Wirtschaftsministerium hält IKT-Wirtschaft für einen Wachstumsbeschleuniger
Die IKT-Technologien sind die Wachstumsbeschleuniger vieler Branche. Das zeigt die Studie "Monitoring Informations- und Kommunikationswirtschaft" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und TNS Infratest. Die IKT-Wirtschaft in Deutschland sei gut aufgestellt, zieht Staatssekretär Joachim Wuermeling das Fazit. Er bezieht seine Zuversicht vor allem aus dem "ePerformance Gesamtindex", der für den Zeitraum 2005-2007 einen Anstieg von 319 Punkten auf 3.233 Punkte gemessen hat. Der Wettbewerbsindex, der sich auf 30 Kernindikatoren stützt, weist für den europäischen Durchschnitt einen Wert von 3.000 Punkten aus. Besonders bemerkenswert ist der Bereich E-Commerce, bei dem der Pro-Kopf-Umsatz im Jahresumsatz 80 Prozent gestiegen ist.
Mehr Detailinformationen sind hier zu finden:
http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/
Technologie-und-Innovation/Informationsgesellschaft/
Informationswirtschaft/monitoring.html
Studie: Deutschland ist nur ein mittelmäßiger IT-Standort
Die IT-Branche in Deutschland findet laut einer aktuellen Studie von Economist Intelligence Unit nur durchschnittliche Standortbedingungen vor. Untersucht wurde, welche wirtschaftlichen, rechtlichen und technischen Voraussetzungen die Unternehmen in den Ländern vorfinden. Deutschland schnitt bei der Studie zwar besser ab als neue Standorte wie China, Indien und die osteuropäischen Staaten. Bei dem internationalen Vergleich von 64 Ländern landet Deutschland aber lediglich auf dem 16. Rang. Stärken des Standorts Deutschland sind der Untersuchung zufolge die Rechtssicherheit und die Qualität des heimischen Forschungs- und Entwicklungsumfelds. Allerdings ist die Produktivität eines IT-Angestellten nur mit 82.255 Dollar zu beziffern. Die führenden Nationen sind auf Rang 1 die USA, gefolgt von Japan, Süd-Korea, Großbritannien, Australien.
Mehr Streik bei der Sparkassen-Informatik
Mit einer Streikausweitung übt ver.di stärkeren Druck auf die Sparkassen-Informatik aus. Am 5. und 6. Juli waren die Beschäftigten an den Standorten Köln, Duisburg, Mainz und Karlsruhe zu einem zweitägigen Streik aufgerufen. Vom 10 bis 13. Juli hat sich dort ein dreitägiger Ausstand angeschlossen. Diese Standorte will die Sparkassen-Informatik schließen - rund 1.200 der insgesamt 3.400 Stellen stehen auf dem Spiel.
CeBIT setzt bei der Repositionierung 2008 auf E-Learning
Mit einer neuen Gliederung der Themenschwerpunkte und neuen Ausstellungsbereichen will die CeBIT ihre Position als 'Marktplatz Nummer eins des digitalen Business' festigen. Die vier großen Themenbereiche bei der CeBIT 2008 bilden 'Business Solutions', 'Public Sector Solutions', 'Home & Mobile Solutions' und 'Technology & Infrastructure'. Premiere im Messeangebot feiern 'Learning & Knowledge Solutions', 'Consulting & Services' und 'iF design: driving innovation'. Neu auf der CeBIT 2008 wird der Ausstellungsbereich 'Consulting & Services' sein, wo Full Service Provider, Management- und Technologieberatungen über die Schwerpunkte Beratung, Integration/Implementierung und Outsourcing informieren sollen. Ebenfalls neu im Messeangebot ist der Bereich 'Learning & Knowledge Solutions'. Er bildet einen eigenständigen Ausstellungsbereich zum Thema E-Learning. Schwerpunkte von Kommunikationslösungen sind bei der CeBIT 2008 die Ausstellungsbereiche Telematics & Navigation, Automotive Solutions, Transport & Logistics sowie Mobile Devices, Carrier & Provider. Die CeBIT 2008 öffnet vom 4. bis 9.März in Hannover ihre Tore.
Studie: Fast jedes vierte IT-Projekt ein Flop
Die IT-Projekte der letzten zwei Jahre haben nur in jedem fünften Unternehmen nahezu vollständig zu den erwarteten Ergebnissen geführt. Durchschnittlich lag die Erfolgsquote nur bei 77 Prozent. Dies ergibt eine Erhebung des Beratungshauses Infora unter über 300 Firmen mit mehr als 100 Millionen Euro Umsatz. Der Studie zufolge haben lediglich 19 Prozent der Unternehmen zuletzt über 90 Prozent ihrer IT-Projekte vollständig mit den gewünschten Ergebnissen abgeschlossen. Bei weiteren 42 Prozent wurden die Ziele immerhin bei 75 bis 90 Prozent der Maßnahmen erreicht. Alle anderen befragten Firmen registrierten in den letzten beiden Jahren eine noch geringere Erfolgsquote, in fast jedem zwanzigsten Fall lag sie sogar unter 50 Prozent. Im Mittelwert ergibt sich daraus, dass mehr als jedes vierte IT-Vorhaben die Anforderungen nicht erfüllt hat. Als Ursachen für die unzureichenden Projektergebnisse führen die Verantwortlichen an erster Stelle an, dass sich die Ziele durch neue Anforderungen im Verlauf der Maßnahmen verändert haben. Dies wird von zwei Drittel der IT-Manager beklagt. Aber auch eine unzureichende Projektsteuerung und Projekt-Controlling trage eine wesentliche Mitschuld, urteilen in der Infora-Studie drei von fünf der Befragten selbstkritisch.
Dagegen spielen Restriktionen bei den Budgets eine vergleichsweise geringe Rolle (43 Prozent). Auch unzureichende Ressourcen oder Mängel bei den fachlichen Kompetenzen der Mitarbeiter - sie werden von etwa jedem zweiten Unternehmen als mitverantwortlich genannt - spielen in der Ursachenbegründung deutlich seltener als die Schwierigkeiten im Projektmanagement eine Rolle.
Breitbandumsätze sinken ab 2009
Die Anzahl der Privathaushalte mit Breitbandanschluss steigt bis zum Jahr 2011 weiter an, die Umsätze gehen aber ab 2009 zurück. Dies ist die Folge der sinkenden Preise und des intensiveren Wettbewerbs, so das Ergebnis der Studie 'Breitband-Access 2011 - DSL will Fernsehen', die von der Prognos AG durchgeführt wurde. Ab 2009 soll der Umsatz der Breitbandbetreiber pro Nutzer sinken, weil viele Breitbandeinsteiger weniger leistungsfähige und damit billigere Zugänge bevorzugen. Die Betreiber von Breitbanddiensten müssen ihre Geschäftsmodelle auf diesen Effekt ausrichten.
Tarifverdienste steigen um 1,6 Prozent
In Deutschland haben die Arbeitnehmer mit tarifgebundenen Verträgen 2006 ein um 1,6 Prozent höheres Gehalt erreicht als das Jahr zuvor. Das meldet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise steigen um 1,7 Prozent. In Frankreich, wo eine Teuerung um 1,6 Prozent herrschte, stiegen die tariflichen Löhne und Gehälter um 2,8 Prozent. Vor allem im produzierenden Gewerbe haben die Deutschen hohe Zuwächse erzielt: Im Schnitt verdienten sie um 2,3 Prozent besser als 2005 - das liegt vor allem an dem Tarifabschluss in der deutschen Metallindustrie, der ein Plus von drei Prozent gebracht hat.
IAB: Das technische Studium muss attraktiver werden
Dem Fachkräftemangel in den naturwissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Berufen muss mit einem Schwenk in der Bildungspolitik begegnet werden. Das jedenfalls fordert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit. "Es ist durchaus wahrscheinlich, dass bereits in näherer Zukunft für ein erheblich breiteres Qualifikationsspektrum als bisher mit erheblichen Engpässen gerechnet werden muss," heißt es in einem Gutachten zum Technologiestandort Deutschland warnend. Vorgeschlagen werden verschiedene Maßnahmen, um verstärkt universitär ausgebildete Fachkräfte zu rekrutieren: Den ausländischen Studenten, die nach dem Studium zu 80 bis 95 Prozent Deutschland wieder verlassen, müsse eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung erleichtert werden - zumal ein Großteil in technischen Fächern studiert. Auch die Abrecherquote könnte gesenkt werden, wenn die Hochschulen mit mehr Mitteln besser ihre Studenten individuell fördern könnten, dass das Studium durch bessere Studienbedingungen attraktiver gemacht würde, könnte zu einer höheren Zahl der Einschreibungen in den relevanten Fächern führen. Längerfristig müsse sogar beim Schulsystem angesetzt werden, dass die einzelnen Begabungen der Schüler besser fördern müsse, anstatt sich auf Selektion de Geeigneten zu verlegen. Auch das föderale Bildungssystem in Deutschland wurde kritisiert, da einzelne Länder lieber darin investierten, attraktive Unternehmen in ihren Grenzen anzusiedeln als für eine gute Bildungs- und Hochschulförderung zu sorgen. Dies überließen sie dann lieber anderen Bundesändern.
Mehr dazu unter:
http://doku.iab.de/chronik/2x/
2007_06_20_20_fachkraeftemangel.pdf
Google ist der beliebteste Arbeitgeber
Das Internetunternehmen Google ist für die europäischen Studenten der Ingenieurs-, Naturwissenschaften und Informatik der attraktivste Arbeitgeber. Mit 16,71 Prozent der Stimmen liegt das Unternehmen vorn. Das ergab ein Ranking des Beratungsunternehmens Universum Communication, die die Wirtschaftswoche zitiert. Auf Rang zwei folgt Porsche. Technik-Unternehmen haben einen großen Stein im Brett der Studierenden: IBM liegt auf Rang vier, Sony auf neun, Nokia auf zehn. Unter den deutschen Studenten allein liegt BMW auf dem ersten Platz. Einen großen Sprung nach vorne bei den deutschen Studenten technischer Fächer machte die Fraunhofer Gesellschaft, die sich erstmals in dem Ranking platzierte und gleich auf Rang sechs kam.