Welche Anforderungen die IT-Branche an Bewerber stellt
Rund 93 Prozent der Ausschreibungen für berufserfahrene IT-Fachleute fordern von den Bewerbern neben hervorragendem Fachwissen auch soziale Kompetenzen - soft skills. An erster Stelle nennen die Unternehmen dabei Teamgeist und Kommunikationsbereitschaft. Jeder zweite Arbeitgeber wünscht sich von den Bewerbern auch Kunden- und Serviceorientierung. Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie "IT-Jobscout 2008".
Eigenbrötler sind chancenlos - vor allem in der Anwendungsentwicklung, der IT-Beratung und im Support. In diesen Sparten legen die Arbeitgeber vor allem auf Teamgeist hohen Wert. Kommunikationsbereitschaft steht im IT-Vertrieb, im Projektmanagement und in der IT-Architektur an erster Stelle. In der Hardwareentwicklung hingegen sind es Eigeninitiative und Kreativität. Analytisches Denken erwarten die Unternehmen von Bewerbern für Manager-Positionen. Diese Fähigkeit wird in 80 Prozent der Stellenanzeigen genannt. Außerdem müssen diese Fachleute über Organisations- und Koordinationsvermögen verfügen.
Der ideale Bewerber in der IT-Branche ist demnach kommunikativ, arbeitet gern im Team, geht Probleme analytisch an und hat die Interessen der Kunden stets im Blick. Auf Kritik- und Konfliktfähigkeit legt die IT-Branche dagegen laut der Untersuchung weniger Wert.
Jeder zweite PC per Internet angreifbar
Das Deutsche Sicherheitsnetz hat gravierende Sicherheitsmängel auf jedem zweiten PC festgestellt. Schwachstellen in Java (17,4 Prozent), Flash (12,1 Prozent) und Quicktime (7,8 Prozent) sowie veraltete Browserkomponenten in Firefox (5,9 Prozent) und Internet Explorer (20,6 Prozent) machten die PCs anfällig für Angriffe via Browser.
Hilfe gibt es hier: http://www.desine.de/browser.html
IT-Branche profitiert von der Rezession
PC-Hersteller Dell rechnet im zweiten Halbjahr trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche branchenweit mit einem höheren Computerabsatz als in der ersten Jahreshälfte. Zur Begründung verwies Firmenchef Michael Dell darauf, dass wegen des wirtschaftlichen Umfelds Effizienz immer wichtiger werde: "Wenn Unternehmen und Volkswirtschaften unter Druck stehen, versuchen die Leute, produktiver zu werden". Nach Berechnungen von IDC wird der PC-Absatz in diesem Jahr um 13 Prozent auf 296 Millionen Stück wachsen.
Bechtle mit Rekordgewinn
Der IT-Dienstleister Bechtle hat im zweiten Quartal 2008 allen Konjunktursorgen getrotzt. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 345 Millionen Euro. Das Nachsteuerergebnis legte um 46 Prozent auf 8,4 Millionen Euro zu. 2008 soll der Umsatz auf mindestens 1,5 Milliarden Euro wachsen, das Vorsteuerergebnis auf rund 60 Millionen Euro.
Freenet-Chef muss wegen Insiderhandels vor Gericht
Freenet-Chef Eckhard Spoerr und Finanzvorstand Axel Krieger müssen sich wegen des Verdachts auf Insiderhandel vor Gericht verantworten. Den Managern droht Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Haft. Ein Termin für die Gerichtsverhandlung steht noch nicht fest.
Datenschutzskandal: 17.000 Kontodatensätze entdeckt
Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein ist eine CD mit 17.000 Datensätzen zugespielt worden, die neben Namen, Adressen, Telefonnummern und Geburtsdaten auch Konteninformationen enthält. Mehrere Verbraucherzentralen melden inzwischen Fälle, dass von den auf der CD gespeicherten Konten Geld für Glückspiele abgebucht oder mit den Daten Telefonwerbung betrieben worden seien. Bundesdatenschutzbeauftragter Peter Schaar forderte von den Banken eine bessere Kontrolle von Abbuchungen. Schaar kritisierte, Banken ließen sich häufig keine Einzugsermächtigungen von Firmen vorlegen oder prüften die Rechtmäßigkeit von Kontoabbuchungen nicht ausreichend. Es gebe eine riesige Grauzone von Abbuchungen, die unrechtmäßig erfolgen.
Mobilfunkprovider sollen Altersfreigabe einführen
Mit den nackten Mädchen als Handy-Hintergrundbild und Sexvideos auf dem Mobiltelefon-Display ist bald Schluss, wenn es nach den Engländern geht. Wie schon bei Kinofilmen und Computerspielen üblich soll auch die Mobilfunkindustrie für die Inhalte eine Klassifizierung in Altersgruppen einführen. Begründung: Die Hälfte aller Neunjährigen und bis zu 95 Prozent aller 15-Jährigen haben heute schon ein eigenes Mobiltelefon. Oft genug auch schon Modelle, die online- oder videotauglich sind. Von Großbritannien ausgehend, wo sich gerade sechs Provider auf schärfere Jugendfilter geeinigt habe, rollt nach britischen Zeitungsberichten eine entsprechende Initiative auf die EU zu, getragen von Kinderschutzorganisationen.
Universität will 12-Dollar-PC für Entwicklungsländer bauen
Studenten des Massachusetts Institute of Technology (MIT) wollen einen auf 8-Bit-Technik basierenden 12-Dollar-Computer für Schwellenländer entwickeln. Das Projekt mit dem Namen Educational Home Computing Initiative (eHCI) hat sich dabei von einem in Indien erhältlichen Spielecomputer auf NES-Technik inspirieren lassen. Im Gegensatz zum spendenfinanzierten Projekt One Laptop per Child (OLPC) soll eHCI erlauben, dass die Bevölkerung sich diesen PC selber kauft.
Null-Euro-PC nicht nur für Hartz-IV-Empfänger
Unter der Überschrift "Null-Euro-PC" hat Blogger Carsten Knobloch eine Liste zusammen gesellt, wie man einen Windows-PC kostenlos mit professioneller Software ausrüstet:
http://stadt-bremerhaven.de/2008/08/07/der-null-euro-pc/
Internet ist drittwichtigstes Medium bei Jobwechsel
Besteht der Wunsch auf einen neuen Job, wenden sich 78 Prozent der deutschen Erwerbstätigen zunächst an Freunde und Bekannte. Fast genauso viele schauen nach Stellenanzeigen in regionalen Tageszeitungen. Danach folgt die Suche im Internet: Zwei Drittel der befragten Beschäftigten durchsucht dann auch das Web nach geeigneten Angeboten. Das ist das Ergebnis einer Befragung von Marktforscher Forsa unter 1.000 Erwerbstätigen zwischen 25 und 45 Jahren. Geld ist der Hauptmotivator für eine neue Stelle: zwei Drittel aller Beteiligten sind bereit, den Job zu wechseln, wenn ihnen dort ein höheres Gehalt geboten wird.
Verbraucher würden mehr Geld für ökologische IT ausgeben
Das steigende Umweltbewusstsein schlägt sich im Verbraucherverhalten der Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche nieder. Jeder Zweite ist bereit, für besonders klimafreundliche Internet- oder Telekommunikationsdienste mehr Geld zu zahlen. Eine höhere Umwelt- und Klimaverträglichkeit, etwa durch den Einsatz von Ökostrom, würde sich die Mehrheit der Deutschen im Schnitt 13 Prozent Aufschlag kosten lassen. Jeder Zehnte wäre gar mit einem Aufschlag von 20 Prozent einverstanden. Das ist das Ergebnis einer eine repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des IT-Branchenverbandes BITKOM..
Laut der Umfrage ist mehr als jeder zweite Verbraucher (54 Prozent) bereit, mehr Geld für besonders umweltverträgliche TK-Dienstleistungen auszugeben. Die Zustimmung war im Westen und bei Frauen etwas höher als im Osten und bei Männern. Das Haushaltsnettoeinkommen spielt bei der Zahlungsbereitschaft nur eine geringe Rolle.