Personalmarkt: IT-Professionals händeringend gesucht
Der Fachkräftemangel in der IT-Branche wird immer deutlicher. Spätestens 2008 wird es wieder einen „signifikanten Mangel an gut ausgebildeten Arbeitskräften in den technischen Disziplinen geben,“ prognostiziert der Branchenverband Bitkom in seinem aktuellen Stimmungsindex, der vierteljährlich erhoben wird. Der Anteil der von Fachkräftemangel betroffenen Unternehmen habe sich innerhalb eines halben Jahres von 18 auf 36 Prozent verdoppelt. Der Bitkom mahnte deswegen an, Bund, Länder, Schulen und Universitäten sollten das Problem gemeinsam angehen. Dass deutsche Unternehmen mehr denn je auf Personalsuche sind, zeigt auch die aktuelle Umfrage 'Recruitment Trends' des Online-Stellenportals Stepstone. Demnach planen derzeit 60 Prozent der deutschen Unternehmen, weiteres Personal einzustellen. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren hatten nur 45 Prozent der Unternehmen Neueinstellungen auf der Liste. Gefragt sind derzeit vor allem Fach- und Führungskräfte in den Bereichen IT und Telekommunikation. Hier hat sich das Angebot an offenen Stellen in den vergangenen zwei Jahren mehr als verdreifacht. Für die Studie 'Recruitment Trends 2006' hat Stepstone rund 2.100 Personalmanager in Europa befragt.
Mehr dazu unter
www.stepstone.de/ueberuns/presse/survey2006_
rectrends01.html
Studie: Fast 60.000 neue Jobs durch Breitband-Deregulierung
Würde der deutsche VDSL-Markt dereguliert, könnte das 59.000 mehr Arbeitsplätze und ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts um jährlich 0,2 Prozent bringen. Das besagt die aktuelle Studie „Deregulierung in europäischen Breitbandmärkten“ der Unternehmensberatung Mercer Management Consulting und der Volkswirtschaftsberatung NERA Economic Consulting. Bei ihrer Studie haben die Autoren die Verhältnisse und Prognosen für den US-Markt herangezogen und diese auf den europäischen Markt extrapoliert. Würde es durch eine Deregulierung mehr Wettbewerb geben, könnte die Zahl der Nutzer von derzeit acht auf 20 Million steigen. Knackpunkt dafür sei aber, ob und wie der Markt für das Hochgeschwindigkeits-Internet geregelt wird. Die Bundesregierung und die Bundesnetzagentur wollen zunächst keine Regelung für die Telekom, die in den Ausbau des Glasfasernetzes drei Milliarden Euro investieren will. Beide wollen erst einmal abwarten, wie sich der Markt entwickelt. Die EU-Wettbewerbshüter hingegen dringen wegen einer befürchteten Monopolstellung auf eine restriktive Regelung. Ein Zuviel an Reglement allerdings kann der Studie zufolge „abschreckend auf Investitionen in neue Dienste und die dafür notwendige Infrastruktur sein“.
Die Studie kann hier heruntergeladen werden:
http://www.mercermc.de/mapper.php3?file=upload_material%
2F182.pdf&name=Studie_Deregulierung_in_Breitbandm_rkten.pdf
&type=application%2Fpdf
IT-Ausbildung bietet guten Karrierestart
Absolventen eines IT-Ausbildungsberufs haben nach ihrem Abschluss gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Zwei Drittel finden gleich eine Stelle, wie die Studie „IT-Ausbildung und was dann“ belegt, die die Initiative D21 mit dem Deutschen Industrie und Handelskammmertag und dem Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit veröffentlicht hat. Für die Berufsanfänger mit IT-Abschluss sei die Übernahmequote höher als in herkömmlichen Berufen. Befragt wurden 1.048 Männer und Frauen, die im Sommer 2005 ihren Abschluss in einem IT-Beruf gemacht haben. Besonders positiv sehen Betriebe und Auszubildenden die betriebliche Projektarbeit, die ein neues zentrales Element der Abschlussprüfung ist.
SNT entlässt, Walter TeleMedien stellt ein
Aus Kostengründen will der Callcenter-Betreiber SNT vier Standorte in Deutschland schließen und 900 Mitarbeiter entlassen. Betroffen sind die Niederlassungen in Pforzheim, Köln, Limburg und Dietzenbach, die innerhalb weniger Monate ihre Büros schließen. Die Pforzheimer Kollegen könnten mit etwas Glück beim SNT-Konkurrenten Walter TeleMedien einstiegen, der allein in Baden-Württemberg 160 neue Arbeitsplätze schaffen will. Mehrere hundert Neueinstellungen sind deutschlandweit in Planung. Im vergangenen Jahr hatte der Callcenter-Spezialist 1.000 neue Mitarbeiter eingestellt und war im Ranking der Wirtschaftswoche unter die Top 100 der Arbeitsplatzbeschaffer von Rang 31 auf Rang 14 geklettert.
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