Newsletter vom 01.03.2010

Einvernehmliches Schlichtungsergebnis bei T-Systems

Die Schlichtung während der laufenden Tarifrunde für die rund 22.000 Beschäftigten von T-Systems ist mit einem einvernehmlichen Ergebnis zu Ende gegangen. Dabei hat Schlichter Henning Voscherau, ehemaliger Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, ein Tarifpaket aus verschiedenen Elementen empfohlen: Demnach sollen die Gehälter vom 1. März 2010 an linear um 2,5 Prozent steigen, zum 1. Februar 2011 sollen weitere 2 Prozent hinzu kommen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 24 Monate bis zum 31. Dezember 2011 betragen. Die Große Tarifkommission von ver.di und das T-Systems-Management werden am Dienstag, den 2. März 2010, über die Annahme des Schlichterspruchs entscheiden.

Deutschland bei der Telekommunikation besser als bei der Lebensqualität

Deutschland gehört bei der Telekommunikation nicht zu den zehn modernsten Ländern der Erde. Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) der Vereinten Nationen setzt Deutschland in ihrem neuesten Information and Communication Technology Development Index (ICT Development Index, IDI) nur auf Platz 13. Am fortschrittlichsten sind Schweden, Luxemburg und Korea. Immerhin ist Deutschland bei der Telekommunikation besser als bei der Lebensqualität: Auf demLebensqualitäts-Index der UNO landet Deutschland lediglich auf Platz 22.
http://www.itu.int/newsroom/press_releases/2010/pdf/PR08_ExecSum.pdf
http://hdr.undp.org/en/statistics/

Tengelmann kauft sich bei brands4friends und Zalando ein


Der international tätige Handelskonzern Tengelmann setzt nun auch auf Unternehmensbeteiligungen im E-Commerce: Im Rahmen einer neuen E-Commerce-Strategie beteiligt sich das 143-jährige Familienunternehmen mit jeweils zehn Prozent an der Zalando GmbH, Deutschlands größtem Online-Schuhhändler, und der Private Sales GmbH (brands4friends), Deutschlands größtem Online-Shopping-Club. Künftig will Tengelmann in diesem Bereich die Zahl der Kooperationen und Beteiligungen ausbauen.

Microsoft lässt Whistleblower-Seite abschalten

Der US-Softwarekonzern Microsoft hat veranlasst, dass die Seite Cryptome vom Netz genommen wird. Hintergrund der Aktion war die Veröffentlichung geheimer Handbücher von Microsoft für Sicherheitsbehörden, wie diese an persönliche Daten von Microsoft-Nutzern gelangen können. Der juristische Hebel für die Abschaltung der Seite war eine Verletzung des Urheberrechts von Microsoft.

IBM-Report enthüllt Zunahme von Sicherheitsbedrohungen

Der US-Konzern IBM hat gestern seinen Sicherheitsreport IBM X-Force veröffentlicht. Danach konzentrierten sich Hacker 2009 auf drei Angriffsfelder, um an Geld oder Daten zu kommen. Zum einen ist im letzten Jahr weltweit die Zahl der neuen, gefährlichen Internetlinks sprunghaft angestiegen. Zum anderen haben in der zweiten Jahreshälfte 2009 die Anzahl der Phishing-Angriffe und der von angeblich seriösen Organisationen stammenden E-Mails ebenfalls dramatisch zugenommen. Ebenso wurden immer mehr Schwachstellen in Programmen zum Lesen und Bearbeiten von Dokumenten festgestellt, insbesondere bei Programmen für PDF-Dateien.
Auch Social Networks sind für Kriminelle zunehmen spannend: Bei der Analyse eines 75.000 PCs umfassenden Bot-Netzes ist Experten der Security-Firma NetWitness aufgefallen, dass immer öfter Zugangsdaten für Soziale Netze das Ziel der Hacker sind. Über vier Wochen wurden durch das Botnetz rund 68.000 Credentials entwendet, vor allem für Facebook. Ziel ist offenbar, mithilfe der persönlichen Informationen dann an Informationen wie Bank-Zugangsdaten zu gelangen.

Facebook erhält Patent auf Newsfeed

Mal wieder ein Argument, Softwarepatente in Europa nicht zuzulassen: Facebook hat das Patent 7669123B2 des US-Patentamts zugesprochen bekommen. Damit kann das Social Network jeden verklagen, der Newsfeeds in seinem Portal unterbringt - außer in Europa, wo solche Softwarepatente zum Glück noch nicht gelten.

Palm bleibt auf Pre sitzen

Weil sich ihr Smartdevice Palm Pre deutlich schlechter verkauft als erwartet, werde das Geschäftsziel in diesem Jahr von 1,8 Milliarden Dollar Umsatz verfehlt. Nun rechne Palm bis Ende Mai (Ende des Geschäftsjahres) nur noch mit einem Umsatz von 1,6 Milliarden Dollar, teilte das Unternehmen mit. Gartner nennt drei Gründe für die Smartphone-Pleite: Es sei zu klein für Männerhände, müsse mit zwei Fingern bedient werden – und stammt nicht von Apple.

High-Speed-Netze für Mobilfunk noch nicht alltagsreif

Deutsche Handynutzer müssen sich bis zur Einführung von Mobilfunknetzen der vierten Generation (4G) noch mindestens bis zum nächsten Jahr gedulden. Während in verschiedenen Städten Skandinaviens bereits einige der Netze mit LTE-Standard (Long Term Evolution) für Endkunden betrieben werden, befindet sich Deutschland derzeit noch im Entwicklungsstadium. Anbieter wie Vodafone oder T-Mobile führen nach eigenen Angaben Tests durch. Allgemein wird LTE als "ideale Technologie im Mobilfunkbereich" angesehen.
Wann jedoch mit ersten LTE-Anwendungen im Markt zu rechnen sei, könne noch nicht gesagt werden. Gleiches gelte für die Kosten für Endkunden. Unisono heißt es, dass es noch an geeigneten Endgeräten und der "nötigen Infrastruktur im Netz" fehle. Auch werden die benötigten Frequenzen "zum Anfang des zweiten Quartals" von der Bundesnetzagentur versteigert. Nach Angaben der Behörde wollen sechs Unternehmen an der Auktion teilnehmen. Ab 2011 sei mit dem Ausbau der Infrastruktur zu rechnen.

Preissuchmaschinen schlagen Gutscheindienste

Gutscheindienste wollen mit ihren Angeboten Neukunden und Umsatz generieren. Wird zwischen Endkunde und Händler beim Einkauf von Notebook oder Espressomaschine erfolgreich mit Hilfe des Gutschein-Köders vermittelt, kassieren die Dienste in der Regel eine Provision. Computerbild hat acht dieser Dienstleister unter die Lupe genommen. Ergebnis: Das Angebot der Dienste, die als Sammelplattform hunderter Händler fungieren, ist groß - aber auch zweifelhaft. Testsieger wurde Gutscheinpony.de. Allerdings: Rabattgutscheine machen den Einkauf zwar in der Regel billiger, so die Tester  - doch in den meisten Fällen fänden Preissuchmaschinen wie Idealo.de oder Evendi.de noch günstigere Preise.

Deutsche Telekom: Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Die Deutsche Telekom hat ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent auf 64,6 Milliarden Euro gesteigert. Im wichtigen vierten Quartal des Jahres 2009 lag der Umsatzzuwachs bei 0,6 Prozent. Der Konzernüberschuss ging 2009 wegen Wertberichtigungen um 76,2 Prozent auf 353 Millionen Euro zurück. Dennoch schüttet der Bonner Konzern eine hohe Dividende aus und garantiert eine Mindestdividende über die nächsten drei Jahre, die die Telekom circa 10 Milliarden Euro kostet.

Studie: Wer das mobile Web wie nutzt

Die Internetnutzung per Handy hat in der vergangenen sechs Monaten in Deutschland deutlich zugelegt, so das Institut für Kommunikationswissenschaften der TU Dresden. Bereits 17,9 Prozent der Handybesitzer haben bereits mit ihrem Handy im Internet gesurft, weitere 7,8 Prozent gaben an, dies schon auf Geräten Dritter probiert zu haben. Damit ist der Anteil mobiler Internetnutzer im Vergleich zum Sommer 2009 um 8,6 Prozent gestiegen.
Im Segment der 15- bis 24-Jährigen liegt der Anteil von Nutzern des mobilen Internets mit fast 30 Prozent am höchsten. Mit zunehmendem Alter sinkt dabei der Anteil bis auf ein Prozent in der Altersgruppe der über 64-Jährigen. Hinsichtlich konkreter Dienste ist die höchste Nutzungsintensität bei E-Mail-Diensten zu verzeichnen. Hohe Anteile sind auch bei Nachrichten und Lexika festzustellen. Soziale Netzwerke liegen mit 29,3 Prozent vor Instant Messaging mit 20 Prozent.

Deutsche Gamesbranche zeigt sich krisenfest


Trotz des schlechten konjunkturellen Umfeldes hat sich die deutsche Gaming-Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr relativ stabil gezeigt. Das belegen die aktuellen Marktzahlen des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware. Insgesamt wurden 55,4 Millionen Spiele (2008: 55,6 Millionen) verkauft und damit ein Umsatz von 1,53 Milliarden Euro (2008: 1,56 Milliarden Euro) erzielt. Bei fast gleichbleibenden Stückzahlen bedeutet dies ein leichtes Umsatzminus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr, da die Preise um zwei Prozent nachgegeben haben. Als besonders krisenfest erwies sich Unterhaltungssoftware für stationäre Konsolen mit einem Zuwachs von 22 Prozent. Eingebrochen sind dagegen die Umsätze bei Spielen für mobile Spielkonsolen (-24 Prozent) sowie bei den PC-Spielen (-11 Prozent).

Facebook Ende 2010 bei 600 Millionen Usern

Facebook wird die Zahl seiner Nutzer bis Ende des Jahres auf 600 Millionen Anwender verdoppeln können, so eine Einschätzung der Marktforscher von Gartner. Nach Meinung der Analysten wird das künftige Wachstum in sozialen Netzen vor allem von Unternehmen getrieben, die auf diese Weise ihre Kundenbeziehungen verbessern wollen.

Kostenlose Studie zu Social Media im Personalwesen

Der Social Media Report HR 2010 ist eine kostenlos zu beziehende Studie, die den Einsatz von Social Media im Personalwesen abbildet. Kernergebnis: 39 Prozent der deutschen Personaler gaben an, dass dort schon mittels Social Media rekrutiert wird oder man es für das Personalmarketing nutzt. Durchgeführt wurde die Studie von Thorsten zur Jacobsmühlen in Kooperation mit StepStone Solutions, den Personalernetzwerken HRM.de und HRM-Austria.at und dem Fachmagazin personal manager.
http://www.jacobsmuehlen.de/studie/

ACTA-Entwurf sieht Netzsperren vor


Obwohl die Verhandlungen zu einem internationalen Copyright-Abkommen gegen Urheberrechtsverletzungen (ACTA - Anti-Counterfeiting-Trade Agreement) äußerst diskret, ja geheim geführt werden, ist nun ein Entwurf durchgesickert. Danach sollen Provider künftig für illegalen Datentausch ihrer Nutzer haften, bzw. bei Verstößen gegen das Urheberrecht Netzsperren gegen ihre Kunden verhängen.

EU eröffnet Verfahren gegen Google

Die EU-Kommission hat ein vorläufiges Ermittlungsverfahren gegen Google eingeleitet. Es geht dabei um den Vorwurf einer unzulässigen Anzeigen-Preisgestaltung aufgrund der Marktdominanz im Bereich der Internet-Suche. Hinter der Klage steht unter anderem das zu Microsoft gehörende Shopping-Portal Ciao!
Zu der Such-Kooperation zwischen Microsoft und Yahoo hat die EU-Kommission hingegen ihre Zustimmung gegeben. Yahoo wird demzufolge in Zukunft nur noch die Technologie von Microsofts Suchmaschine Bing nutzen. Als Gegenleistung dafür erhält Microsoft zwölf Prozent von Yahoos Werbeeinnahmen.

Tarifvertrag bei Infineon

Infineon und IG Metall haben einen Haustarifvertrag abgeschlossen für die Zeit vom 1. März 2010 bis zum 31. Dezember 2011. Darin ist eine Gehaltserhöhung um 2,2 Prozent zum 1. Oktober 2010 vorgesehen sowie eine weitere Anhebung um 2,0 Prozent zum 1. Mai 2011. Außerdem erhalten die Mitarbeiter im März eine Einmalzahlung von 650 Euro. Der Konzern war im November 2008 angesichts der Wirtschaftskrise und drückender Schulden aus dem Arbeitgeberverband ausgeschert, um vereinbarte Lohnerhöhungen nicht mitzutragen.

Raubkopiereranwalt von Gravenreuth erschießt sich

Der Münchner Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth hat sich vor seinem Haftantritt im Februar erschossen. Der Anwalt war wegen versuchten Betruges rechtskräftig verurteilt. Seinen Selbstmord kündigte der als Abmahnanwalt prominent Gewordene per E-Mail an.

Linux ist über eine Milliarde Euro wert

Eine Untersuchung der Universität von Oviedo hat ergeben, dass die Entwicklungskosten des Linux-Kernels mit über einer Milliarde Euro zu Buche schlagen. Als Kostenmodell dient das 'Constructive Cost Model'. Dabei wurden die generierten Codezeilen sowie ein durchschnittliches Jahresgehalt aus der IT-Branche als Berechnungsgrundlage verwendet.

Prognose: 2020 rund 50 Milliarden mobile Geräte

Ericsson-Chef Hans Vestberg rechnet damit, dass es in den kommenden fünf Jahren rund drei Milliarden neue mobile Breitbandnutzer geben wird. Außerdem geht er davon aus, dass im Jahr 2020 rund 50 Milliarden Geräte mobil verbunden sind. Die Zahl der Nutzer mobiler PC werde sich bis 2015 versechsfachen und der von ihnen produzierte Datenverkehr im Vergleich zu 2009 um das 50-fache anwachsen, so Vestbergs Prognose auf dem Mobile World Congress.

Deutsche Handynutzer SMS-vernarrt und MMS-scheu

The Phone House hat in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden, dass die Handys zum Telefonieren benutzt werden (95,3%). SMS (84,4%) wird häufig genutzt, Kamera (53,2%) und MMS (17,2%) selten. Neben Telefonie und Versenden von SMS ist das Anhören von Radio-Programmen oder MP3-Songs (42,6 Prozent der Befragten) eine weitere beliebte Nutzung des Mobiltelefons. Und auch das Spielen bereits installierter Handy-Games ohne Internetzugriff erfreut sich bei fast einem Drittel der Deutschen (30,8 Prozent) bereits großer Beliebtheit.

Telekom schlägt Google bei der Vertrauenswürdigkeit

Die Gunst der Verbraucher ist keine Selbstverständlichkeit für Traditionsmarken, so die aktuelle Studie "European Trusted Brands 2010". So wurde Google auf der Liste der vertrauenswürdigsten Marken nach nur einem Jahr von der Marke T-Online verdrängt, die sich in der Kategorie 'Internet-Unternehmen' zum ersten Mal an die Spitze setzen konnte. Bei den Computern siegte Fujitsu Siemens, bei Fotogeräten Canon, bei Mobilfunk Vodafone. Befragt wurden mehr als 32.000 Menschen, davon rund 9.000 in Deutschland,

Datenschutz: Facebook muss nun deutsches Recht beachten

Seitdem Facebook in Hamburg eine Niederlassung hat, ist es verpflichtet, das deutsche Recht zu beachten, sagte der deutschen Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar im Deutschlandradio Kultur. Damit kann das Netzwerk künftig in Deutschland rechtlich belangt werden, wenn es den Datenschutz verletzt.

In eigener Sache – ICH BIN MEHR WERT bekommt neuen Schwung

Fast fünf Jahre hat Bert Stach die Initiative ICH BIN MEHR WERT als ihr Sprecher repräsentiert und für viel Wirbel in der IT-Branche gesorgt. ver.di hat das gut getan, denn die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Tarifpartner bei IBM und T-Systems, konnte in den Vergangenen Jahren ihr Standing in der Branche ausbauen und die Mitgliederzahlen steigern.
Seit Anfang 2010 hat sich Bert Stach beruflich verändert und eine neue Funktion als IT- und Tarifsekretär bei ver.di angetreten.
Die Initiative ICH BIN MEHR WERT wird mit neuem Schwung und neuer Leitung fortgeführt:  Karl-Heinz Brandl, Leiter des neuen IKT-Projektes im ver.di-Fachbereich TK/IT/DV wird sich mit der Initiative ICH BIN MEHR WERT und einem neuen Team weiter für Gute Arbeit und Wertschätzung der Beschäftigten in der IT-Branche einsetzen.

Und da war noch: Facebook-Seite als Geisel genommen

Ein Mann in New York ist von der Polizei festgenommen worden, nachdem er die Facebook-Seite seiner Freundin quasi als Geisel genommen hat, berichtet die New York Post. Paul Franco hatte die Kontrolle über das Profil erlangt, dort die sexuelle Orientierung seiner Freundin auf "Homosexuell" geändert und Geld für die Herausgabe der Seite verlangt.



Der ICH BIN MEHR WERT-Newsletter im Abo

Bleiben Sie up-to-date und abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter für die IT-Branche und erhalten sie zweimal im Monat eine aktuelle Zusammenfassung über die aktuellen Entwicklungen.

Zur Anmeldung

©  ICH BIN MEHR WERT  ~  wegewerk> wwEdit CMS 2.8.7
Claudia W., Schwerin
„Nur gemeinsam ist man stark. Das war mir von Anfang an klar. Also suchte ich eine Möglichkeit, mich aktiv einzubringen. Diese Möglichkeit wurde mir von der Gewerkschaft geboten. Darum bin ich seit Einstieg in mein Berufsleben dabei. Dabei in ver.di.“