Newsletter vom 04.07.2008

Vier von fünf Unternehmen präsentieren sich im Internet

Für die überwiegende Mehrheit deutscher Unternehmen geht es nicht mehr ohne eigenen Internetauftritt: Vier von fünf Firmen (78 Prozent) betreiben eine eigene Web-Präsenz, so eine Untersuchung des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien. Das entspricht einem Plus von 5 Prozentpunkten gegenüber dem Jahr 2006. Deutschland hat sich in der EU damit von Platz 7 auf Platz 5 nach vorne geschoben und liegt nun schon vor Großbritannien und Frankreich. Lediglich die ohnehin sehr internetaffinen skandinavischen Länder verzeichnen etwas höhere Raten. Im unteren Drittel finden sich vor allem die neuen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie die Länder im Süden des Kontinents.

Deutsche IT-Firmen spüren Auswirkungen der Finanzkrise

Die Finanzkrise erschwert die Finanzierung vieler Hightech-Unternehmen in Deutschland, so eine Umfrage in der ITK-Branche. Danach beobachten 42 Prozent der befragten Unternehmen, dass Finanzinstitute restriktiver Kredite an Firmen vergeben als vor dem Beginn der Krise. 18 Prozent der Firmen geben an, dass sich für sie die Konditionen von Finanzierungen verschlechtert haben. Das betrifft die Höhe der Zinssätze, die verlangten Sicherheiten sowie die Anforderungen an Dokumentation und Offenlegung des Geschäftsverlaufs. Bei 11 Prozent der Unternehmen ist in Folge der Finanzkrise sogar der Umsatz gesunken.

T-Mobile bekommt Ärger wegen Sonderzuschlag für iPhone

T-Mobile bekommt einmal mehr Ärger mit seinen Kunden. Diesmal um die Umtausch-Modailäten mit dem Hightech-Spielzeug "iPhone". Das Kult-Handy ist zwar billiger als das alte - aber nicht für Bestandskunden. Die sollen pro Monat, den der Alt-Vertrag eigentlich noch laufen würde, 15 Euro Ablöse zahlen - ein Zusatzpreis zwischen 240 und 270 Euro. Die Apple-Gemeinde, für gewöhnlich sowohl meinungsstark als auch sehr loyal gegenüber Hersteller Apple macht in Blogs und Leserbriefen ihrem Unmut lauthals Luft. Weil es sich bei den Update-Kunden um die Treuesten der Treuen handelt, ist der Aufstand für T-Mobile besonders ärgerlich. Schließlich hatte die Telekom-Tochter den nicht sonderlich lukrativen Deal mit Apple vor allem deswegen gemacht, um in der Net-Generation an Ansehen zu gewinnen. Und Abzocke schadet dabei wohl eher.

Tchibo von Bloggerin ausgetrickst

Die Hamburger Bloggerin Kirsten Brodde, die sich in ihrem Blog mit "Grüner Mode" beschäftigt, hat den Kafferöster und Einzelhändler Tchibo vorgeführt. Sie bestellte im Tchibo Online-Shop T-Shirts mit der Aufschrift "Gefertigt für Hungerlöhne" und bekam diese tatsächlich zugeschickt. Bekleidet mit ebendiesem Shirt demonstrierte sie vor einer Hamburger Tchibo-Filiale gegen die Arbeitbedingungen bei den Zulieferern des Konzerns. Nach 37 Minuten, so berichtet Spiegel Online, wurde sie des Ortes verwiesen. Ziel der Aktion war es, die Sozialstandards in den produzierenden Ländern stärker in den Fokus des öffentlichen Interesses zu rücken.

Nokia darf ein Drittel der Subventionen behalten


Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat sich mit Nokia geeinigt im Streit um Subventionsrückzahlungen für das dicht gemachte Bochumer Handy-Werk. Der finnische Handy-Hersteller soll nach Zeitungsberichten insgesamt etwa zwei Drittel der vom Land geforderten Subventionen zurückzahlen. Ein Drittel darf er behalten. Die CDU-Landesregierung hatte 60 Millionen Euro zurück verlangt, weil die Finnen in Bochum weniger Arbeitsplätze geschaffen haben als vereinbart. Seit 1989 sind insgesamt 88 Millionen Euro Steuergelder an Nokia geflossen. Das NRW-Wirtschaftsministerium und Nokia wollten den Bericht nicht bestätigen. Beide sagten der Deutschen Presseagentur jedoch, es gehe bei der Einigung nicht um die Rückzahlung von Beihilfen, sondern um Investitionen für Bochum.

Infinion will mit neuer Firmenstruktur überleben


Der neue Infinion-Boss Peter Bauer will die Kosten nach einem Milliardenverlust im zweiten Geschäftsquartal um einen dreistelliger Millionenbetrag durch Einsparungen senken. Dazu muss nun eine neue Firmenstruktur her. Aus bisher zwei großen Geschäftsbereichen sollen künftig wieder fünf werden: Automobil, Industrieelektronik, Sicherheitselektronik, Drahtgebunde Kommunikation und Wireless. Von solch kleineren Einheiten erhofft sich Bauer mehr Kundennähe. Einen Arbeitsplatzabbau im großen Stil will er laut eigenen Aussagen vermeiden und an den drei großen europäischen Werken Dresden, Regensburg und dem österreichischen Villach mit zusammen über 6000 Beschäftigten festhalten. Eine Verlagerung ins Ausland koste zuviel. Außerdem würden zu viele Mitarbeiter auf der Strecke bleiben.

Zwei von drei E-Mail-Kunden bekommen täglich Spam

71 Prozent der Deutschen, die eine private E-Mail-Adresse haben, bekommen täglich mindestens eine unerwünschte Nachricht. Jeden vierten E-Mail-Kunden (27 Prozent) erreichen sogar mehr als fünf dieser so genannten Spam-Mails am Tag. Das geht aus einer repräsentativen Bitkom-Umfrage hervor. Von der tatsächlichen Anzahl der versandten Spam-E-Mails bekommt die Mehrheit der Anwender allerdings nur wenig mit. Drei Viertel (75 Prozent) der deutschen Nutzer schützen sich. Die meisten setzen dabei auf die Spam-Filter ihrer EMail-Anbieter (38 Prozent). 25 Prozent haben einen Filter auf dem eigenen Computer - entweder im EMail-Programm integriert oder als separate Software. Weitere bekannte Methoden sind, zweifelhafte Webseiten zu meiden oder spezielle Anti-Spam-Dienstleister zu nutzen. Immerhin: Jeder Vierte beugt Spam überhaupt nicht vor.

Frauen meiden technische Ausbildungen und Studiengänge


Zwar stellten Studienanfängerinnen im Jahr 2007 etwa die Hälfte aller Erstsemester an deutschen Hochschulen. In der technischen Fächergruppe Informatik, Maschinenbau, und Elektrotechnik waren es dagegen nur 16 Prozent. Höhere Frauenanteile erzielen allerdings die Fächer Bauingenieurwesen mit 25 Prozent und die Mathematik mit fast 50 Prozent. Alarmierend ist die sinkende Zahl von Mädchen in den IT-Berufen der dualen Berufsausbildung. Der Frauenanteil unter den Ausbildungsanfängern ist seit dem Jahr 2002 von 14 Prozent auf nur noch 9,1 Prozent im Jahr 2007 gesunken. Der geringe Frauenanteil verschärft derzeit den Fachkräftemangel in den innovativen Branchen Informationswirtschaft oder Maschinenbau. So gibt es derzeit mehr als 40.000 offene Stellen für IT-Experten und mehr als 90.000 für Ingenieure, so Bildungsministerin Annette Schavan anlässlich der Unterzeichnung des "Nationalen Paktes für Frauen in MINT-Berufen" in Berlin. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Neckermann macht nur noch Online - mit weniger Leuten


Bis zum Jahr 2010 sollen 70 Prozent der Umsätze beim Multi-Channel-Händler Neckermann über das Internet kommen. Dafür wird der alte Printkatalog nach und nach eingestellt. Den Anfang macht die Schweiz. Anscheinend ließen sich bei der ehemaligen Acandor-Tochter (vormals KarstadtQuelle) Katalog- und ECommerce-Strategie nicht nachhaltig unter einen Hut bringen. Die Zeche zahlen die Mitarbeiter: Jeder zehnte Mitarbeiter muss gehen. Davon seien in Deutschland 450 und im Ausland 50 Arbeitsplätze betroffen, erklärte das Unternehmen. Der Abbau sei zur Sicherung der verbleibenden 4500 Arbeitsplätze unvermeidbar.

Kaffemaschine gehackt

Nach CIA-Rechnern könnten sich Hacker in Zukunft auch etwas trivialeren Zielen zuwenden: Kaffeemaschinen. Wie die Australische Website ZDNet berichtete ist es dem Computerspezialisten Craig Wright gelungen, seinen über das internet fernsteuerbaren Kaffeevollautomat zu hacken und zum Beispiel die Kaffeestärke zu manipulieren.
Mehr unter http://www.zdnet.com.au/news/security/soa/
Australian-finds-vulnerability-in-his-coffee-maker/
0,130061744,339289914,00.htm


19jähriger Amerikaner bekennt sich einer spektakulären Botnet-Attacke schuldig


Ein 19 jähriger Amerikaner hat sich, wie sein Anwalt in Wyoming erklärte, schuldig bekannt, über P2P-Software mehr als 10.000 Rechner ausgespäht zu haben um so an Kreditkarten-Daten zu kommen. Der wahrscheinlich entstanden Schaden von ca. 20.000 Euro erscheint da noch vergleichsweise gering.
Mehr unter http://blog.wired.com/27bstroke6/2008/06/
hacker-launches.html




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Mathias B., Rostock
„Gerade in der jetzigen Zeit, die geprägt ist von regelmäßigen Umstrukturierungen, ist es wichtig, die Stärke der Kolleginnen und Kollegen zu bündeln. Denn nur gemeinsam kann man etwas bewirken. Deshalb bin ich ver.di-Mitglied."