AMD schafft Arbeitsplätze in Dresden
2,5 Milliarden Euro will der amerikanische Chip-Hersteller AMD in den Ausbau seiner beiden Fabriken in Dresden investieren. 420 neue Arbeitsplätze sollen hier entstehen. Die Offensive gilt dem Ziel, Marktführer Intel Marktanteile abzujagen - 30 Prozent, also zehn Prozentpunkte mehr als derzeit, ist für 2008 die Richtschnur. Unterstützt wird das Projekt auch von der Bundesregierung. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, im Kabinett auch für den Aufbau Ost zuständig, hat eine Investitionszulage zugesagt. Im Vorfeld dieser Bekanntgabe hatte es Spekulationen um den Bau eines weiteren, also dritten Werkes in der Region gegeben. Eine Entscheidung will AMD aber erst im Sommer treffen. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen bereits vier Milliarden Euro in die Werke in Dresden gesteckt, 2.800 Arbeitsplätze seien bei AMD selbst geschaffen worden, 4.000 weitere bei Zulieferfirmen der Region.
http://www.amd-jobs.de
Behördendienste werden digital
Bis 2010 sollen sämtliche Bürger Europas elektronische Behördendienste nutzen können. Das sieht der EGovernment-Aktionsplan der Kommission der Europäischen Gemeinschaft vor. Gegebenenfalls sollen Projekte mit Fördermitteln unterstützt werden. Dieser Aktionsplan 'Beschleunigte Einführung elektronischer Behördendienste zum Nutzen aller' der Europäischen Kommission schreibt fest, dass bis 2010 "allen Bürgern Europas vertrauenswürdige, innovative Dienste mit einfachem Zugang zur Verfügung stehen" sollen.
Ein weiteres Hauptziel der EU-Kommission bis 2010: Die elektronische Vergabe öffentlicher Aufträge soll zu 100 Prozent möglich sein und zu 50 Prozent tatsächlich elektronisch abgewickelt werden. Die Kommission will die Mitgliedsstaaten in ihren Anstrengungen unterstützen. Noch in diesem Jahr sollen die genauen Ziele mit den Mitgliedsstaaten festgelegt, bis 2007 fixe Vorgaben entwickelt werden. 2008 will die EU Spezifikationen für plattformübergreifende Bereitstellungsstrategien herausgeben, die den Zugang zu den digitalen Behördendiensten über verschiedene Kanäle wie Fernsehen, Mobilfunk, Festnetztelefon und weitere interaktive Geräte vorsehen. Das Einsparpotenzial elektronischer Behördendienste bei einer EU-weiten flächendeckenden Einführung schätzt die Kommission europaweit auf 50 Milliarden Euro jährlich.
IT-Berater mit stabilen Einkünften
Die Listenpreise für Berater im Umfeld von IT-Dienstleistungen haben sich im Vergleich zum Zeitraum von vor einem Jahr hierzulande weitgehend stabilisiert, so das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung. Laut der Experton-Group können Berater im Umfeld von IT-Dienstleistungen aufatmen. Denn im Gegensatz zum Vorjahr haben sich laut den Analysten die Listenpreise für Berater weitgehend stabilisiert. In einigen sehr gefragten Gebieten, wie etwa 'Information Life Cicle Management' liegen demnach die Tagessätze deutlich über 1.200 Euro. Bei weniger innovativen Gebieten könne ein Berater froh sein, wenn er Tagessätze zwischen 900 und 1.000 Euro erzielen könne. Derzeit weichen die tatsächlich gezahlten Preise laut den Untersuchungsergebnissen nicht mehr derart gravierend von den Listenpreisen ab wie noch vor einigen Jahren. Es seien zwar durchaus noch Abweichungen von 20 Prozent und mehr nach unten festzustellen, in der Regel bewegen sich Rabatte jedoch "nur" zwischen fünf und zehn Prozent. In den hoch standardisierten Leistungsbereichen wie etwa System- und Servicemanagement oder auch im ERP beziehungsweise SAP-Geschäft existiert jedoch weiterhin ein hoher Preisdruck. Im Lösungsbereich SAP-Solutions ist der Straßenpreis laut den Analysten im Vergleich zu 2005 um 20 Prozent gefallen. Der durchschnittliche Tagessatz eines Senior Consultants liegt demnach bei 1.150 Euro. Die Tagessätze werden von Experton Group kontinuierlich untersucht. Dabei geben Anwender dem Beratungsunternehmen die Preislisten der Dienstleister. Daraus werden unter anderem Durchschnittswerte gebildet.
Bundesregierung hält an Telekomgesetz fest
Das Bundeskabinett will an der Neufassung des Telekomgesetzes festhalten. Eine entsprechende umstrittene Vorlage des Wirtschaftsministeriums wurde vom Kabinett gebilligt. Denn Teil dieses Gesetzes ist, dass das VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz der Telekom eine befristete Zeit nicht von der Bundesnetzagentur reguliert wird. Telekom-Konkurrenten und Verbraucherschützer befürchten eine Monopol-Stellung der Telekom. Ver.di hingegen begrüßt weitgehend die Regelung, weil sie den im Vorfeld eingereichten Stellungnahmen entspricht. Innovationen und Investitionen in moderne breitbandige Telekommunikationsnetze würden gefördert. Gegenwind kommt aber von der EU-Kommission, die die Pläne kritisiert und sogar damit gedroht hat, ein Vertragsverletzungsverfahren einzuleiten.
Computerkenntnisse werden immer wichtiger
Bis 2020 soll der gesamte Arbeitsalltag weitestgehend von IT-Technologie durchdrungen sein. Das ergibt eine Studie des Fraunhofer ISI gemeinsam mit der MFG Stiftung Baden Württemberg. Auch bei den Arbeitnehmern, die einfachere Arbeiten erledigen, werden sehr gute IT-Kenntnisse vorausgesetzt. Wer, so prognostiziert die Studie, diese Kenntnisse nicht vorweisen kann, gerät beruflich aufs Abstellgleis. Die Studie basiert auf einer Delphi-Befragung von 250 Experten. Ein weiteres Ergebnis: Die Unternehmen können durch die EDV-Vernetzung bis zum Jahr 2020 die Zusammenarbeit ihrer Mitarbeiter effizienter, innovativer und kreativer gestalten.
Alle Fakten der Studie, die auch die IT-Einflüsse auf die Freizeitgestaltung umfassen, sind hier zu finden:
http://www.fazit-forschung.de/fileadmin/_fazit-forschung/
downloads/FAZIT-Delphi_Band3.pdf
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