Theseus gestartet
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) kann nach dem Grünen Licht der EU-Kommission nun durchstarten mit ihrem Theseus-Programm. Damit sollen anwendungsorientierte Basistechnologien und Standards für neue internetbasierte Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden. Das Programm wird über Laufzeit von fünf Jahren vom BMWi mit ca. 90 Millionen Euro gefördert. Je zur Hälfte fließen die Gelder in Wissenschaft und Wirtschaft. Zusätzliche 90 Millionen bringen die Partner aus Industrie und Forschung auf. Der Schwerpunkt der Forschung soll auf semantischen Technologien liegen, mit denen Web-Inhalte verbunden werden sollen, um das Wissen im Internet besser zu nutzen und zu verwerten.
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http://theseus-programm.de
Siemens wird umgebaut
Der neue Siemens-Vorstandssprecher Peter Löscher will den Münchner Konzern radikal umbauen. Sein Weg: „Alles in allem muss Siemens schneller, stärker fokussiert und weniger komplex werden.“ Ein erster Schritt ist der Verkauf des Autozulieferers VDO an Conti. 50.000 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Die Sparte Medizintechnik wird hingegen ausgebaut, hier hat Siemens die US-Firma Dade Behring zugekauft. Die Zahlen sehen bislang gut aus: Sowohl die Erlöse als auch das operative Ergebnis sind im dritten Quartal gestiegen. Negativ zu Buche schlugen allerdings ein negatives Beteiligungsergebnis beim neuen Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks (371 Millionen Euro) und die hohen Aufwendungen für externe Berater, die im Zuge des Schmiergeldskandals herangezogen wurden (188 Millionen Euro). Hier hieß es nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“, dass Führungskräfte die Aufklärung behinderten. Manager aus Österreich, Griechenland, Belgien sowie in Asien und Afrika würden die Ermittlungen der eingeschalteten Kanzlei Debevoise & Plimpton behindern. Aufsichtsratschef Gerhard Cromme wolle nun durchgreifen. Nicht ganz unfreiwillig: Drohen doch hohe Geldbußen der Börsenaufsicht SEC und schlimmstenfalls der Börsenausschluss. Für einige wenige der Beschäftigten von Nokia Siemens Networks heißt es aufatmen: Statt der geplanten 2.900 Jobs werden „nur“ 2.290 gestrichen.
O2 streicht deutsche 700 Stellen
Weil die Umsätze schwinden, müssen die Arbeitnehmer dran glauben: Der neue 02-Chef Jaime Smith streicht 700 der 4.700 deutschen Stellen – um wieder wettbewerbesfähiger zu werden. Smith will den Umbau ohne betriebsbedingte Kündigungen bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen haben. 102 Millionen Euro soll der Umbau einsparen. Auch auf anderer Ebene wird gespart, um nach dem Erlöstief wieder nach oben zu kommen: Mit Veronica Ferres wurde der letzten prominenten Werbepartnerin für O2 gekündigt.
EU genehmigt Förderung AMD-Werk in Dresden
Mit 262 Millionen Euro will die Bundesrepublik Deutschland den Aufbau einer Chipfabrik des Herstellers AMD in Dresden fördern. 565 Arbeitsplätze entstehen so in der Region. Nun hat die EU-Kommission diese Beihilfen genehmigt. 2,2 Milliarden Euro kostet der Bau insgesamt, von dem sich die EU ein Signal zur Förderung der regionalen Entwicklung verspricht.
A&O meldet Insolvenz für 4tec an
Der IT-Dienstleister A&O hat für seine Tochtergesellschaften 4tec und itec wegen Überschuldung Zahlungsunfähigkeit angemeldet. 550 Mitarbeiter sind an den Standorten München, Neuss und Potsdam angestellt. A&O, das die Service-Bereiche von Siemens und EDS übernommen hat, hatte erst im Mai die 4tec gegründet, meldet die Computerwoche. Hier wurden 550 Mitarbeiter der ehemaligen Siemens-Tochter Sinitec angestellt. Zu deutlich schlechteren Bedingungen, so etwa 30 bis 50 Prozent Lohneinbußen, wie die Computerwoche schreibt. Auch die Beschäftigungsgarantie bis 2008 würde mit neuen Verträgen ausgehebelt. Daraufhin habe die Gewerkschaft IG Metall reagiert. Die IG Metall streite sich dem Bericht zufolge nun mit A&O um verschiedene Zahlungen für die Mitarbeiter, mit der man sich durch die Insolvenz hatte drücken wollen.
IT-Systeme: Nur jedes zweite Unternehmen hat einen Notfallplan
Deutsche Unternehmen sind auf Ausfälle ihrer IT-Systeme nicht gerade gut vorbereitet. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt die Studie 'Managementkompass Sicherheitsstrategien' von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut. Demnach verfügt nur jedes zweite deutsche Unternehmen über einen IT-Notfallplan. Kommt es beispielsweise zu einem IT-Systemausfall durch einen Brand, können nur 28 Prozent der Unternehmen auf ein externes Ausweichsystem zurückgreifen. In vielen Unternehmen ist der Studie nach zudem die Belegschaft nicht ausreichend über vorhandene Notfallpläne informiert: So fehlen etwa in einem Fünftel der befragten Betriebe den Mitarbeitern jegliche Informationen über mögliche Notfallvorkehrungen. Darüber hinaus mangelt es vielerorts an Service-Vereinbarungen mit IT-Dienstleistern, wann ein Störfall spätestens behoben sein muss. Nur knapp ein Viertel der befragten Unternehmen legt derartige Toleranzen für Ausfallzeiten vertraglich fest.
Studie: IT-Investitionen in Deutschland ziehen deutlich an
Gute Nachrichten für deutsche IT-Dienstleister: Einer aktuellen Studie zufolge werden Auftraggeber in diesem Jahr ihre Investitionen in neue Hard- und Software deutlich erhöhen. Vor allem der öffentliche Sektor soll sich dabei als Wachstumsmotor des deutsches IT-Markts entpuppen. Laut der aktuellen Studie 'Der IT-Markt in Deutschland nach Branchen' von IDC herrschen derzeit wegen der guten Konjunktur wieder ausgesprochen günstige Rahmenbedingungen im deutschen IT-Markt. Nach der IDC-Studie wird in den kommenden Jahren vor allem der öffentliche Sektor kräftig in IT investieren. Zwischen 2006 und 2011 werden hier die Ausgaben der Auftraggeber pro Jahr um rund acht Prozent zulegen, weil der öffentliche Sektor jetzt wegen steigender Steuereinnahmen den in den vergangenen Jahren entstandenen Investitionsstau abbauen wird. Die größten IT-Märkte in Deutschland bleiben demnach aber dennoch weiter das verarbeitende Gewerbe sowie das Kredit- und Versicherungsgewerbe. Getrieben wird das Wachstum in den meisten Branchen von steigenden Investitionen in Software. Für das aktuelle Jahr 2007 wird der Anstieg der Software-Ausgaben nach Ansicht von IDC bereits 6,3 Prozent betragen.
Tarif-Vertrag auch für verbleibende Telekom-Beschäftigte
Nach der Auseinandersetzung um die Verträge der Beschäftigten der T-Service-Gesellschaften, sind auch für die verbleibenden Beschäftigten der Deutschen Telekom AG wichtige tarifvertragliche Sicherungen ausgehandelt worden. Die Kernpunkte: Der tarifvertragliche Ausschluss betriebsbedingter Beendingungskündigungen ist bis zum 31. Dezember 2009 verlängert worden und der Entgelttarifvertrag gilt bis zum 31. Dezember 2008. Die nächste Tarifrunde bei der Deutschen Telekom wird also zeitgleich zu den Tarifrunden der T-Service-Gesellschaften stattfinden.
Mehr Details sind zu lesen unter:
http://tk-it.verdi.de/tarifpolitik/t-service_tarifinfo_nr._25