Newsletter vom 02.01.2008
In eigener Sache: Adventplatine 2007
Mit vierundzwanzig Fragen und fast dreiundzwanzig Antworten hat die IT-Adventplatine unseren Surferinnen und Surfern in der Vorweihnachtszeit einen ganz besonderen Adventskalender beschert. Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde ein I-Pod verlost und gewonnen hat ihn Henri W. aus Erfurt.
15 Millionen Euro aus Brüssel für ehemalige Perlos- und Benq-Mitarbeiter
3.300 ehemalige Mitarbeiter des in die Pleite getriebenen Handy-Herstellers Benq Mobile erhalten zusammen 12,8 Millionen Euro aus dem EU-Globalisierungsfonds. Damit will die EU-Kommission den Betroffenen helfen, neue Arbeitsplätze zu finden. Das taiwanesische Unternehmen hatte von Siemens die Fertigungsstätten in München, Kamp-Lintfort und Bocholt übernommen und bald darauf geschlossen. Weitere zwei Millionen Euro erhalten die 1.000 Entlassenen des finnischen Zubehör-Herstellers Perlos, der ebenfalls zwei Fabriken schloss.
Dell stockt Servicezentrum auf
Im Zuge der Vergrößerung seines Service- und Vertriebszentrums in Halle baut der amerikanische Computerhersteller auch seine Belegschaft von 700 auf 1200 Mitarbeiter aus. In dem bisherigen sowie einem zusätzlich neu errichteten Bürogebäude sollen im Lauf der nächsten Jahre bis zu 1500 Angestellte arbeiten, verspricht die Dell Halle GmbH. In der Region finde man "hoch motivierte und sehr gut ausgebildete Mitarbeiter", so die Geschäftsführerin Barbara Wittmann.
Infineon droht Mitarbeitern mit Kündigung
Der Geschäftsführer des Infineon-Werks in Dresden, Helmut Warnecke erwartet von 300 Mitarbeitern, dass sie zum Tochterunternehmen Quimonda wechseln. Andernfalls drohe die Kündigung, erklärte er kürzlich unverblümt auf einer Betriebsversammlung. Die vorgeblich wegen eines geplatzten Auftrags ebenfalls angeschlagene Firma Quimonda muss 300 Leiharbeiter hinauswerfen, um für die Infineon-Kollegen Platz zu schaffen.
Chefs "in den besten Jahren"
Die Databyte GmbH hat anhand von einer Million deutscher Unternehmen das Durchschnittsalter in den Führungsetagen untersucht. Ergebnis: 10 Prozent sind älter als 65 Jahre, bescheidene 1,4 Prozent sogar jenseits der 80. Das Hauptfeld bestreiten aber die Firmenlenker ab 40 bis Rentenalter. Die ältesten Chefs hat nach dieser Statistik das Ruhrgebiet aufzuweisen, die Jüngsten arbeiten in Ostdeutschland sowie auch in Frankfurt a.M. Der durchschnittliche deutsche Chef wird Anfang nächsten Jahres 50, sagen die Statistiker.
Berufsanfänger: Gehaltsbonus fürs Uni-Studium
Studieren lohnt sich doch, jedenfalls für Ingenieure, Naturwissenschaftler und Informatiker. Universitätsabgänger dieser Disziplinen erzielen laut einer Statistik der IG Metall die höchsten Einstiegsgehälter, auf Rang zwei folgen die Fachhochschüler. Erfasst wurden die Daten von 3000 Berufsanfängern in 94 Unternehmen der Automobil-, IT-, Maschinenbau- Stahl- und Telekommunikationsbranche. Gegenüber dem Vorjahr lägen die Anfangsgehälter in diesem Jahr fast durchweg höher, freut sich die Gewerkschaft im übrigen.
Elektronische Bewerbung: Vorerst nur ein Trend
Unternehmen publizieren ihre Stellenangebote heute fast immer auch im Internet. Doch beim weiteren Vorgehen setzt fast die Hälfte immer noch auf die herkömmliche Bewerbungsmappe. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Universitäten Frankfurt a.M. und Bamberg sowie des Job-Portals Monster.de. Demnach gehen 90 Prozent der Firmen mit ihren Stellenangeboten online, vorzugsweise auf der eigenen Website - nur zwei Drittel von ihnen nehmen hingegen auch Internet-Jobbörsen in Anspruch. Und: Nur noch ein Viertel gibt Anzeigen in Printmedien in Auftrag. Auf elektronische Bewerbungen sind die meisten Unternehmen aber nicht eingerichtet, sie bevorzugen Papier.
Siemens-Chef spricht über Stellenabbau
Unter seinem neuen Chef Peter Löscher will Siemens durch einen drastischen Umbau an die 1,4 Milliarden Euro in den Bereichen Verwaltung und Vertrieb einsparen. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung sagte Löscher, dies werde "nicht geräuschlos abgehen". Gemeint sind Stellenstreichungen, über die er sich aber nicht präziser äußerte. Unter den drei neuen Kernbereichen Energie, Industrie und Gesundheit soll das Management in jeweils 15 Unter-Divisions gestrafft werden, bisher gab es 60 Unternehmensbereiche. Auch der Vorstand wurde von elf auf acht Mitglieder verkleinert.
Es gibt ein Zurück in die alte Firma (manchmal)
Wer seine alte Firma ohne Streit oder Ärger verlässt, hat gute Chancen dorthin wieder zurückzukehren. So belegt es zumindest eine Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half Finance & Accounting, die in mehreren Ländern weltweit durchgeführt wurde. Demnach stehen in Deutschland 81 Prozent der Arbeitgeber der Bewerbung eines Ex-Mitarbeiters grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Größer ist die Chance auf Rückkehr nur in der Schweiz (90 Prozent) - und in Australien. Im internationalen Durchschnitt hingegen geben sich die Chefs deutlich reservierter: Nur die Hälfte von ihnen würde - nach gründlicher Prüfung - die Arme ausbreiten, heißt es in der Studie. Taktisch besser sei es allerdings, so die Autoren, gar nicht erst fort zu gehen, sondern mit seinem derzeitigen Boss vielleicht bessere Konditionen auszuhandeln: In fast 60 Prozent aller Fälle soll dies funktionieren.
Vodafone will ausbilden
Der TK-Provider Vodafone sucht mehr als 100 Auszubildende in der IT und verwandten Bereichen. Über 300 junge Menschen befinden sich bereits in einer Ausbildung bei dem Dienstleister, wie betont wird. Neben kaufmännischen Ausbildungsanwärtern für Büro, Vertrieb oder Einzelhandel werden unter anderem zukünftige IT-Systemelektroniker sowie Führungsnachwuchs gesucht, teilt das Unternehmen mit. Gefordert würden von den Bewerbern neben den üblichen Grundvoraussetzungen wie beispielsweise einem guten Schulabschluss und entsprechender Motivation insbesondere Teamgeist, kommunikative Fähigkeiten und soziale Kompetenz, heißt es.
Hewlett-Packard will die Marke "Compaq" neu beleben
Der weltgrößte Computerhersteller will seine Marke Compaq in Deutschland im Januar 2008 wieder beleben. Während künftig unter dem Markennamen HP vor allem hochpreisige Systeme verkauft werden sollen, möchte der Hersteller niedrigpreisige Computer als Compaq-Computer verkaufen. Das sagte HP-Deutschlandchef Martin Kinne in einem Interview. Zunächst sind Compaq-Desktops geplant, später sollen Notebooks folgen. Mit dieser Maßnahme will HP näher an den deutschen Marktführer Fujitsu-Siemens-Computers heranrücken. Compaq war einst selbst größter Computerhersteller der Welt, bevor das Unternehmen 2002 von Hewlett-Packard aufgekauft wurde, der die Marke in Deutschland verschwinden ließ.
Social Networking im Büro: Aufwand lohnt nicht
Die Analysten von Gartner stehen Intranet-Plattformen für das so genannte Social Networking in Unternehmen äußerst skeptisch gegenüber. Gegenüber den bereits im Internet existierenden Netzwerken a la Facebook oder Myspace hätten firmeninterne Angebote keine Chance, meinen die Fachleute. Positive Effekte sowie die Vorteile beispielsweise gegenüber Instant Messaging-Lösungen seien fraglich, Investitionen müssten daher reiflich überlegt werden.
Siemens pfiff Finanzprüfer damals zurück
Ein Mitarbeiter des Wirtschaftsprüfungsunternehmens KPMG hat gegenüber der Staatanwaltschaft ausgesagt, dass im Jahr 2006 eine interne Finanzprüfung scheinbar grundlos abgebrochen wurde. Dies berichtet die Süddeutsche Zeitung. Offenbar sollten die im Auftrag von Siemens arbeitenden Prüfer nicht auf Schmiergeldzahlungen stoßen, die im übrigen auch der konzerneigenen Antikorruptionsabteilung schon aufgefallen waren. Ausgerechnet von dieser Seite kam nach Aussagen eines Mitarbeiters die Anweisung an KPMG, hier auf keinen Fall weiterzuforschen. Im gleichen Jahr stießen die Ermittler bei der Siemens Telekommunikation bekanntlich auf schwarze Kassen und zweifelhafte Geldbewegungen aller Art im Umfang von 30 Millionen Euro.