Newsletter vom 18.03.2007

Stets zur vollsten Zufriedenheit: Broschüre IT-Arbeitszeugnisse vorgestellt

Die Initiative ICH BIN MEHR WERT hat am 16. März auf der CeBIT in Hannover die Broschüre IT-Arbeitszeugnisse vorgestellt.
Arbeitszeugnisse spielen für die Beschäftigten der IT-Branche eine entscheidende Rolle - für den Erfolg im Beruf, beim Wechsel der Beschäftigung und bei der Bewerbung um einen Arbeitsplatz. Sie dokumentieren den Erfolg in der Berufsbiografie. Für Personalverantwortliche gehören sie neben Anschreiben und Lebenslauf zu den Informationsquellen über die Bewerber/innen. Auf ihrer Basis wird über Absage oder Einladung zum Vorstellungsgespräch entschieden. Gute Zeugnisse können den Zugang zum neuen Arbeitsplatz öffnen, schlechte können ihn versperren. Arbeitnehmer/innen, ihre Interessensvertretungen und auch ihre Vorgesetzen sollten wissen, was ein gutes Arbeitszeugnis ausmacht.
Um Orientierung zu schaffen und Formulierungen richtig einschätzen zu können gibt es die Broschüre IT-Arbeitszeugnisse. Sie ist Ergebnis intensiver Recherche. Es ist zurzeit einzige vorliegende Zusammenfassung, die Arbeitszeugnisse für die IT-Branche spezifisch behandelt.
Die Bestellmöglichkeit und erste Grundinformationen finden Sie im Internet unter: http://www.ich-bin-mehr-wert.com/startseite/support/zeugnisberatung.

Europas IT-Bosse sehen rosarot: Für sich und den Arbeitsplatzabbau

Der Ausblick für den europäischen Technologiesektor - einschließlich Deutschland, Österreich und Schweiz - ist durchweg positiv. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle europaweite Umfrage, die jährlich von Schwartz Public Relations und Eurocom Worldwide unter Hunderten von Führungskräften der europäischen IT-Industrie durchgeführt wird. Immerhin 81 Prozent der Befragten sind der Überzeugung, dass in ihrem Land Arbeitsplätze im Bereich technische Fertigung durch Verlagerung in Billiglohnländer wie China, Indien und Osteuropa gefährdet sind. 58 Prozent gehen inzwischen sogar davon aus, dass auch Arbeitsplätze im IT-Dienstleistungsbereich ins Ausland verlagert werden. Im Vergleich zu den Umfrageergebnissen im letzten Jahr blickt der Technologiesektor heute deutlich optimistischer in die Zukunft. 65 Prozent der Befragten sind in Bezug auf die Aussichten des Technologiesektors für 2007 zuversichtlich gestimmt - nach 53 Prozent im Jahr 2006. Über 90 Prozent gehen zudem von einer Verbesserung der Ertragssituation in den nächsten zwölf Monaten aus, im vergangenen Jahr waren es nur 79 Prozent. Zu den Technologiebereichen, in denen in den nächsten zwölf Monaten das stärkste Wachstum erwartet wird, gehören IT-Sicherheit, gefolgt von Mobile Services, On-demand Computing/Software-As-A-Service, CRM (Customer Relationship Management) und IT-Outsourcing. Die Studie zeigt: Der Optimismus im europäischen Technologiesektor ist auf Rekordniveau - auch in Bezug auf die Beschäftigungserwartungen. 63 Prozent der Befragten gehen von einer Erhöhung des Personalbestandes aus (58 Prozent im vergangenen Jahr), lediglich 4 Prozent erwarten einen Arbeitsplatzabbau (8 Prozent im vergangenen Jahr). Dieser Boom findet allerdings seine Grenzen in der sinkenden Verfügbarkeit von IT-Fachkräften.

ITK-Markt wächst

Der Markt für Informationstechnik und Telekommunikation wird in der EU in diesem Jahr um 2,9 auf 668 Millionen Euro wachsen. Eine entsprechende Hochrechnung des European Information Technology Observatory EITO zitiert der Branchenverband BITKOM. 320 Milliarden Euro entfallen auf die IT-Branche, die ein Plus von 4,4 Prozent erwartet. Besonders Software und IT-Services sind die Wachstumsmotoren mit plus 6,5 und 5,5 Prozent. Die Telekommunikation wird EU-weit hingegen nur um 1,1 Prozent auf 352 Milliarden Euro wachsen. Wachtsumstreiber hier sind die boomenden Festnetz-Datendienste mit plus 6,4 Prozent. Nach einer eigenen Erhebung des BITKOM ist die ITK-Industrie in Deutschland die klassische Industriebranche mit der höchsten Wertschöpfung in Deuschland. 74 Milliarden Euro wurden 2005 erzielt.

EU-Kommission eröffnet Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland

Deutschland wird bald ein förmliches Mahnschreiben der EU erhalten und läutet damit die nächste Eskalationsstufe im Streit darüber ein, dass die Deutsche Telekom von der Wettbewerbsregulierung im Breitbandmarkt ausgenommen wird. Da sich die EU für ein Eilverfahren entschieden hat, muss Deutschland nun innerhalb von 15 Tagen diesesSchreiben zu beantworten. Die EU-Kommission will so schnell wie möglich den Fall vor den Europäischen Gerichtshof bringen. Die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding sieht in der Gewährung der Regulierungsferien einen Versuch, den Wettbewerb auszuhebeln.

Telekom und ver.di streiten weiter - am Verhandlungstisch

Im Streit um die Ausgliederung von 60.000 Beschäftigten der T-Com in eine eigene Servicegesellschaft T-Service sind nun Gespräche zwischen ver.di und der Deutschen Telekom einberaumt worden. In der kommenden Woche soll eine große Verhandlungskommission tagen. ver.di befürchtet einen Verkauf von Unternehmensteilen und kritisiert außerdem die geplante Arbeitszeitsteigerung von 34 auf 38 Stunden. "Die Drohungen gegen die Beschäftigten müssen vom Tisch. Deshalb begrüßen wir, dass unsere Forderung nach Verhandlungen endlich erfüllt wird. Offenbar haben die öffentlichen Proteste Wirkung gezeigt", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder. Anstatt Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Arbeitnehmern sei jetzt Standhaftigkeit gegenüber die überzogenen Erwartungen der Anteilseigner gefragt. Ver.di hat außerdem die Forderung nach einer Volltarifierung der neuen Gesellschaften bekräftigt. Anfang des Monats waren auch Streik und alle Mittel der Tarifpolitik nicht ausgeschlossen worden, um den Forderungen der Gewerkschaft Gehör zu verschaffen.
Mehr dazu unter:
http://tk-it.verdi.de/news/telekom_druck_zeigt_wirkung/
data/1303_telekom.pdf

Siemens soll AUB-Betriebsrat bestochen haben

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" steht die Siemens AG in dem Verdacht, AUB-Betriebsräte gekauft zu haben. Nürnberger Ermittler würden prüfen, ob diese Zahlungen auch dazu geführt haben, dass Betriebsratswahlen beeinflusst wurden. Es geht um Zahlungen in Höhe von 14,75 Millionen Euro an den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB), Wilhelm Schelsky, schreibt die Zeitung. Es herrschten Zweifel, ob angemessene Leistung für die Beraterhonorare geleistet wurden. Schelsky sitzt in Untersuchungshaft.

IBM soll in Deutschland umgebaut werden

Der neue IBM-Chef von Deutschland, Martin Jetter, will der hiesigen Tochter einen umfangreichen Umbau verpassen. Durch die Besinnung auf Kernkompetenzen soll das Unternehmen effizienter werden, sagte Jetter dem "Handelsblatt". Ob das auch die Trennung von Mitarbeitern zur Folge hat, schließt Jetter nicht aus. Konkrete Zahlen nannte er aber nicht. Aber: "Jeder Mitarbeiter muss zeigen, dass er besser ist, als die IBM-Kollegen in anderen Ländern", sagte Jetter dem Blatt.

Mangel an Fachkräften beunruhigt die Internet-Branche

Die aktuelle Internet-Boomphase hat auch ihre Schattenseiten. Denn immer mehr Multimedia-Agenturen wollen zwar dank der anziehenden Konjunktur wieder kräftig einstellen, finden aber kaum geeignete Bewerber. Laut dem BVDW sind viele Agenturen an dieser Misere selbst schuld, da sie in Krisenzeiten kaum ausgebildet haben.
"Der Fachkräftemangel der Digitalen Wirtschaft ist seit Monaten das beherrschende Thema der Branche", warnt Tanja Feller, Geschäftsführerin des Bundesverbands Digitale Wirtschaft gegenüber dem Branchendienst iBusiness.de. Der Verband bekommt immer öfter Klagen von Mitgliedern zu hören, die verzweifelt auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind. Heiß begehrt sind derzeit laut BVDW-Sprecher Christoph Salzig vor allem Onlinemarketing-Experten und Programmierer sowie Fachkräfte aus dem Dreigestirn Markting, PR und Werbung "mit deutlicher Online-Affinität".



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Peter B., München
„Ich arbeite in einem Umfeld, in dem wir immer wieder mit neuen Restrukturierungs-ideen konfrontiert werden. Nur gemeinsam können wir Wege entwickeln, mit derartigen Situationen umzugehen oder zu versuchen, die Entwicklungen der eigenen Branche mitzugestalten. ver.di bietet hierzu die Plattform.“