Newsletter vom 16.02.2010

Tarifverhandlungen gehen in die dritte Runde – Beschäftigte begleiten Verhandlungsauftakt mit Warnstreiks

Am 16. Februar sind die Tarifverhandlungen bei den T-Systems Gesellschaften International, GEI, MMS, IDS und RSS zwischen der Gewerkschaft ver.di und dem Arbeitgeber in Königswinter bei Bonn in die dritte und wahrscheinlich letzte Runde gegangen. T-Systems-Beschäftigte in Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen Sachsen und dem Saarland begleiteten den Verhandlungsauftakt mit Warnstreiks. "Die Arbeitgeberseite hat bislang kein konkretes Angebot gemacht. Wir rechnen damit, dass etwa 1000 Beschäftigte die Arbeit niederlegen werden“, erklärt ver.di-Arbeitskampfleiter Ado Wilhelm. Die Gewerkschaft ver.di fordert eine Lohnerhöhung von fünf Prozent für alle Beschäftigten. Bei Redaktionsschluss gab es noch keine Signale für eine Einigung zwischen den Tarifparteien.

Einigung auf Sozialplan für 360 EBay-Beschäftigte

Für rund 360 gekündigte EBay-Beschäftigte in der Deutschlandzentrale Dreilinden bei Berlin gibt es einen Sozialplan. Geschäftsführung und Betriebsrat haben sich darauf geeinigt, dass die Beschäftigten eine Abfindung bis zu einem 2,1 fachen Monatsgehalt erhalten. Außerdem sollen sie Hilfe bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz bekommen oder in einer Transfergesellschaft unterkommen. Von den 630 Mitarbeitern in Dreilinden sollen 360 entlassen werden.

IT-Stellenmarkt 2009 eingebrochen

Die Nachfrage nach IT-Experten ist in der Wirtschaftskrise stark zurückgegangen. Insgesamt wurden 35 Prozent weniger IT-Jobs per Stellenanzeige ausgeschrieben, so der Anbieter Anzeigendaten.de, der Stellenanzeigen in 71 Printmedien und 14 Online-Jobbörsen ausgewertet hat. Im vierten Quartal 2009 hat sich der Abwärtstrend etwas abgeschwächt. Das Angebot an freien IT-Stellen stabilisierte sich bei monatlich rund 10.000, so die Studie.

Jeder Zweite surft im Job privat

Die Grenzen zwischen Job und Privatleben sind in der digitalen Ära längst gefallen: Zwei Drittel (65 Prozent) der berufstätigen Anwender nutzen das Netz in der Freizeit beruflich. Nur jeder zweite Arbeitnehmer (49 Prozent) verwendet das Web während der Arbeit für private Zwecke, so eine Bitkom-Studie. Dabei verweist Bitkom Präsident Prof. Dr. Scheer darauf, dass Arbeitgeber offen mit der privaten Internetnutzung am Arbeitsplatz umgehen sollten.

Die häufigsten Computerprobleme der Deutschen

Was bei Computern am häufigsten schief geht, hat der Reparaturdienst PC-Feuerwehr ermittelt. 2009 waren danach die Top Drei nicht funktionierende Internetverbindungen, Virenbefall und defekte Hardware.

Kostenloser Leitfaden "Betriebssichere Rechenzentren"

Heute können es sich nur noch wenige Unternehmen leisten, wenn ihr Rechenzentrum mehrere Tage im Jahr ausfällt. Nach einer Studie der Meta Group verschwindet jedes zweite Unternehmen, das 10 Tage auf seine wichtigsten IT-Systeme verzichten muss, innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre vom Markt. Ein neuer Bitkom-Leitfaden „Betriebssichere Rechenzentren“ gibt Tipps für deren Planung und Implementierung. Er kann unter http://www.bitkom.org/de/themen/36795_42509.aspx kostenlos heruntergeladen werden.

Frauen dominieren den Online-Handel

Aus dem E-Retail-Report 2009 der Deutsche-Bank-Tochter Deutsche Card Services geht hervor, dass fast zwei Drittel aller Transaktionen in europäischen Online-Warenshops von Frauen getätigt werden. Zum Vergleich: Im Report von 2007 dominierten noch die Männer mit 56 zu 44 Prozent. Außerdem sind die aktivsten Online-Shopper außerhalb der Ballungsräume zu finden.

Microsoft will Spiele für Facebook vorstellen

Microsoft möchte nach Branchen-Berichten im lukrativen Markt für Social-Network-Games künftig mitmischen. Demnach steht eine offizielle Ankündigung des Softwaregiganten unmittelbar bevor. Außerdem wollen die Remonder ihre Kooperation in anderen Gebieten ausbauen, beispielsweise die Suchmaschine Bing weltweit gut sichtbar in Facebook platzieren.

Zahl der mobilen Internet-Nutzer wächst

Auf viele der von Accenture abgefragten mobilen Online-Dienste greifen heute mehr Nutzer zu als noch vor einem Jahr. Bei Social Networks hat sich der Anteil der Mobil-Nutzer fast verdoppelt (2010: 23 Prozent, 2009: 12 Prozent), ebenso bei Videoangeboten (2010: 22 Prozent, 2009: 12 Prozent). Einer Studie von Bandbreiten-Optimierer Allot Communications zufolge hat sich auch der weltweite Bandbreitenverbrauch für Mobilfunkdaten während der zweiten Jahreshälfte 2009 um ca. 72 Prozent erhöht. Vor allem Dienste wie YouTube und Skype würden den Verbrauch von Mobilfunkbandbreiten fortlaufend steigern.
Während dessen kommt beim Festnetz der Breitband-Ausbau in der Fläche nicht voran. Die Breitbandförderung für den ländlichen Raum kann wegen bürokratischer Hürden nicht fließen und kommt deshalb nicht voran. 2009 sei nicht einmal ein Fünftel der Fördergelder von den Firmen abgerufen worden, beklagt der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM).

Smartphones erobern den Massenmarkt

8,2 Millionen Smartphones werden 2010 in Deutschland abgesetzt, so die Prognose des Bitkom. Damit wird jedes dritte neue Mobiltelefon in diesem Jahr ein Smartphone sein, 2009 war es erst jedes fünfte. Den Umsatz mit Smartphones beziffert der Verband auf 1,5 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 33 Prozent entspricht.
Im November 2009 nutzten in Deutschland insgesamt 51 Millionen Menschen ab einem Alter von 13 Jahren Mobilfunkgeräte. Mehr als ein Drittel der aktiven deutschen Mobilfunknutzer bevorzugen nach wie vor Nokia-Handys (35,4 Prozent). Gegenüber den drei vorangehenden Monaten bedeutet dies einen Zuwachs von 0,3 Prozentpunkten. Sony Ericsson nahm mit einem Marktanteil von 22,0 Prozent den zweiten Rang ein, gefolgt von Samsung (15,0 Prozent), Motorola (8,6 Prozent) und Siemens (5,4 Prozent). Apple kam in Deutschland nicht unter die Top-Fünf.

Online-Shops werden zum Hacker-Ziel

Jedes elfte Unternehmen in Deutschland wurde bereits Opfer eines Angriffs auf die eigene Website oder den eigenen Online-Shop. Das ist ein Ergebnis der Studie Netz- und Informationssicherheit in Unternehmen 2009. Sie ist ab sofort kostenfrei herunterzuladen.
http://www.ecc-handel.de/netz-_und_informationssicherheit_in_unternehmen.php

EU drängt Social Networks zu mehr Jugendschutz

Die EU-Kommission ist unzufrieden mit dem Jugendschutz bei Social Networks. Nur 40 Prozent der Anbieter von Online-Communities setzten bei Nutzern unter 18 Jahren die Voreinstellungen so, dass die Profile standardmäßig nur von Freunden eingesehen werden können. 19 von 23 Social Networks, die die von der EU vorgelegten "Safer Social Networking Principles" unterschrieben haben, bieten Sicherheitstipps und Informationen speziell für Kinder und/oder Teenager an. Auf 14 Websites sind diese Informationen sowohl leicht auffindbar als auch leicht verständlich: Vorbildlich sind danach YouTube, Habbo Hotel, Hyves, IRC Galleria, MySpace, nasza-klasa, Netlog, One, Rate, SchülerVZ, Skyrock, Yahoo Answers, Flickr und Zap.

Konvergenz ist Hoffnungsträger für die Telekombranche

"Die rosigen Zeiten für die Telekombranche sind jetzt vorbei - es wird härter. Unternehmen müssen reagieren, wollen sie nicht ab 2012 in der Verlustzone sein", so eine aktuelle Studie zum europäischen Telekommunikationsmarkt von A.T. Kearney. Durch veränderte Rahmenbedingungen brechen bestehende Strukturen auf und zwingen die Telekomanbieter zu Veränderungen ihrer Geschäftsmodelle. Einen starken Hebel orten die Studienautoren im Bereich Konvergenz. Im Kern geht es dabei um die Zusammenführung von Mobilfunk- und Festnetzgeschäft, angefangen bei Vertrieb und Kundenservice über Marketing bis hin zu Netzbetrieb. Erfolgreiche Konvergenzprodukte bündeln bestehende Telekom-Services mit neuen Diensten wie beispielsweise TV.

Deutsche freuen sich auf HDTV

65 Prozent der deutschen Fernsehzuschauer zeigen ein starkes Interesse an HDTV-Angeboten. Dies belegt eine Umfrage der Beratungsgesellschaft Goetzpartners. 64 Prozent der Befragten würden sogar wegen der Verfügbarkeit von HDTV-Angeboten von einem traditionellen TV-Infrastrukturanbieter zu einem IPTV-Anbieter wechseln.

Immer mehr Spam aus Social Networks

57 Prozent aller Social Network Mitglieder waren bereits Opfer von Spam, 36 Prozent erhielten Schadcode über Social Networks. Das ist ein Anstieg um knapp 70 Prozent, meldet Antiviren-Softwarehersteller Sophos in seinem Security-Report 2010.
http://www.sophos.com/security-report-2010

Studie: Internet-Wirtschaft ist 45 Milliarden Euro schwer

Auf 45 Milliarden schätzen Unternehmensberatung Arthur D. Little und Providerverband Eco die deutsche Internet-Wirtschaft. Die Studie krankt zwar daran, dass vor allem das Interaktiv-Dienstleistersegment nur unzureichend erfasst wird, weswegen die von der Studie geschätzten zwischen 200.000 und 250.000 Mitarbeitern deutlich zu niedrig gegriffen ist. 6.000 Unternehmen identifizieren die beiden in ihrer Studie als der Internetwirtschaft im engeren Sinne zugeordnet, wobei E-Commerce und Internet-Content-Anbieter ausgenommen sind. Andere Studien, wie die des Trenddienstes iBusiness.de, kommen in ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass es rund 4.000 deutschsprachige Internet-Dienstleister und Agenturen gibt und dass alleine im Dienstleistungs-Segment eine Viertel Million Menschen mit der Beauftragung und der Produktion von Internet-Anwendungen beschäftigt sind. Die Gesamtzahl dürfte also eher bei 400.000 Mitarbeitern und 8.000 Unternehmen liegen.

Buzz: Google startet Frontalangriff auf Facebook und Twitter

Unter dem Namen Google Buzz hat der Suchmaschinenanbieter ein eigenes Social-Media-Angebot gestartet. Buzz basiert auf Googlemail und integriert unter anderem Funktionen zum Microblogging, Foto- und Video-Sharing, Geolocation und Echtzeitupdates.

Und da war noch:
Seltsame CSU: Bayerns Justizministerin: "Daten kann man nicht stehlen"

In der Diskussion um den Ankauf der Steuersünder-CD hat Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) die überraschende Ansicht geäußert, dass man Daten überhaupt nicht stehlen könne. In einem Beitrag im Münchner Merkur äußert sie sich zum Vorwurf, der Staat würde sich der Anstiftung zur Hehlerei schuldig machen, wenn er für illegal erworbene Daten bezahlen würde. "Da Daten anders als Autos oder Handys keine Sachen sind, kann man sie nicht stehlen. Und wo es keine gestohlene Ware gibt, da gibt es auch keine Hehlerei." Vielleicht schaut sie mal in die einschlägigen Gesetze?



 

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Peter B., München
„Ich arbeite in einem Umfeld, in dem wir immer wieder mit neuen Restrukturierungs-ideen konfrontiert werden. Nur gemeinsam können wir Wege entwickeln, mit derartigen Situationen umzugehen oder zu versuchen, die Entwicklungen der eigenen Branche mitzugestalten. ver.di bietet hierzu die Plattform.“