Newsletter zum Internationalen Frauentag
Pünktlich zum Internationalen Frauentag am 8. März startet die Umfrage "Frauen in der IT- und TK-Branche" auf http://frauen.ich-bin-mehr-wert.de
Wie ist es, als Frau in der Informationstechnologie- oder Telekommunikations-Branche bzw. in einem IT-nahen Callcenter zu arbeiten?
Ihre Einschätzung ist uns wichtig. Wir wollen wissen, welche Erfahrungen Sie gemacht haben. Deshalb haben wir heute, anlässlich des internationalen Frauentags, eine Umfrage zum Thema "Frauen in der IT- und TK-Branche" gestartet.
Wir freuen uns, wenn Sie sich an dieser Umfrage beteiligen und unsere Fragen beantworten - rund um Rahmenbedingungen, die Vereinbarkeit von Familie bzw. sozialem Umfeld und Beruf sowie berufliche Entwicklungschancen. So können wir gemeinsam Grundlagen schaffen, um die Arbeitsbedingungen von Frauen in der IT- und TK-Branche zu verbessern. Denn Ihre Bedürfnisse als Arbeitnehmerin bestimmen unsere Politik als Gewerkschaft.
Frauen in der IT- und TK-Branche
Der Anteil von Frauen in so genannten MINT-Berufen – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – ist gering. In der IT- und TK-Branche sind laut dem Branchenverband BITKOM von zurzeit rund 820 000 Erwerbstätigen in der IT-Wirtschaft weniger als ein Fünftel weiblich. Die Tendenz ist sinkend. In der Ausbildung sieht es oft nicht besser aus: Im Jahr 2000 betrug der Frauenanteil an den Informatik-Erstsemestern an bundesdeutschen Hochschulen noch fast 20 Prozent, inzwischen sind es nur noch 17 Prozent. Dabei basiert der wirtschaftliche Erfolg der IT- und TK-Branche auch auf dem starken Engagement von Frauen. Sie arbeiten hocheffektiv und professionell. Sie leisten ihren Beitrag zu einem branchenweiten Jahresumsatz von ca. 140 Mrd. Euro. Eine beeindruckende Summe!
Gleiche Arbeit – gleiche Anerkennung?
Eine Wertschätzung der geleisteten Arbeit drückt sich über gerechte Bezahlung aus. In Deutschland bekommen aber Männer für gleiche und gleichwertige Tätigkeiten 23 Prozent mehr Gehalt als Frauen. Das gilt auch für die IT- und TK-Branche. Der Gehaltsunterschied liegt hier bei zehn Prozent. Das ist zwar besser als der Bundesdurchschnitt, aber noch lange nicht gerecht.
Ähnlich sieht es bei den Karrierechancen aus. Nur zehn Prozent aller Führungspositionen sind mit Frauen besetzt. Dabei gibt es genügend gut qualifizierte Frauen. Sie haben es aber nach wie vor schwer, sich gegen ihre männlichen Mitbewerber durchzusetzen.
Eine Ursache für die schlechteren Bedingungen liegt in dem oft geringen Frauenanteil im Unternehmen. Erfahrungen haben gezeigt, dass sich die Voraussetzungen für Frauen ab einem Frauenanteil von 30 Prozent maßgeblich verbessern, da relevante Themen wie etwa die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärker einbezogen werden.
Ein wichtiger Lösungsansatz ist daher, den Zugang von Frauen zu Berufen der IT- und TK-Branche zu verbessern.
Das lässt sich mit guter Interessenvertretung erreichen.
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