Newsletter vom 18.02.2008
CeBIT 1: CeBIT als Personalbörse
Die größte Computermesse der Welt stellt in diesem Jahr das Thema Personal-Recruiting besonders heraus. Neben dem auch von den Initiativen D21 und ICH BIN MEHR WERT durchgeführtem und gefördertem Jugendkongress wird unter anderem ein so genannter IT-Fitness Campus in der Halle 16 eingerichtet, auf dem sich potenzielle Berufseinsteiger über die aktuellen Perspektiven informieren können. Geplant sind diverse Veranstaltungen sowie schließlich am vorletzten Tag, dem Samstagabend eine "Campus-Night" als große IT-Party.
CeBIT 2: 1000 IT-Jobs auf der CEBIT
Der Zeitarbeitsvermittler Randstad will am CeBIT-Wochende (8./9. März) mehr als 1000 Jobs feilbieten. Im Rahmen des IT-Fitness Campus in Halle 16 werden interessierten Besuchern eine Karriereberatung sowie konkrete Arbeitsmöglichkeiten offeriert, verspricht der Personaldienstleister. Mitzubringen sind ein Lebenslauf und der Nachweis entsprechender Kenntnisse. Gesucht werden IT-Mitarbeiter und Ingenieure in vielen attraktiven Branchen vom Maschinenbau bis hin zur Raumfahrtindustrie.
CeBIT 3: CeBIT: Frauen umsonst
Am Weltfrauentag am 8. März erhalten Besucherinnen freien Eintritt auf der Computermesse, sofern sie sich zuvor auf der Messe-Homepage hierfür registrieren. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat die Schirmherrschaft für diesen Women@CeBIT-Tag übernommen. Der Personalmangel in der IT sei nur zu beheben, indem sich auch Frauen mehr für diese Berufsfelder interessierten, erklärte sie. Nicht einmal ein knappes Fünftel der Informatikstudenten sei weiblich, Tendenz zudem rückläufig, ergänzte Messe-Chef Ernst Raue bei der Vorstellung des Projekts, zu dem auch einige spezielle Informationsangebote an diesem Tag gehören.
CeBIT 4: Freier Eintritt zum Jugendkongress auf der CeBIT - Unsere Zukunft IN IKT
Wie bereits in einem Sondernewsletter angekündigt, bieten die Initiative D21 und die Initiative ICH BIN MEHR WERT am 8. März 2008 mit weiteren Partnern und Sponsoren etwa 1.000 Studierenden, Interessentinnen und Interessenten ein Kongress-Forum zur Information und Diskussion über ihre Zukunft in IKT.
Ziel ist es, bei persönlichen Gesprächen und Workshops ihre Erwartungen an Unternehmen, Arbeitsformen und Arbeitsplätze der Zukunft kennen zu lernen.
Zusammen mit der Initiative D21 laden wir Studierende der IT-relevanten Fächern, Auszubildende aus IT-Berufen und IT-interessierte Schülerinnen und Schüler auf den Jugendkongress "Unsere Zukunft in IKT" am 8. März auf der CeBIT herzlich ein und stellen 150 Eintrittskarten zur Verfügung. Bitte registrieren Sie sich unter:
http://www.ich-bin-mehr-wert.com/startseite/cebit2008
CeBIT 5: CeBIT-Karten gratis für 100 Studenten
Der IT-Dienstleister Itelligence spendiert weitere 100 CeBIT-Eintrittskarten für Studenten der Universitäten Bielefeld, Osnabrück und Paderborn. Das selbst in Bielefeld ansässige Unternehmen verspricht sich davon die Rekrutierung geeigneten Nachwuchses für sein Beratergeschäft. Es ist bereits Partner des SAP-Alliance-University-Program der Unternehmenssoftwareschmiede SAP. Die Tickets haben einen Wert von 17 Euro (ermäßigt).
Abmahnung für StudiVZ
Das Studentenportal StudiVZ ist vom Bundesverband der Verbraucherzentrale wegen seines umstrittenen Umgangs mit Nutzerdaten kritisiert und abgemahnt worden. Die Betreiber der beliebten Social-Networking-Plattform lassen sich per einfachem Mausklick von ihren Mitgliedern die Zustimmung zur werblichen Auswertung ihrer persönlichen Daten geben. Die Verbraucherzentrale hält dies nicht für ausreichend. In einer ersten Stellungnahme widersprach StudiVZ den Vorwürfen, will sie aber rechtlich prüfen lassen. Die rund vier Millionen Kunden müssten sich vor unerwünschter personalisierter Werbung sowie Werbung per E-Mail, SMS und Telefon besser schützen können, als dies bei dem Portal derzeit der Falls sei, monieren die Verbraucherschützer.
Fachkräftemangel ist international
Einen Mangel an geeignetem IT-Personal und Probleme mit IT-Projekten beklagen Manager weltweit. Das hat das IT Governance Institute (ITGI) in einer Befragung von 750 Top-Führungskräften herausgefunden. Mit fast 60 Prozent haben sich die Klagen über den Personalmangel gegenüber dem Jahr 2005 sogar fast verdoppelt, fast die Hälfte erklären daher auch, es gäbe Probleme mit der Durchführung von IT-Dienstleistungen. Fast 40 Prozent berichten zudem über Schäden durch schlecht qualifizierte Mitarbeiter.
Unternehmenssoftware verkauft sich gut
Der Markt für Unternehmenssoftware soll in diesem Jahr weltweit um rund acht Prozent wachsen. Das meinen zumindest die Analysten von Gartner und prognostizieren ein Gesamtvolumen von rund 190 Milliarden Dollar. Selbst die derzeit von den USA ausgehende wirtschaftliche Abkühlung soll daran nichts Grundsätzliches ändern, glaubt Gartner. Immerhin hat man die ursprünglich noch optimistischeren Prognosen schon etwas heruntergeschraubt.
IT-Nachwuchs in die Versicherung
Der auf Software für Versicherungsunternehmen spezialisierte IT-Lösungsanbieter MSG Systems startet im April ein Trainee-Programm für Hochschulabsolventen und IT-Fachkräfte. Im Rahmen der über drei Monate gehenden Ausbildung erhalten erfolgreiche Bewerber einen Arbeitsvertrag und daran anschließend winkt die Mitarbeit an einem Kundenprojekt sowie am Ende die Aussicht auf eine unbefristete Anstellung. Jedem Trainee steht ein Mentor zur Seite. Das Unternehmen plant in diesem Jahr 150 Neueinstellungen.
Experten: Telemedizin spart Milliarden im Gesundheitswesen
Bis zu 1,5 Milliarden Euro könnten im deutschen Gesundheitswesen jährlich eingespart werden, wenn Kliniken und Arztpraxen konsequent moderne Medizintechnik einsetzen würden.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Technischen Universität Berlin im Auftrag des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Auf bis zu 15 Milliarden Euro schätzen Experten die notwendige Investitionssumme von Krankenhäusern und Arztpraxen, um den über viele Jahre entstandenen Modernisierungsstau in der Technikausrüstung zu beheben. In der Studie 'Das Einsparpotenzial innovativer Medizintechnik im Gesundheitswesen' wurde an zehn Medizintechnikprodukten detailliert untersucht, wie die moderne Medizintechnik Abläufe und Kostenstrukturen verändert.
Das jährliche Einsparpotenzial durch elektronische Gesundheitsdienste (E-Health) schätzte die Unternehmensberatung Boston Consulting Group bereits vor einigen Jahren auf etwa sieben Milliarden Euro. Heute bezeichnen laut einer Studie der Fachhochschule Flensburg 85 Prozent der Krankenhausmanager, Ärzte und Kassenvertreter E-Health als Wettbewerbsfaktor im deutschen Gesundheitswesen. Der Autor der Studie, Prof. Dr. Roland Trill, weist darauf hin, dass E-Health mehr sei als die derzeit diskutierte elektronische Gesundheitskarte (eGK): "Ob elektronische Patientenakte, Gesundheitsportale oder Teleradiologie - elektronische Anwendungen werden das gesamte Gesundheitswesen verändern und dazu beitragen, alle Akteure mehr und mehr miteinander zu vernetzen".