Tarifrunde T-Systems geht in die Schlichtung
Die Tarifrunde bei der Telekom-Tochter T-Systems ist gescheitert. Das hat die Große Tarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auf ihrer Sitzung am Donnerstagvormittag in Berlin entschieden. Gleichzeitig hat sich das Gremium für die Einleitung des Schlichtungsverfahrens ausgesprochen. Schlichter ist der ehemalige Hamburger Bürgermeister Henning Voscherau.
Während der Verhandlungen für die mehr als 20.000 betroffenen Beschäftigten habe sich T-Systems kaum bewegt. Das Angebot sei weit unter den Möglichkeiten des Unternehmens geblieben und werde von den Beschäftigten als Zumutung betrachtet, sagte ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder: "Telekom und T-Systems fehlt es offenbar an der Kraft, eine eigenständige Verhandlungslösung zu entwickeln."
Auftakt der Schlichtung ist am Montag, dem 22. Februar 2010. Mit einem Ergebnis wird Ende Februar gerechnet. Anschließend verhandeln beide Tarifparteien über das Schlichtungsergebnis. Bis zu diesem Zeitpunkt herrscht Friedenspflicht.
In den vergangenen Tagen hatten sich insgesamt rund 2.000 Beschäftigte von T-Systems an unterschiedlichen Standorten an befristeten Arbeitsniederlegungen beteiligt.