Social Networks als Karrierekiller
Arbeitgeber suchen im Internet auch persönliche Informationen wie Hobbys, Interessen, Meinungsäußerungen oder auch private Vorlieben von Bewerbern. Bei der Hälfte der Bewerber spielen die oft arglos eingestellten Angaben eine Rolle, wenn es darum geht, ob sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Bei 20 Prozent fallen sie auch in der Endausscheidung noch ins Gewicht. 25 Prozent der Unternehmen sagen deutlich: "Es kommt vor, dass ein Bewerber wegen solcher Informationen nicht eingeladen oder abgelehnt wird." Das hat eine Dimap-Studie unter 500 Unternehmen im Auftrag des Verbraucherministeriums ergeben. Sehr private Inhalte wie Partybilder werden von 46 Prozent der Unternehmen negativ gewertet. Über ein Viertel der befragten Unternehmen (28 Prozent) erklärten, sie würden bei der Auswahl von Bewerbern gezielt Informationen aus dem Internet benutzen. Dabei recherchieren Großunternehmen eher im Internet als kleinere Unternehmen. Interessant für die Arbeitgeber sind die Angaben sowohl bei einfachen und mittleren Angestellten (62 Prozent), beim mittleren Management (61 Prozent) als auch beim höheren Management (56 Prozent).
Deutsche Bosse nutzen Web 2.0 kaum
Jede fünfte Führungskraft in deutschen Unternehmen weiß noch immer nicht, was sich hinter dem Begriff Web 2.0 verbirgt. Das ergab eine aktuelle Analyse der Cologne Business School. Fast 70 Prozent der deutschen Führungskräfte geben zu, dass sie zu wenig über den Einsatz, die Nutzung und Optionen des Web 2.0 und Social Media wissen. Communities, Social Networks und Blogs werden am häufigsten mit dem Thema Web 2.0 verbunden. Dabei wird die Business-Community Xing mit 34 Prozent am meisten von den Führungskräften genutzt, unter anderem für Business Networking, Personensuche oder Bewerberanalyse. Allerdings sind Blogs für Unternehmen bislang kein Thema: Zwölf Prozent der Befragten wissen gar nicht, was ein Blog ist.
Telekommunikation legt weltweit leicht zu
Der weltweite Markt für Telekommunikation wird im laufenden Jahr trotz der Wirtschaftskrise wachsen, so eine Bitkom-Analyse von Zahlen des European Information Technology Observatory (EITO). Danach wird der Umsatz mit Telefon- und Internetdiensten sowie Kommunikationstechnik im Jahr 2009 um 1 Prozent auf 1,32 Billionen Euro steigen. Im kommenden Jahr legt der Markt laut EITO-Prognose um 3,5 Prozent auf 1,36 Billionen Euro zu. Die Telekommunikation reagiere nur geringfügig auf die Wirtschaftskrise. Die Zahl der Mobilfunk- und Internetnutzer in aller Welt steige nach wie vor kräftig an. Laut EITO wird die Zahl der Handy-Nutzer in diesem Jahr erstmals die Marke von vier Milliarden überschreiten. Damit nutzen rechnerisch zwei Drittel der Weltbevölkerung ein Handy. Das stärkste Wachstum kommt derzeit aus den Schwellenländern in Asien, Südamerika und Osteuropa.
Gewerkschaft: 10.000 Entlassungen bei IBM Nordamerika seit Jahresbeginn
Der IT-Konzern IBM hat in Nordamerika bisher über 10.000 Mitarbeiter entlassen. Dies schließt die Gewerkschaft Alliance@IBM 2009 aus verschiedenen im Laufe des Jahres gesammelten Berichten. Etwa 1400 Stellen sind demnach in der Software-Sparte weggefallen, 1.200 bei der Systems and Technology Group, 1.450 im Bereich Vertrieb, 2.100 in der Application Services Group, 1.000 im Consulting und 300 im Finanzbereich.
Online-Verbraucherschutz: Quelle muss trotz falscher Preisangabe liefern
Der insolvente Versandhausriese Quelle muss zwei Flachbildschirme für 199 Euro ausliefern, obwohl der eigentliche Preis 1999 Euro beträgt. Das hat das Amtsgericht Fürth nun in zwei Fällen entschieden (Az.: 310 C 2349/08 und 360 C 2779/08). In beiden Fällen ging es um Flachbildschirme, die irrtümlich zu einem falschen Preis ins Internet eingestellt worden waren. Die Kunden wurden von Quelle jedoch nicht oder erst sehr spät auf den Irrtum hingewiesen.
Linux-Markt wächst weiter
Marktforscher IDC prognostiziert in seiner Studie 'World Wide Linux Operating Environment 2009-2013 Forecast' ein weiteres Wachstum im Linux-Markt. 2013 soll der Umsatz mit Linux bereits bei 1,2 Milliarden US-Dollar liegen.
Immer mehr telefonieren übers Internet
Das Telefonieren per Internet wird immer beliebter. Im Jahr 2009 wird die Zahl der regelmäßigen Nutzer in Deutschland um ein Fünftel auf rund 6,8 Millionen steigen, so eine EITO-Studie. Im Jahr 2010 soll die Nutzerzahl laut EITO auf 8,2 Millionen steigen (plus 21 Prozent).
Jeder Dritte frustriert über Service beim Online-Shoppen
Die Studie des ECommerce-Anbieters ATG , in der mehr als 6.500 online-Kunden in ganz Europa nach ihren Kauferfahrungen und -gewohnheiten im Internet befragt wurden, zeigt, dass ein Viertel der Befragten sogar ihre Einkaufserfahrungen im Internet als unbefriedigend beschreibt. Dabei sind die Deutschen im europaweiten Vergleich deutlich zufriedener. Was mit 64 Prozent den größten Ärger unter den europäischen Befragten hervorruft, ist der fehlende Kundenservice. Für mehr als jeden Dritten sind Probleme beim Check-out ein Ärgernis.
SAP zu 138 Millionen Dollar Strafe verurteilt
Ein texanisches Gericht hat SAP wegen Patentrechtsverletzungen zu einer Strafe von 138,6 Millionen US-Dollar verurteilt. Die Anwälte des klagenden Java-Unternehmens Versata hatten nur 100 Millionen gefordert. SAP-Anwälte hatten die Versata-Patente als ungültig bezeichnet und die Forderungen abgewiesen.
Studie: Virtuelle Realitäten haben keine Zukunft
Virtuelle Realitäten haben in den Augen von Web-Professionals keine große Zukunft vor sich: 32 Prozent sind laut der Studie 'Zwei.Null Trends`, einer Kooperationsstudie von Deutsche-Startups.de und dem Internet-Marktforscher Innofact, der Meinung, dass solche Online-Welten in den kommenden Jahren an Bedeutung verlieren werden. 22 Prozent geben zudem Bookmarkingdiensten keine große Zukunft. Jedoch rechnen 64 Prozent der befragten Web-Professionals damit, dass Business-Netzwerke weiter an Bedeutung gewinnen werden. Chaträume und Newsletter sind auf dem absteigenden Ast, meinen die Web-Professionals. Eine große Zukunft bescheinigen die Umfrageteilnehmer dagegen Video-Konferenzen (66 Prozent), persönlichen Nachrichtenportalen (67 Prozent) und Online-Videos (70 Prozent).
Immer erreichbar für die Firma
Mit der steigenden Verbreitung digitaler Kommunikationsmittel wird Privates und Berufliches kaum noch getrennt. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Bitkom ergeben. Demnach sind fast drei Viertel (73 Prozent) aller berufstätigen Internetnutzer auch außerhalb ihrer regulären Arbeitszeiten für Kunden, Kollegen oder Vorgesetzte per Internet oder Handy erreichbar. Ein Drittel der Befragten gibt an, unter der Woche am Abend erreichbar zu sein und vier Prozent am Wochenende. Weitere 36 Prozent sind nach Büroschluss sogar jederzeit für berufliche Zwecke erreichbar. Unterschiede bei der Erreichbarkeit zeigen sich je nach Geschlecht und Alter. Während 77 Prozent der Männer außerhalb der normalen Arbeitszeiten per Handy oder E-Mail erreichbar sind, sind es bei den Frauen nur 68 Prozent. Beschäftigte fortgeschrittener Altersgruppen sind deutlich häufiger am Abend oder am Wochenende für die Firma erreichbar als Jüngere.
Devil will COS-Mitarbeiter übernehmen
Der Braunschweiger IT-Großhändler Devil kauft die insolvente Firma COS und will 100 der ursprünglich knapp 200 Mitarbeiter übernehmen. Am Onlinehändler Avitos habe man aber kein Interesse, weil dieser Endkunden angehe. COS soll als eigenständiges Unternehmen weiterbetrieben werden.
Und da war noch: Auslieferung von Ex-Siemens-Manager zulässig
Das Oberlandesgericht München hält die Auslieferung des inhaftierten früheren Siemens-Managers Michael Christoforakos nach Griechenland weiter für zulässig. Es lehnte einen entsprechenden Antrag der Verteidigung nun ab. Die griechische Justiz wirft Christoforakos Korruption und Geldwäsche vor. Der frühere Chef der Siemens-Landesgesellschaft in Griechenland soll Mitarbeiter der griechischen Telefongesellschaft O.T.E. bestochen haben.