Newsletter vom 16.12.2009

IT-Nachwuchs hat gute Zukunft

Die Berufsaussichten in der IT-Branche scheinen hervorragend: Knapp 80 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Deutschland gehen von einem Wachstum ihres Marktsegments und damit von einem erhöhten Fachkräftebedarf bis 2015 aus. Mehr als ein Drittel aller KMU schätzt das Wachstum auf mehr als 2,5 Prozent jährlich. Das ergibt eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) in Auftrag gegebene Studie zum künftigen Fachkräftebedarf im IKT-Mittelstand in Deutschland.
Die Studie zeigt deutlich, dass trotz angespannter Lage am Arbeitsmarkt zwei Drittel aller KMU davon ausgehen, dass ihr Fachkräftebedarf auch in den nächsten beiden Jahren wächst. 13 Prozent der KMU rechnen sogar mit einer Steigerung um mehr als ein Fünftel.

Welche IT-Projekte wieder anziehen

Der IT-Markt stabilisiert sich zunehmend, hat aber noch nicht das Niveau vor der Wirtschaftskrise erreicht hat, so der Marktmonitor von Projektwerk. Die Zahlen von Oracle- und C#-Projekten setzen derzeit ihren Aufwärtstrend weiter fort, während SAP-Projekte nach wie vor deutlichen Schwingungen unterliegt. Experten gehen davon aus, dass für Freiberufler eine moderate Erhöhung der Preise jetzt möglich und nicht kontraproduktiv ist. Nach wie vor könne man jedoch noch nicht von einer anhaltenden Erholung der wirtschaftlichen Lage ausgehen. Der erwartete Abbau des Investitionsstaus ist allerdings nicht zu beobachten.
Auch Konkurrent Gulp sieht auf dem Projektmarkt "erste Anzeichen einer Erholung". Mitte Oktober hatten die Wochenwerte des GULP IT-Projektmarktindex zum ersten Mal das Niveau von 2008 erreicht, Ende November hat er sie erstmals sogar überschritten.

Bundeskabinett will Google Konkurrenz machen

Das Bundeskabinett will bis 2011 eine Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) einrichten, die in Konkurrenz zu Google Books treten soll. Die Deutsche Digitale Bibliothek soll Kultur- und Wissenschaftsdatenbanken vernetzen und einen zentralen Zugangspunkt schaffen. Das neue Angebot soll mit der europäischen Netzbibliothek Europeana verknüpft werden. Allerdings hat Google einen deutlichen Vorsprung, hat sich mit vielen europäischen Verlagen bereits geeinigt - und bis zum Jahr 2011 noch viel Zeit.

Mobile Internetnutzung: Explosionsartiges Wachstum auf eine Milliarde Nutzer

Rund 450 Millionen Nutzer surfen derzeit mit mobilen Endgeräten wie Smartphone & Co. Ende 2013 soll sich diese Anzahl verdoppelt haben und damit die Marke von einer Milliarde überschritten werden, so die aktuelle Prognose von IDC.

Social Networks bei Teenagern weniger verbreitet als angenommen

Nur 41 Prozent der europäischen 12- bis 17jährigen ist mindestens einmal in der Woche in einem Social Network aktiv. Statt Internet-Nutzung dominiere das Fernsehen, sagt eine Morgan-Stanley-Studie.

Nur jedes zehnte B2B-Unternehmen hat eine nachhaltige Social Media Strategie

Die meisten Industrieunternehmen sind noch nicht für das Zeitalter der Digital Natives gerüstet, wie eine aktuelle Benchmarking-Analyse der Strategieberatung Keylens zeigt. In einigen B2B-Branchen verfolgen nicht einmal zehn Prozent der Unternehmen eine ganzheitliche Online-Marketingstrategie, die das Potenzial von Social Media nutzt. Die Untersuchung ergab, dass in den mehr als 70 untersuchten Industrieunternehmen insgesamt wenig aktuelles Wissen über Social Media vorhanden ist und Online-Tools nur sehr eingeschränkt eingesetzt werden. So nutzen beispielsweise weniger als drei Prozent der Unternehmen aus den Bereichen Bau und Architektur Blogs. Nicht einmal jedes fünfte Unternehmen setzt Podcasts oder Videostreams in der Kundenkommunikation ein.

Chancen durch IT und Medien - Studie zeigt Potenziale für deutsche Wirtschaft

Die auf dem IT-Gipfel der Bundesregierung vorgestellte IT-Studie "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien" hatte rund 550 IKT-Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu wesentlichen Entwicklungen ihrer Branchen in den kommenden zwanzig Jahren befragt. Die fünf Kernbotschaften der Delphi-Studie lauten:
  1. Die zunehmende Digitalisierung und die Durchdringung aller Lebensbereiche mit Informations- und Kommunikationstechnologien verändern unsere Informationsgesellschaft umfassend und nachhaltig.
  2. Akzeptanz und Vertrauen der Menschen im Umgang mit IKT sind die Grundlage der Entwicklung einer modernen und offenen Informationsgesellschaft.
  3. Leistungsfähige Kommunikationsnetze sind Voraussetzung für eine wettbewerbsfähige Informationsgesellschaft.
  4. Die mobile Nutzung des Internets verändert die Informationsgesellschaft und schafft neue, eigenständige Anwendungsfelder.
  5. Die dynamische Entwicklung der IKT-Basistechnologien hat umfassende Auswirkungen auf viele Schlüsselindustrien der deutschen Wirtschaft und auf die Mediennutzung.
Als zentrale Handlungsfelder wurden von den Herausgebern benannt:
  • Datenschutz als Chance: Kernkompetenzen in Datenschutz und Datensicherheit sind ein Wettbewerbsvorteil für die deutsche Wirtschaft und ein erfolgversprechendes Exportmodell "Made in Germany".
  • Medienkompetenz fördern: Bildungseinrichtungen und Unternehmen müssen gemeinsam auf die sich verändernden Anforderungen der Neuen Medien reagieren.
  • Deutschland als Land der Ideen stärker fordern und fördern: Die erfolgreiche Ideen-Umsetzung soll durch weitere Finanzierungsmöglichkeiten unterstützt werden.
  • Ausbau der Netze: Kommunikationsnetze für den Wirtschaftsstandort Deutschland gilt es kontinuierlich auszubauen.
  • Überwindung der Digitalen Spaltung: Die Kluft zwischen Gesellschaftsgruppen, die am digitalen Leben teilhaben und denen, die hiervon nicht profitiere muss überwunden werden.

ITK-Standort Deutschland ist Durchschnitt

Der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)-Standort Deutschland liegt trotz schwieriger Wirtschaftslage im Vergleich der Top 15 IKT-Nationen aktuell im Mittelfeld. Das ist das zentrale Ergebnis des ersten "Monitoring-Report Deutschland Digital", der anlässlich des 4. Nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung in Stuttgart vorgestellt wurde. Der Monitoring-Report attestiert dem deutschen IKT-Standort im Vergleich zu den weltweit führenden IKT-Regionen eine gute, aber nur durchschnittliche Leistungsfähigkeit im Vergleich mit den Besten.
40 Milliarden Euro will die Bundesregierung in den Ausbau des Breitband-Internets in Deutschland investieren, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem 4. IT-Gipfel in Stuttgart. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle erhofft sich dadurch bis zum Jahr 2020 europaweit rund eine Million Arbeitsplätze

Und dann war da noch: Weihnachten in drei IT-konformen Plätzchen:

1. Die beliebtesten HighTech-Weihnachtsgeschenke 2009
29 Millionen Bundesbürger werden dieses Jahr Elektronik-Produkte zu Weihnachten anschaffen oder verschenken. Das sind 40 Prozent der Deutschen über 14 Jahren. Bei den Unter-30-Jährigen wollen sogar 70 Prozent sich selbst oder anderen Hightech-Geschenke machen. Games, Handys, Computer, Flachbildfernseher und Digicams zählen dabei im Weihnachtsgeschäft 2009 zu den beliebtesten Geschenken, so eine Studie von Bitkom und Forsa.
2. Familien ohne Spielekonsole bald in der Minderheit
Ende 2009 wird nach einer Prognose des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) jeder zweite Familienhaushalt in Deutschland über eine Spielekonsole verfügen. Schon jetzt haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 44 Prozent aller Familienhaushalte eine Spielekonsole. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware erwartet hier einen deutlichen Schub zu Weihnachten.
3. Jeder Fünfte will Weihnachten abschaffen
Jeder vierte Bundesbürger gab in einer GfK-Studie an, die Feiertage setzten ihn massiv unter Druck, da man sich um so vieles kümmern müsse. Ebenso viele empfinden das Fest selbst als äußerst stressig, da Weihnachten ja immer alles perfekt sein müsse. Ein Fünftel der Befragten kann Weihnachten auch nicht so feiern, wie sie es selbst gerne möchten. Daher würden einige Weihnachten am liebsten gleich ganz abschaffen. Immerhin: 81,4 Prozent der Deutschen wollen Weihnachten behalten.

Frohes Fest und guten Rutsch!

Dies ist der letzte Newsletter für das Jahr 2009. Wir danken für das Interessen und hoffen im vergangenen Jahr mit interessanten Berichten ihren Blick auf die IT bereichert zu haben. Hinter den Kulissen wird bereits an einigen Neuerungen bei ICH BIN MEHR WERT gearbeitet und darum freuen wir uns, Sie im Jahr 2010 wieder mit vielen News begrüßen zu dürfen.
Noch ein paar Tage ist unser ICH-BIN-MEHR-WERT-Adventskalender geöffnet. Lassen Sie sich in eine etwas mehr als binäre Weihnachtswelt entführen und spielen Sie mit. Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern verlosen wir einen schicken i-Pod: www.ich-bin-mehr-wert.de

Frohe Weihnachten und Alles Gute für 2010,
Bert Stach



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Mirja D., Wiesbaden
„Durch eine gute Ausbildung bin ich für meinen Job qualifiziert worden. So war es schon vor Beginn meiner Berufslaufbahn wichtig, dass es einen vernünftiges Berufsbild und überhaupt Lehrstellen gibt. Darum bin ich Mitglied in einer starken Organisation beworden, die sich genau dafür einsetzt: ver.di."