hauptangriffsziele von Hacker-Attacken aus dem Web im vergangenen Jahr, so eine Analyse des Sicherheits-Anbieters Symantec, über die CNET vorab berichtet. Laut Symantec waren im vergangenen Jahr rund 6,8 Millionen PCs von Malware infiziert und dadurch Teil von Bot-Netzen.
Ford macht Autos zur App-Plattform
Mit einer Software namens SYNC AppLink will Ford künftige Modelle, beginnend mit dem 2011er Fiesta, zu rollenden Plattformen für Android- und Blackberry-Apps machen. User können dabei die entsprechenden Applikationen auf ihren Smartphones im Auto via Spracherkennung steuern.
Und da war noch: Sony stellt Produktion der Floppy-Disk ein
Anno 1969 brachte IBM die erste Diskette auf den Markt, mit einer Kapazität von 80 KB – allerdings konnte die Diskette nicht beschrieben werden. Drei Jahre später folgte die erste Floppy-Disk von Memorex, welche auch beschrieben werden konnte. Die Ära der 3,5-Zoll-Disketten begann in den 80ern, im nächsten Jahr endet sie wohl.