Newsletter vom 15.12.2006

Neueinstellungen geplant

Bis zu 500.000 Neueinstellungen sind in Deutschland in Planung. Das ergab eine Studie des Centre of Human Resources Integration Systems der Universitäten Frankfurt und Bamberg gemeinsam mit dem Online-Stellenportal Monster. Dazu wurden 1.000 führende deutsche Konzerne in Deutschland sowie die Top 300 aus den Branchen Maschinenbau/Elektrotechnik, Handel sowie Pharma/Medizintechnik befragt. Doch: Die Unternehmen konstatieren immer deutlich einen Fachkräftemangel. 87 Prozent der Befragten wollen sich beim Kampf um die besten Talente im Ausland nach geeignetem Personal umsehen. In dasselbe Horn stößt eine Erhebung des VDI, nach der in Deutschland 22.000 Ingenieure fehlen, vornehmlich in Nordrhein-Westfalen (4.200), Bayern (3,900) und Baden-Württemberg (3.800). Nach Einschätzung des VDI-Präsidenten Professor Eike Lehmann, zieht "jede nicht-besetzte Ingenieurstelle 2,3 nicht-realisierte Arbeitsplätze in Forschung und Handel nach sich." Sein Fazit: "Demnach entgehen uns insgesamt 70.000 Stellen und deren Wertschöpfung." Fachkräftemangel ist offenbar auch für die IT-Branche vorprogrammiert. Laut dem statistischen Bundesamt haben 2006 fünf Prozent weniger Informatik studiert als das Jahr zuvor. Die Zahl der Erstsemester ist um 3,5 Prozent zurückgegangen.

Telekom wird umgebaut

Der Personalvorstand der Deutschen Telekom verlässt das Gremium: Heinz Klinkhammer legt sein Amt nieder. Zunächst gibt es keinen Nachfolger, kommissarisch wird Karl-Gerhard Eick, der gleichzeitig auch Finanzvorstand ist, fürs Personal zuständig sein. Sein Vertrag wurde um fünf Jahre vom Aufsichtsrat verlängert. Gleichzeitig wird Festnetz-Chef Walter Raizner den Konzern verlassen. Ihm folgt Timotheus Höttges. Hamid Akhavan wird zudem neuer Chef des Mobilfunkbereichs T-Mobile. Künftig soll bei dem Unternehmen der Service und die Kundenorientierung im Mittelpunkt stehen. Details der künftigen Strategie will der neue Telekom-Chef René Obermann im Frühjahr präsentieren.

T-Mobile-Mitarbeiter bekommen drei Prozent mehr

Drei Prozent mehr Lohn und eine Einmalzahlung von bis zu 350 Euro erhalten 2007 die Beschäftigten von T-Mobile. So sieht es die Tarifeinigung zwischen dem Mobilfunkunternehmen und ver.di vor. Als besonders erfolgreich beurteilt ver.di die Regelungen für 70 Auszubildende, nach denen diese nach ihrer Ausbildung übernommen werden. Der neue Tarifvertrag endet am 31. Dezember 2007 und betrifft etwa 8.000 Beschäftigte.

SAP und IBM sind die attraktivsten Arbeitgeber

Für Absolventen eines Informatikstudiums sind SAP, IBM und die Fraunhofer Gesellschaft die drei Top-Arbeitgeber. Das ergab die Studie Access-Survey 2006/07des Personaldienstleisters Access. Demnach würden für SAP gern 29,9 Prozent der Befragten, für IBM 29,4 und für die Fraunhofer Gesellschaft 27,8 Prozent der Befragten gerne arbeiten. Diese war im Ranking des vergangenen Jahres erst auf Platz drei gelegen. IBM nahm damals den ersten Platz ein. Siemens, im 2005er-Ranking noch auf Platz zwei, muss sich nun auf Rang sechs einordnen. Für Elektroningenieure ist der Konzern aber immer noch dank des erhofften guten Betriebsklimas der begehrteste Arbeitgeber. Nach oben schoss hingegen Google, das von Platz 25 auf Rang 8 vorrückte. Unter den begehrtesten Arbeitgebern finden sich aber nicht nur klassische IT-Firmen, sondern auch Unternehmensberatungen, McKinsey beispielsweise rückte von Platz 21 auf Platz 10 vor. Für die Erhebung wurden allgemein 6.343 Absolventen interviewt, für den Bereich Informatik waren es 1.075.
Hier geht's zur Studie:
http://recruiting.access.de/download/
Die_beliebtesten_Arbeitgeber_2006.pdf


Studie: Junge Mitarbeiter-Generation wird ausgebremst

Deutsche Unternehmen sind auf die Mitarbeiter-Generation der nach 1980 Geborenen schlecht vorbereitet. Eine Studie von Forrester Consulting im Auftrag von Xerox hat ergeben, dass diese sogenannten Millennials ausgebremst werden. Das ist fatal, denn gerade diese Millennials sind die, die Veränderungen am Arbeitsplatz vorantreiben. Sie bräuchten aber mehr als die üblichen gestellten Arbeitsmittel Handy, Laptop, sie verlangten nach neuen Kommunikationstools wie WebCasts, Blogs, Videokonferenzen und Fernzugriffe, so die Studie. 45 Prozent der befragten 1.250 Unternehmen gaben beispielsweise an, nicht einmal Blogs zu planen. Charakteristisch aber für die Arbeitsweise der Millennials ist der Studie zufolge, dass diese es gewohnt sind, einen schnellen Zugang zu Informationen zu haben, sie diese aus verschiedenen Quellen zusammensuchen und sie schnell zu verarbeiten, sie bevorzugen gemeinsame Räumlichkeiten, haben eine flexible Vorgehensweise, arbeiten gerne im Multitasking-Modus und in nicht-hierarchischen Gruppen.

IDS Scheer stellt ein

Der Software- und Service-Anbieter IDS Scheer aus Saarbrücken will 100 neue Berater einstellen. Der Beratungsbereich soll ausgeweitet werden und die neuen Kollegen vor allem im Bereich höherwertige Dienste für die Prozessoptimierung der Kunden eingesetzt werden.

Studie: Deutsche Unternehmen bevorzugen einheimische IT-Dienstleister

Deutsche Unternehmen stehen dem Trend zum Offshoring ausgesprochen skeptisch gegenüber. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des IT-Beratungsunternehmens Softlab. Demnach findet es nur ein Viertel der befragten Unternehmen gut, wenn IT-Unternehmen bestimmte Dienstleistungen in Billiglohnländer auslagern. Dagegen sind 56 Prozent der Meinung, dass ihre IT unbedingt durch einen Dienstleister mit Sitz in Deutschland unterstützt werden sollte. Fast zwei von fünf Unternehmen würden sogar ihre Geschäftsbeziehungen überdenken, wenn IT-Dienstleister wichtige IT-Services in kostengünstigere Länder auslagern. Zu den Hauptgründen für die kritische Haltung gegenüber dem Offshoring gehört die Befürchtung, dass bei ausländischen Dienstleistern Verständigungsprobleme auftreten. 61 Prozent der befragten Firmen haben genau diese Befürchtung. Ein weiteres Risiko sehen mehr als die Hälfte der Unternehmen darin, dass es zu zeitlichen Verzögerungen bei Problemlösungen wegen der geografischen Entfernung kommen kann. Rund die Hälfte der befragten Unternehmen befürchtet sogar Einbußen bei der Produktivität durch höhere Ausfallzeiten bei den Computersystemen. 44 Prozent der Befragten sind zudem der Meinung, dass in Billiglohnländern geringere Qualitätsmaßstäbe gelten. Für die Studie hat Softlab über 400 IT-Verantwortliche aus kleinen und mittelständischen Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz aus allen Branchen in Deutschland befragt.

Onlinenutzung am Arbeitsplatz: Deutsche Arbeitnehmer fühlen sich überwacht

Deutsche Arbeitnehmer gehen davon aus, dass ihr EMail-Verkehr und ihre Internetnutzung vom Arbeitgeber kontrolliert wird. Fast die Hälfte der Beschäftigten ist davon überzeugt, dass ihr Chef sie überwacht. Mit ihrer Befürchtung befinden sich die Deutschen in guter Gesellschaft: So glaubt in Italien, Belgien, den Niederlanden und in Frankreich sogar mehr als jeder zweite Arbeitnehmer, dass Internetnutzung und E-Mails überwacht werden. Spitzenreiter sind hier die Belgier und Franzosen, die sich mit jeweils 56 Prozent am stärksten kontrolliert fühlen. Im europäischen Durchschnitt glauben lediglich 18 Prozent, dass ihr Chef ihnen vertraut und sie nicht kontrolliert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der europäischen Jobbörse Stepstone, die unter mehr als 19.000 Besuchern in acht Ländern Europas durchgeführt wurden. Deutlich mehr Vertrauen gegenüber ihrem Arbeitgeber haben die norwegischen Beschäftigten: Nur ein knappes Drittel von ihnen nimmt an, dass Internetnutzung und E-Mails am Arbeitsplatz überwacht werden. An der Umfrage auf den Internetseiten von Stepstone in Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Italien, Belgien, den Niederlanden und Frankreich beteiligten sich insgesamt 19.087 Besucher. Einzelergebnisse der Umfrage gibt es hier:
http://www.stepstone.de/home_fs.cfm?contentpage=
http://www.stepstone.de/content/DE/DE/about/

Informatiker steigen mit hohen Gehältern ein

Informatiker mit Master-Abschluss an der Uni erhalten neben den Ingenieuren die höchsten Einstiegsgehälter. Das zeigt eine Studie, die die IG Metall mittlerweile zum sechsten Mal erhoben hat. Demnach erreichen rund zehn Prozent der Berufseinsteiger mit einem Master-Abschluss in diesen beiden Bereichen ein Jahresgehalt von 46.340 Euro oder mehr. Zum Vergleich: Im Mittel liegt die jährliche Vergütung bei 42.974 Euro. Immerhin liegen 50 Prozent der Berufsanfänger unter diesem Wert. Ungefähr ein Zehntel der Ingenieure und Informatiker mit Master-Abschluss verdienen bei ihrem Berufsstart weniger als 38.383 Euro jährlich. Wie die Studie zeigt, verdienen 90 Prozent der Ingenieure und Informatiker mit einem Bachelor-Abschluss pro Jahr weniger als 45.345 Euro. Im Schnitt liegt ein Jahresgehalt hier bei etwa 41.700 Euro. Rund ein Zehntel der Absolventen einer Berufsakademie kommen beim Einstieg ins Unternehmen auf 38.480 Euro im Jahr. Untersucht wurden für die Studie die Gehälter von mehr als 3.000 Absolventen, die 2006 in 45 überwiegend tarifgebundenen Unternehmen angefangen haben.

Jobausschreibungen: Erste Unternehmen fordern Kenntnisse von Web 2.0

Das Web 2.0 kommt zunehmend im Mainstream an. Wie ein aktueller Streifzug der Redaktion des Branchendienstes durch die deutschen Online-Jobbörsen zeigt, verlangen Unternehmen zunehmend von ihren künftigen Mitarbeitern Web-2.0-Kenntnisse: egal ob es sich dabei um Jobs für Entwickler, Webdesigner oder Marketeers handelt. Je nach Stellenportal schwankt das Verlangen nach profundem Web-2.0-Wissen aber deutlich.
Bei Monster.de werden sechs Blog-Experten gesucht, Bei Stepstone Relation Browser etwa liefert eine Blog-Suche sechs Treffer. Darunter übrigens ein Stellengesuch des Social-Networking-Portals MySpace Relation Browser: Gefahndet wird nach einem Web-Designer für den Deutschland-Ableger des internationalen Web-2.0-Portals. Die meisten Web-2.0-Stellen mit 24 Treffern liefert Stellenanzeigen.de Relation Browser: Allerdings muss man diese Zahl revidieren, denn gesucht werden in erster Linie IT-Verantwortliche und Java-Entwickler mit Kenntnissen mit der Plattform Weblogic.
Bei Jobware Relation Browser sieht es ähnlich aus, allerdings findet sich hier auch ein Angebot des Online-Vermarkters G+J Electronic Media Sales Relation Browser. Gesucht wird ein Programmierer mit "hohem Interesse an aktuellen Webentwicklungen wie Blogs, Social Networks, Wikis und Podcasts". Bei Jobpilot Relation Browser bietet Brillenglas-Hersteller Rodenstock Relation Browser ein Praktikum in Marketing und Öffentlichkeitsarbeit an. Voraussetzung: "Sie haben Interesse an allen Formen elektronischer Kommunikation: von der Website bis zum Blog." Den interessantesten Treffer aber liefert die Job-Suchmaschine IC Jobs Relation Browser, die ausschließlich Stellenausschreibungen auf Corporate-Websites listet: Unter den fünfzehn Treffern ist auch ein Angebot des PR-Netzwerks Global Com Relation Browser mit Sitz in München. Gesucht wird ein "PR-Junior mit Internet-Erfahrung für den Schwerpunkt Web 2.0". Ach ja: Die Arbeitsagentur Relation Browser liefert als einzige von iBusiness untersuchte Jobbörse zu dem Stichwort 'Blog' überhaupt keinen Treffer.

Immer mehr online ausgeschriebene Stellen

Deutscher Personal schreiben immer mehr Stellen online aus. Das ist das das Ergebnis der Studie 'Trendbarometer Personalwesen 2006' der Online-Jobbörse Stellenanzeigen.de zur Homepage dieses Unternehmnes Relation Browser. Demnach haben im vergangenen Jahr erst 60 Prozent aller Befragten ihre Stellen überwiegend bei einer Online-Stellenbörse ausgeschrieben. In diesem Jahr liegt dieser Wert der Befragung zufolge bereits bei 72 Prozent.
Interessant: Laut der Studie spielen trotz der steigenden Beliebtheit von Online-Stellenausschreibungen auch Tageszeitungen weiterhin eine große Rolle: besonders auf regionaler Ebene. Über 40 Prozent der befragten Personalverantwortlichen möchten auch in Zukunft auf die alt bewährte Stellenanzeige in ihrer Zeitung nicht verzichten. Demnach ist für Personaler bei Stellenausschreibungen die Kombination von Anzeigen in einer Online-Stellenbörse und einem Printmedium am vielversprechendsten.



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Thilo N., Frankfurt
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