Die Zukunft der IT-Branche

Die IT-Branche ist einer der entscheidenden Wachstumsmotoren der deutschen Wirtschaft. Nach dem Platzen der „New-Economy-Blase“ geht es der im Bereich der Nullen und Einsen wieder sanft aufwärts. Es zeichnet sich ab, dass sich die wirtschaftlichen Aussichten verbessern und die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen dieser Branchen steigen.
Im Vordergrund einer weitsichtigen Unternehmenspolitik steht der vernünftige und faire Umgang mit den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Für diese waren die Entwicklungen der vergangenen Jahre allerdings allzuoft eine Achterbahnfahrt.
Der Erfolg der Branche ist eng verknüpft mit dem beruflichen Engagement der Beschäftigten. Diese arbeiten hocheffektiv und professionell. Ihr Know-How ist die Grundlage für die weitere Entwicklung der Branche.
Diesem Know-How muss sorgsam begegnet werden. Dazu gehört die konsequente Pflege und Weiterentwicklung von Wissen, wie auch der gute Umgang mit dem Wissensträger Mensch. Dieses wird deutlich an guten Arbeitsbedingungen. Gradmesser sind angemessene Bezahlung und sinnvolle Arbeitszeiten.
Um so verhängnisvoller ist es, wenn in vielen Unternehmen dieses Wirtschaftszweiges nach wie vor rigide Kostensenkungs- und Personalabbauprogramme den Alltag prägen. Der Ruf nach immer längeren Arbeitszeiten, wie zu Beispiel vom SAP-Vorstandssprecher Henning Kagermann bei der Eröffnung der CeBIT 2005, setzt hier ein falsches Signal.
Wachstums- und Innovationspotenziale verspielt, wer diesen verhängnisvollen Kurs beibehält. Beschäftigungspolitische Weitsicht ist angesagt, statt der ausschließlichen Orientierung auf kurzfristige Gewinne.


CHANCEN NUTZEN STATT KAPUTTSANIEREN


Der für die IT-Branche zuständige ver.di Fachbereich will sich einmischen und Antworten und Alternativen zur kurzsichtigen Kostenreduzierungsstrategie der Unternehmen entwickeln. In dem vorliegenden ver.di-Perspektivenkonzept geht es nicht nur um die sozialverträgliche Begleitung des Personalabbaus, sondern um zusätzliche Chancen für Unternehmen und Beschäftigte. Vieles passt nicht zusammen: Auf der einen Seite Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung aus dem Arbeitsprozess und auf der anderen Seite Leistungsverdichtung und Stress. Brückenstrategien sind gefordert.


Zum Perspektivenkonzept für die TK-/IT-/DV-Branchen bitte hier klicken...


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Thilo N., Frankfurt
„Der Fortschritt technischer Vernetzung und Globalisierungsmaßnahmen verschiebt Arbeit in „Billiglohnländer“. Nur ein starkes persönliches Netzwerk zwischen Menschen wirkt diesem entgegen. Dafür brauchen wir eine starke Gewerkschaft. Deshalb bin ich ver.di-Mitglied."