In eigener Sache: Adventplatine 2007
Noch sieben Tage bis Weihnachten - noch sieben Chancen bei der IT-Adventplatine. Jeden Tag gibt es eine neue Frage und unter allen, die eine richtige Antwort einsenden, wird am 25.12.2007 ein schicker neuer iPod verlost. Viel Spaß und viel Erfolg!
Zur Adventplatine: http://www.ich-bin-mehr-wert.com/startseite/aktionen/2007weihnachten/
Merkel will in die Top-Drei beim E-Government
Bundeskanzlerin Merkel will Deutschland bei der Umsetzung einer modernen internetzugänglichen Verwaltung ganz vorne sehen. Dies erklärte sie in einem Gastkommentar für die Financial Times Deutschland. "Ich möchte, dass Deutschland beim Thema IKT-gestützter Verwaltung und Justiz bis 2010 unter die Top drei in Europa kommt", schrieb sie. Denn der Staat müsse moderner Dienstleister für die Bürger sein. Zur Zeit liegt Deutschland laut einer Studie der EU auf dem zehnten Platz in einem Ranking von 31 Staaten. Österreich belegt Platz eins.
ver.di Kritik: IT-Gipfel diskutiert an der Gesellschaft vorbei
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) warnt davor, die Bedeutung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien allein auf technische Anwendungen und neue Märkte zu beschränken. "Gesellschaftliche Knackpunkte wie Meinungsfreiheit, Daten- und Konsumentenschutz, die öffentliche Grundversorgung im Informationszeitalter sowie die gesetzlich garantierte Mitbestimmung von Arbeitnehmern werden ausgeblendet oder allenfalls am Rande diskutiert", formulierte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Achim Meerkamp die ver.di-Kritik zum zweiten IT-Gipfel der Bundesregierung.
Fachkräftemangel kostet 18 Milliarden Euro
Obwohl die deutschen Schüler in den Naturwissenschaften im internationalen Vergleich gute Noten erhalten, entscheiden sich nur wenige für ein entsprechendes Studium. Aufgrund des so entstehenden Fachkräftemangels blieben in Deutschland über das Jahr 2006 gesehen 165.000 Jobs unbesetzt. 80 Prozent davon waren Stellen für Absolventen der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, so die aktuelle Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft.
Die Zahl der Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge ist von 50.000 im Jahr 1995 auf 40.000 im vergangenen Jahr gesunken. Insgesamt kamen hierzulande zuletzt auf 1.000 Beschäftigte nicht einmal zwei Jungakademiker, die einen ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Abschluss in der Tasche hatten. Unter dem Strich führten nicht besetzte Arbeitsplätze im vergangenen Jahr in der deutschen Volkswirtschaft zu einem Wertschöpfungsverlust von 18,5 Milliarden Euro, so die Autoren der Studie. Das entspricht 0,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Fachkräftemangel durch Weiterbildung lindern
Angesichts von mehr als 40.000 offenen Stellen in der IT-Branche, die der Branchenverband BITKOM errechnet haben will, fordert nun auch die Software-Initiative Deutschland (SID) "Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung des gravierenden IT-Fachkräftemangels". Deren Vorsitzender Helmut Blank brachte auf dem von der Bundesregierung nun schon zum zweiten Mal veranstalteten IT-Gipfel von Politik und Wirtschaft in Hannover neben den bekannten Forderungen wie einer forcierten Informatik-Ausbildung an Schulen und Hochschulen allerdings erstmals den Vorschlag einer gezielten Fortbildung der vorhandenen Mitarbeiter ins Spiel. Nur so könne, neben verstärktem Outsourcing und der Einwanderung von ausländischen Spezialisten, der Fachkräftemangel kurzfristig behoben werden.
43.000 Jobs in der IT
In der deutschen Wirtschaft gibt es derzeit 43.000 offene Stellen für IT-Fachleute, davon allein 18.000 in der ITK-Branche selbst. Das hat der IT-Branchenverband BITKOM anlässlich des IT-Gipfels der Bundesregierung vom Aris Institut ausrechnen lassen. Aus der Befragung von 1400 Unternehmen, davon 600 aus der ITK-Branche, geht ferner hervor, dass 60 Prozent der IT-Unternehmen auf Mitarbeitersuche sein sollen. "Die Jobperspektiven für IT-Fachkräfte sind so gut wie seit Jahren nicht mehr", kommentiert BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer die Entwicklung.
Software aus Deutschland von deutschen Unternehmen bevorzugt
Deutsche Softwarehersteller genießen bei Unternehmensanwendern einen guten Ruf: Einer von dem Unternehmen PPI beim IMWF Institut in Auftrag gegebenen Studie zufolge geben mehr als 80 Prozent der IT-Entscheider deutschen Produkten und Lösungen den Vorzug vor ausländischen Angeboten. Ausschlaggebend hierfür sind die Aspekte Datensicherheit, Funktionalität und Zuverlässigkeit, wie sich aus den Detailergebnissen ablesen lässt. Software aus den USA wird allerdings als innovativer bewertet. Dafür spielt bei aus dem Ausland kommenden oder ins Ausland verlagerten IT-Lösungen allgemein die Angst vor Industriespionage eine gewisse Rolle, wie die Auftraggeber der Studie meinen. Der deutsche Software-Entwickler PPI sieht in den Ergebnissen insgesamt eine große Chance für hiesige Unternehmen und Arbeitskräfte, aktuellen Outsourcing- und Wirtschaftlichkeitsbestrebungen zum Trotz.
Kein Aufschwung in der Brieftasche
Der Aufschwung ist endlich da, auf den Lohn- und Gehaltskonten kommt er indes bei vielen nicht an, wie die Hans-Böckler-Stiftung in einer Studie feststellt. Demnach befindet sich die Kaufkraft der Arbeitnehmer aktuell auf einem "historischen Tief". So trugen Löhne und Gehälter nach dem Abzug der Steuern und Abgaben im ersten Halbjahr 2007 bloß noch 38,8 Prozent zum gesamten Volkseinkommen bei, während es im Jahr davor noch 40,5 Prozent waren. 1991 lag dieser Anteil bei 48 und im Jahr 1960 sogar bei 56 Prozent, betont der Autor der Studie, Claus Schäfer. Ausschlaggebend hierfür seien die ungleiche Steuer- und Abgabenbelastung im Vergleich zu Vermögen oder Gewinn aus nicht abhängiger Tätigkeit sowie die Ausweitung des Niedriglohnsektors. Ein Fünftel der Bevölkerung könne mittlerweile als "arm" gelten, so Schäfer, 1999 war es ein Zehntel. Die Inflation tue ein Übriges, dass "netto real ein Minus" bei den Einkommen entstehe.
Bundespräsident mahnt Manager zur Mäßigung
Bundespräsident Horst Köhler hat sich im Handelsblatt besorgt über die zunehmende "Entfremdung zwischen Unternehmen und Gesellschaft" aufgrund überzogener Manager-Gehälter gezeigt. Deutschland brauche "moralische Führung durch redliche Unternehmer" mahnte Köhler. Aufsichtsräte und Aktionäre müssten dafür sorgen, "dass Manager in ihren Einkommensvorstellungen nicht die Bodenhaftung verlieren". Der soziale Friede ist nach seiner Meinung gefährdet, wenn in der Bevölkerung das "nachvollziehbare Gefühl" entstehe, "dass etwas nicht stimmt, wenn die Einkommen der einen stark steigen, die der anderen dagegen eher stagnieren." Köhler schlug außerdem vor, Mitarbeiter am Ertrag und Kapital von Unternehmen stärker zu beteiligen. Die Bundeskanzlerin hat unterdessen mitgeteilt, dass gesetzliche Maßnahmen, etwa zur Besteuerung von Abfindungen, von ihr nicht zu erwarten sind.
Auf der Suche nach einem neuen Internet
Die Weiterentwicklung des Internets ist Thema des Ideenwettbewerbs Theseus Talente 2008, den das Ministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen des Theseus-Forschungsprogramms ausgeschrieben hat. Beteiligen sollen sich ausdrücklich auch Schüler, Studenten und Interessierte alle Art. Gemeinsam mit 30 Unternehmen, Universitäten und Instituten soll eine neue Struktur der Suche im Internet und eine Art "semantisches Web" entwickelt werden. Es winken Geldpreise in Höhe von bis zu 10.000 Euro.
http://theseus-programm.de/talente/1
Für Informatik als Pflichtfach in der Schule
Fast 80 Prozent der Eltern in Deutschland, sowie etwas mehr als die Hälfte der Schüler sind für eine Einführung des Informatik-Unterrichts als Pflichtfach in den Klassenstufen fünf bis zehn, hat das Forsa-Institut im Auftrag des IT-Branchenverbands BITKOM ermittelt. Zugleich seien sie dafür, dass der Umgang mit dem Computer in den Schulen zeitlich ausgedehnt und intensiviert wird. Lediglich 13 Prozent der Eltern bzw. 22 Prozent der Schüler seien dagegen, heißt es in der Studie. Der BITKOM setzt sich dafür ein, den Informatikunterricht an den Schulen erheblich auszuweiten und fordert unter anderem auch eine bessere Ausstattung der Schulen, um junge Menschen an die digitale Informationstechnik heranzuführen. Propagiert werden zudem Zusatzangebote für Mädchen.
Mehr Gehalt für Anfänger
Von der Belebung des Arbeitsmarktes für IT-Fachkräfte profitieren auch Berufsanfänger. Nach einer Studie des Tendence Instituts können Hochschulabgänger derzeit mit einem Jahressalär von rund 42.000 Euro rechnen, das ist ein knapper Tausender mehr als noch im vergangenen Jahr. Jedoch deutlich weniger als im Jahr 2004, wo Einsteiger mit 44.000 Euro anfangen konnten. Der derzeitige Anstieg der Einstiegsgehälter betreffe im übrigen nur hochqualifizierte Jobs in der Entwicklung und Beratung, nicht jedoch beispielsweise den Support, meinen Beobachter des IT-Arbeitsmarktes.
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