Welche IT-Fachkräfte jetzt gute Karrierechancen haben
Nach wie vor werden IT-Fachkräfte händeringend gesucht. Aktuelle Untersuchungen identifizieren nun, welche IT-Spezialkenntnisse besonders gefragt sind. "Je spezieller, desto besser" - lautet das Job-Anforderungsprofil der IT-Branche, so das zentrale Ergebnis des 'IT-Jobscout 2008' von PPI. In sechs von zehn Stellenanzeigen für IT-Nachwuchskräfte werden ausdrücklich spezielle Methodenkenntnisse verlangt. Der Untersuchung zufolge fordern die meisten IT-Firmen von ihren Fachkräften den versierten Umgang mit Datenbanken. Besonders stark gefragt sind IT-ler deren Job-Profil auf Business Intelligence, Enterprise Resource Planning oder Serviceorientierte Architektur ausgerichtet ist. Aber auch Spezialisten, die die neueren Standards wie Unified Modeling Language beherrschen, haben gute Chancen, ebenso wie Experten beim Data Warehousing.
Dem aktuell veröffentlichten Marktmonitor von Projektwerk zufolge ist derzeit erstmals die Nachfrage nach Spezialisten mit J2EE/Java-Kenntnissen höher als für Experten mit SAP-Kenntnissen. Deutlich nachgelassen habe der Bedarf an C#/.net- Programmierern.
IT-Berufe unsexy
IT-Berufe stehen bei Jüngeren längst nicht so hoch im Kurs, wie dies IT-Firmen gerne glauben. So berichtet SpiegelOnline über eine Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid und dem IT-Dienstleister Computacenter, dass kaum einer der deutschen Berufsanfänger in der Branche arbeiten will. Die repräsentative Umfrage unter 752 deutschsprachigen 14- bis 29-Jährigen hat ergeben, dass der IT-Sektor zwar bei rund zwei Dritteln der Jugendlichen als Arbeitsumfeld gilt, in dem man schnell Karriere machen kann. Doch weniger als ein Drittel kann sich vorstellen, in diesem Bereich zu arbeiten. Und selbst von diesen hält nur ein Fünftel die Branche für ein attraktives Berufsfeld. Dabei ist die Affinität der Jugendlichen zur Informationstechnologie überdurchschnittlich hoch, mehr als neun von zehn Jugendlichen in Deutschland nutzen regelmäßig einen Computer.
Ursache für die mangelnde Attraktivität von IT-Berufen für Jugendliche ist laut Oliver Tuszik, dem Deutschland-Chef von Computacenter ein Informationsmangel darüber, welche Jobs es im IT-Sektor gebe und welches Berufsbild sich hinter den oft kryptischen Bezeichnungen verberge. Informatikern hafte immer noch das Image an, sich vorrangig von Pizza zu ernähren, selten zu waschen und langweilige Eigenbrödler zu sein. Nach Ansicht der Berufseinsteiger ist das Ansehen der IT-Spezialisten in der Gesellschaft von allen abgefragten Berufen am niedrigsten. Dazu kommen unklare Vorstellungen über die Voraussetzungen für diesen Berufszweig. Um für die Jugendlichen wieder attraktiv zu werden und damit dem massiven Fachkräftemangel begegnen zu können, sollte die IT-Branche wohl dringend an ihrem Image feilen.
Michael Jäkel, Leiter der Fachgruppe IT bei ver.di liefert eine weitere Interpretation: "Bereits seit Jahren sind die Karrierechancen in der IT-Branche keinesfalls mehr so vielversprechend. Die Gehaltsentwicklung ist in den vergangenen Jahren eher hinter der allgemeinen Entwicklung zurückgeblieben und die Arbeitsbedingungen sind mitunter sehr hart. Viele der ITler, die vor zehn Jahren in die Branche gedrängt sind spüren jetzt zum Beispiel die Probleme bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf."
EDS bald tarifiert?
Der Verkauf von EDS, einem Dienstleister für Outsourcing von Informationstechnologie mit rund 3.500 Beschäftigten in Deutschland, an HP ist inzwischen im Wesentlichen über die Bühne.
Jetzt haben sich ver.di, IG Metall und die EDS-Betriebsräte zusammengeschlossen, um mit den Beschäftigten einen Haustarifvertrag durchzusetzen. Beide Gewerkschaften setzen sich gemeinsam mit den Betroffenen für die Sicherung der durch den Verkauf zur Disposition stehenden Arbeitsbedingungen ein.
Microsoft stellt ein
Auf einer Partnerkonferenz in München hat Microsofts Deutschland-Chef Achim Berg das EnerGY-Programm vorgestellt. Mit ihm soll die Marktposition von Microsoft sowie der Standort Deutschland ausgebaut werden. Insgesamt ist dafür ein dreistelliger Millionenbetrag zusätzlich zu den üblichen Investitionen vorgesehen. Im seit Juli laufenden Geschäftsjahr investiert Microsoft davon 35 Millionen Euro und will 100 neue Mitarbeiter einstellen.
Post baut ab
Die Deutsche Post will in der IT jeden siebten Arbeitsplatz streichen. Neun der derzeit elf Standorte der Datenverarbeitung werden geschlossen. 150 Stellen in der Verwaltung fallen damit weg. Weitere 450 Beschäftigte an den IT-Standorten Berlin, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Fulda, Hannover, München, Stralsund und Trier müssen nach Bonn oder Darmstadt umziehen. Bei der Post-Tochter "IT Services" sind Kündigungen möglich. Ein Konzernsprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht der Zeitung Die Welt.
Pixelpark entlässt
Die Berliner Internet-Agentur Pixelpark hat ihrem Chef Michael Riese den Stuhl vor die Tür gesetzt. Jetzt setzt Pixelpark auf zwei reine Agentur-Manager als Vorstände und läutet die Rückkehr zur alten Strategie - weg von der IT, hin zur Multimedia-Kreation - ein. Kurzfristig wolle man durch Restrukturierung und Neufokussierung das Unternehmen schlanker machen. Dadurch soll vor allem innerhalb kurzer Zeit wieder ein positiver Cashflow erreicht werden. Im Klartext heißt das: sparen, sparen, sparen. Als erste Idee zum Sparen hat der neue Vorstand sich die Mitarbeiter ausgedacht: Bei der AG-Holding sollen Mitarbeiter entlassen werden, Gerüchte wollen von 50 Mitarbeiter wissen.
Games-Markt wächst in Deutschland deutlich
Das Geschäft mit interaktiver Unterhaltungssoftware wuchs im ersten Halbjahr um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurde mit Computer- und Videospielen ein Umsatz von 645 Millionen Euro erwirtschaftet. Besonders wachstumsstark, so der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), hätten sich die Konsolen- und Handheldspiele entwickelt. Deren Umsatz wuchs um 53 Prozent, Handheldspiele hatten ein Plus von 27 Prozent. Eindeutiger Verlierer ist der PC-Spiele-Markt. Hier stellt der Verband einen Umsatzrückgang von 21 Prozent auf nunmehr 185 Millionen Euro fest.
IT-Tage Bayern
Am 25.Oktober.2008 findet in Ingolstadt der 2. Bayerische IT-Tag statt unter dem Motto "Moderne Arbeitswelt in der IT-Branche - Belastung oder Chance" statt. Beleuchtet werden verschiedene Facetten der IT-Arbeitswelt. Ein Schwerpunkte sind Arbeitsintensität und Stressprävention sowie die demografische Entwicklung.
Anmeldungen unter: http://www.verdi-bayern-fb09.de
Deutschland hat Europas größte Internet-Population
Deutschland ist das Land mit den meisten Internetnutzern in Europa (35 Mio.) und liegt damit nach einem aktuelle Ranking von Marktforscher Comscore sogar noch vor Großbritannien (34,87 Mio.) und Frankreich (31,46 Mio.). Auf den weiteren Plätzen folgen Italien, Russland und Spanien.
Internet macht Kinder klüger
Kinder und Jugendliche von fünf bis 15 Jahren werden durch das Lernen mit dem Computer und dem Internet klüger. Der Zugang zu PC und Internet wirkt sich positiv auf ihre schulischen Leistungen aus. Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung "Bildung via Internet: Wie vernetzt sind Deutschlands Kinder?" der Initiative D21 und Fujitsu Siemens Computers. Lernten Kinder offline mit Hilfe von Software, schnitten 12 Prozent in Mathematik, 16 Prozent in Deutsch und 7 Prozent in Fremdsprachen bei intensiver Nutzung des PCs besser ab. Lernten die Kinder online, förderte das ihre Leistungen noch mehr: Am schlechtesten schnitten Kinder bei den Tests ab, die nicht über einen Computer verfügten.
http://www.initiatived21.de/fileadmin/files/08_NOA/FSC_Sonderstudie_72dpi.pdf
Telekom-Chef Obermann wegen Sanierung in der Kritik
Telekom-Chef René Obermann ist wegen seiner Sanierungspolitik ins Kritik-Kreuzfeuer von Bundesregierung und Aufsichtsrat geraten. Vorwurf: Er habe kein Gefühl für die politische Dimension des Unternehmens. Der Vizechef des Aufsichtsrats, ver.di-Bundesvorstand Lothar Schröder kritisierte, dass Obermann seine Mitarbeiter zu Gegnern mache. Bei der Schließung von Callcentern gebe es "keine Partei in Deutschland, die sich nicht gegen die Telekom" stelle. Unterstützung im Kampf gegen die Schließungen haben so unterschiedliche Politiker wie CSU-Chef Huber und Berlins Wirtschaftssenator Wolf von der Linken bekundet. Auch in der Bundesregierung regt sich nach einem Focus-Bericht Widerstand gegen den harten Sanierungskurs. SPD-Fraktionschef Peter Struck will sich bei Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger über den Kurs beschweren.
Jetzt droht neues Ungemach: Die Telekom-Pläne, 6.000 Servicetechniker in die vor einem Jahr gegründeten Servicegesellschaften zu verlagern, stoßen auf massiven Widerstand. Dem Telekommunikationskonzern droht deshalb ein neuer Arbeitskampf, da die Techniker in den Servicegesellschaften länger arbeiten und dabei auch noch weniger verdienen sollen. "Wir werden in den kommenden Tagen eine Tarifforderung stellen", erklärte Lothar Schröder dem Handelsblatt. Dadurch soll eine Absenkung der Gehälter für die Servicetechniker vermieden werden. Damit würde allerdings der Spareffekt, den sich die Deutsche Telekom von der Verlagerung verspricht, ausbleiben.
Big Brother 1: Was verrät das iPhone über seine Besitzer?
So ziemlich alles, was mit einem IPhone angestellt wird - es kann protokolliert werden. Das behauptet jedenfalls der Kolumnist Brian Chen unter Bezugnahme auf den IT-Sicherheitsfachmann Jonathan Zdziarski. Der hatte das Apple-Telefon näher untersucht und festgestellt, dass das Gerät Schnappschüsse von allem macht, was die Nutzer damit tun. Wenn der Home-Button, der einzige Bedienknopf des Telefons, gedrückt wird, wird die aktuelle Anwendung geschlossen und schrumpft in die Bildmitte zusammen. Um diesen Effekt berechnen zu können, muss das Telefon laut Zdziarski vorher ein Abbild der aktuellen Bildschirmansicht speichern - es macht eine Screenshot von allem, was man gerade getan hat. Eigentlich sollten diese Bilder gleich wieder gelöscht werden, es sei aber unklar wie gründlich. Selbst löschen können Nutzer die Daten kaum und das iPhone tut das Zdziarski zufolge vermutlich auch nicht. Diese Datenlücke sei sogar schon von Ermittlern genutzt worden, die iPhone-Screenshots in Kombination mit Daten aus dem Tastenspeicher, der Browser-Cache und Zugriffen auf Google Maps zur Suche nach Verdächtigen eingesetzt hätten.
http://blog.wired.com/gadgets/2008/09/hacker-says-sec.html
Big Brother 2: Berlin will Videoüberwachung mit biometrischer Gesichtserkennung testen
Die Berliner Verkehrsbetriebe haben sich wohl mit der Jahreszahl vertan und planen für das Jahr 1984. In Big Brother-Manier wollen sie den U-Bahnhof Kottbusser Tor zu einem Musterbahnhof für intelligente Videoüberwachung ausbauen, wie heise online berichtet. Bewegliche Kameras sollen hier Verfahren zur biometrischen Gesichtserkennung und zum Erfassen von Bewegungsabläufen testen. Die BVG will dabei nach eigenen Angaben nicht nur für die Sicherheit der Mitarbeiter und Fahrgäste sorgen, sondern auch die Strafverfolgung der Polizei unterstützen. Kritisch steht dem Projekt der Landesdatenschutzbeauftragte Alexander Dix gegenüber, der bisher von der BVG nicht einmal offiziell über das Vorhaben informiert wurde. Nach Aussagen Dixs, dass es zu einem solchen Projekt keine rechtliche Grundlage gäbe, ruderte Innensenator Ehrhart Körting zurück und lies verlauten, die Planung stecke noch in den Kinderschuhen. Derzeit überwacht die BVG bereits 170 U-Bahnhöfe in Berlin mit stationären Kameras. Die Daten werden verschlüsselt und nach 24 Stunden gelöscht.
Manipulation von Wahlmaschinen
Nachdem bei den Vorwahlen in den USA im August zahlreiche Stimmen bei Abstimmungen mit Wahlmaschinen verschwunden waren, hat die Universität von Kalifornien jetzt ein Video zur Manipulation an Sequioa-Wahlmaschinen vorgestellt. In den Video zeigt die Abteilung für Computersicherheit der Universität wie ein System zunächst mit virusartiger Software infiziert wird und sich die Stimmergebnisse dann auf beliebige Weise verändern lassen. Dies funktionierte im Test selbst dann, wenn die Kontrollstreifen aus Papier vorlagen.
http://www.cs.ucsb.edu/~seclab/projects/voting/
Organisiertes Verbrechen wäscht Geld in 3D-Welten
Seit Online-Währungen in 3D-Welten in echtes Geld konvertierbar sind, hat das Organisierte Verbrechen die virtuellen Welten entdeckt, um dort Gelder, die aus Drogenhandel, Prostitution und Schutzgelderpressung stammen, zu waschen. Virenbekämpfer McAfee hat jetzt das Whitepaper 'Securing Virtual Worlds Against Real Attacks' online gestellt. "Das größte Loch ist, wenn virtuelles Geld in echtes Geld transferiert wird", schreibt Autor Dr. Igor Muttik. Diese Transaktionen müssten von den Anbietern auch im echten Leben nachverfolgt werden. Auch sollten Verzögerungen bei den Transaktionen eingebaut werden, um den Ermittlungsbehörden eine Chance zu geben, einzugreifen. Sonst würden "Onlinespiele zum sicheren Hafen für finanzielle Transaktionen" von Verbrechern.
http://www.mcafee.com/us/local_content/white_papers/threat_center/wp_online_gaming.pdf
Online-Verstöße gegen Jugendschutz erreichen Höchststand
Die Kontrollstelle Jugendschutz.net hat im Jahr 2007 eine Zunahme der Verstöße durch Nazi-Videos, Kinderpornografie und sexuelle Übergriffe festgestellt. Die von obersten Landesjugendbehörden eingerichtete staatliche Kontrollstelle zählte 2.883 neue Verstöße (plus 10 Prozent). Dabei handelte es sich vor allem um pornografische Seiten (plus 52 Prozent) und neofaschistische Hetze (plus 14 Prozent). Im Ausland stieß Jugendschutz.net vermehrt auf Kinderpornografie (plus 25 Prozent).
Schadcode stammt zu 75 Prozent von legitimen Websites
Rund drei Viertel des im Internet kursierenden bösartigen Programmcodes stammt von legitimen Websites guten Rufes. Zu diesem Ergebnis kommen die Websense Security Labs in ihrem Bericht über Online-Sicherheitsrisiken im ersten Halbjahr 2008. Kriminelle seien in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres verstärkt dazu übergegangen, bekannte und als vertrauenswürdig geltende Webseiten zu besetzen und als Startrampe für ihre Schadprogramme zu nutzen.
http://securitylabs.websense.com/content/Assets/WSL_Report_1H08_FINAL.pdf
Virtuelle Welten sind Rassismus-verseucht
Forscher der Northwest University of Illinois haben herausgefunden, dass Rassismus auch bei normalen Nutzern von 3D-Onlinewelten gang und gebe ist. Sie baten 416 zufällig ausgewählte Avatarbesitzer um das Posieren für einen Screenshot. Überraschend war, dass die Teilnehmer um so seltener dem Forscher-Avatar diesen Gefallen taten, je dunkler dessen Hautfarbe war.
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