Newsletter vom 01.12.2007

In eigener Sache: Adventplatine 2007

Am 1. Dezember startet auf ich-bin-mehr-wert.de der fein auf eine Platine geätzte IT-Adventkalender 2007. Jeden Tag gibt es eine neue Frage und unter allen, die eine richtige Antwort einsenden, wird am 25.12.2007 ein schicker neuer iPod verlost. Viel Spaß und viel Erfolg!
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World Wide Web an der Belastungsgrenze

Datenintensive Anwendungen wie Video- und Musik-Streaming sowie die ungeheure Ausweitung der technischen Kommunikation könnten schon in zwei Jahren weltweit zum Kollaps des Internets führen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Nemertes. Der geplante Ausbau der Netze könne mit dem für die nahe Zukunft hochgerechneten Ansteigen der Internet-Nutzung bei weitem nicht mithalten, sagen nicht nur die Autoren der Studie, sondern beispielsweise auch der US-Branchenverband IIA (Internet Innovation Alliance), dem namhafte Firmen wie AT&T und Level 3 Communications angehören. Neben einer Verdopplung der Investitionen der Provider auf mindestens 137 Milliarden Dollar seien auch neue Übertragungstechniken wie beispielsweise eine Priorisierung der Datenströme gefragt, meinen Fachleute.


Der Wert der IT

IT-Verantwortliche in Unternehmen fühlen sich mehrheitlich in ihrem Beitrag zum Unternehmenserfolg unterschätzt. Dies hat der Software- und Lösungsanbieter Touchpaper bei einer Umfrage herausgefunden. 82 Prozent der befragten CIOs glauben, dass die mangelnde Wertschätzung ihrer Arbeit sich auch im Budget für ihre Abteilung niederschlägt. 71 Prozent fühlen sich in ihrer Karriere gebremst. Allerdings hat aber auch weniger als die Hälfte der IT-Leiter Indikatoren definiert, an denen sich ihr Beitrag zum Erfolg messen ließe, so Touchpaper. Und nur vier Prozent der Befragten verfügen über technische Messinstrumente um die Leistungen ihrer Abteilung nachvollziehbar zu dokumentieren, heißt es weiter. Oft seien IT-Leiter damit aber auch selber schuld, wenn sie in der Wahrnehmung ihrer Chefs bloß 'die Techniker im Keller' seien und keine ernstzunehmenden Führungskräfte, so der Tenor der Studie.


IT-Startups investieren eher in Jobs

Junge Unternehmen in der Informations- und Kommunikationsbranche sind eher bereit, in neue Technologien zu investieren als bereits etablierte Firmen. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung des DIW in Berlin mit 4000 Teilnehmern aus 29 Ländern. Große Unternehmen bauen den Ergebnissen der Studie zufolge eher auf Weiterentwicklungen bekannter Technologien, während jüngere Firmen gerne völlig neue Wege in ihrer technischen Ausstattung beschreiten mögen.


Innovative Berater sind gefragt


IT-Berater sollen gut und günstig sein, doch darüber hinaus legen Unternehmen einer Umfrage der Experton Group zufolge vor allem Wert auf innovative Ideen sowie auf konkrete Branchenerfahrung. 'Zukunftsorientierung' lautet demnach das Schlüsselwort, das Consultants Türen öffnet. Weniger wichtig erscheinen Auslandserfahrung oder auch die Nähe zu Produktanbietern. Befragt wurden 248 Unternehmen in Deutschland.


Studenten für SOA


Studenten der Universität Göttingen haben bei einem Hochschulwettbewerb des IT-Branchenverbands BITKOM unter dem Titel 'Beste Prozessarchitektur' 10.000 Euro gewonnen. Den zweiten Platz belegte ein gemeinsames Team der Uni Potsdam und des Hasso-Plattner-Instituts, Platz drei ging an Studenten in Hannover. Im Rahmen eines Kongresses zum Thema Serviceorientierte Architekturen (SOA) sollten die Hochschul-Teams anhand eines vorgegebenen Unternehmens-Szenarios ein IT-Konzept für die Geschäftsprozesse entwickeln. Der BITKOM wollte damit eine Anregung zu praxisnaher Forschung in Deutschland geben, wie Präsidiumsmitglied Karl-Heinz Streibich betont: Universitäten sollten das Thema SOA unbedingt in ihre Lehrpläne aufnehmen.


Telekom 1: Ruhe um Funkturm und Auskunft


Die Telekom verkauft ihre Funktürme nun doch nicht. Ebenso soll die Telefon-Auskunft 11833 im Konzern verbleiben. Ursprünglich hatte dies zum Sanierungskonzept des neuen Vorstandschef René Obermann gehört, jetzt wurden die Projekte jedoch aufgegeben. Auch soll es genug Kaufinteressenten gegeben haben, Gründe für den Rückzieher nannte das Unternehmen allerdings nicht.


Telekom 2: Umbau - Abbau - Buchhaltung


Die Umbau- oder auch Abbaumaßnahmen bei der Telekom sind im vollen Gange. Jetzt stehen offensichtlich, wie die FAZ meldet, Einsparungen in der Buchhaltung auf der Tagesordnung. In diesem Bereich soll Gerüchten zufolge ein Drittel der 1200 Arbeitsplätze verloren gehen, um, wie ein Firmensprecher dazu sagte, 'die Produktivität zu erhöhen' bzw. 'auf Wettbewerbs-Niveau zu kommen'. Bestehende Arbeitsverhältnisse und deren Entlohnung stünden allerdings nicht zur Debatte, hieß es. Vielmehr würden niedrigere Löhne bei Neueinstellungen vereinbart. Ungeachtet dieser Aussage ist aber die Schließung von Standorten geplant, die Rede ist von einer Reduzierung der 48 bisher bestehenden auf dann nur noch 6 Standorte.


CDU gegen 'Goldenen Handschlag' für Manager


Der Vorsitzende der CDU-Arbeitnehmergruppe im Bundestag, Gerald Weiß hat sich gegenüber der Financial Times Deutschland gegen überhöhte Abfindungen für scheidende Manager ausgesprochen. Es sei 'sozial-ethisch nicht vertretbar, wenn Leute, die zum Teil Millionen in den Sand setzen, dafür fürstlich abgefunden werden', so Weiß, der auch Vize-Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) ist. Als sinnvolles Instrument erscheint der Arbeitnehmergruppe in der CDU eine Begrenzung der Summe, die als Betriebsausgabe abgesetzt werden kann, auf beispielsweise 1 Million Euro. Bis zum März nächsten Jahres soll hierzu ein konkreter Vorschlag erarbeitet werden. Mitglieder der Linkspartei haben unterdessen vorgeschlagen, auch die Gehälter von Managern drastisch zu beschränken.


Auf der Suche nach der verlorenen Zeit


Unproduktive Meetings kosten die Mitarbeiter im Durchschnitt zwei Stunden ihrer wertvollen Arbeitszeit pro Arbeitstag, behauptet der Wissenssoftware-Anbieter Mindjet. Neun Stunden pro Woche gehen einer von dem Unternehmen selbst durchgeführten Studie zufolge für die Vor- und Nachbereitung sowie schließlich die Durchführung von Meetings drauf, weitere elf Stunden für Projektarbeit und Planung, fünf Stunden für die Zusammenarbeit und Kommunikation sowie sieben Stunden für die Auswertung und Anwendung von Informationen.


T-Mobile Austria will tele.ring-Mitarbeiter loswerden


TU felix Austria? Nach der Übernahme des österreichischen Mobilfunk-Providers tele.ring durch den Mitbewerber T-Mobile Austria sollen bis zum Jahresende 1000 Mitarbeiter 'abgebaut' werden. Die ersten Kündigungen wurden bereits ausgesprochen. Damit wird der gemeinsame Personalbestand beider Firmen von rund 2500 auf voraussichtlich 1400 bis 1500 Menschen reduziert. Ein mit dem Betriebsrat ausgehandelter Sozialplan enthält eine Reihe von Erleichterungen für die Betroffenen, wie zum Beispiel Qualifizierungsangebote einer Arbeitsstiftung.


Benq Mobile: Gelder gesperrt


Das Landgericht München I hat Vermögenswerte der von Benq Mobile übernommenen Siemens Handy-Sparte 'arrestiert', sprich vorläufig gepfändet. Damit soll der Abfluss entsprechender Gelder nach Taiwan, dem Firmensitz der nebenbei mittlerweile zu Qisda umfirmierten Benq Corporation, bis auf weiteres unterbunden werden. Siemens hatte damals in einem dubiosen Verfahren für den Übergang seiner defizitären Handy-Produktion in das neue Unternehmen Benq Mobile einen dreistelligen Millionenbetrag gezahlt und diesem dabei auch wertvolle Patente und Beteiligungen überlassen. Kurz darauf ging Benq Mobile in Konkurs. Der Insolvenzverwalter bemerkte schnell, dass im Gefolge der (mutwillig herbeigeführten?) Pleite wohl an die 500 Millionen Euro in den taiwanesischen Mutterkonzern verschoben werden sollten. Gläubiger und ehemalige Mitarbeiter dürften dem Fortgang der gerichtlichen Auseinandersetzungen mit Interesse folgen.




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Mirja D., Wiesbaden
„Durch eine gute Ausbildung bin ich für meinen Job qualifiziert worden. So war es schon vor Beginn meiner Berufslaufbahn wichtig, dass es einen vernünftiges Berufsbild und überhaupt Lehrstellen gibt. Darum bin ich Mitglied in einer starken Organisation beworden, die sich genau dafür einsetzt: ver.di."