Die Schlichtung während der laufenden Tarifrunde für die rund 22.000 Beschäftigten von T-Systems ist mit einem einvernehmlichen Ergebnis zu Ende gegangen. Dabei hat Schlichter Henning Voscherau, ehemaliger Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, ein Tarifpaket aus verschiedenen Elementen empfohlen: Demnach sollen die Gehälter vom 1. März 2010 an linear um 2,5 Prozent steigen, zum 1. Februar 2011 sollen weitere 2 Prozent hinzu kommen. Die Laufzeit des Tarifabschlusses soll 24 Monate bis zum 31. Dezember 2011 betragen.
Wichtig bei diesem Abschluss aus Sicht der T-Systems sei die erforderliche Planungssicherheit des Unternehmens über die gesamte Laufzeit des Vertrages und die positive Signalwirkung an die Beschäftigten. Hierdurch würden die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen, den eingeschlagenen schwierigen und wichtigen Konsolidierungskurs weiter zu beschreiten, erklärte T-Systems-Verhandlungsführer Matthias Schuster.
Besonders wichtig sei zudem, dass alle Beschäftigten von einem Tarifabschluss mit steigenden Tabellenlöhnen profitierten. Die Laufzeit strapaziere allerdings die Kompromissfähigkeit, während sich Dimension des Abschlusses sehen lassen könne. In die nächste Tarifrunde bei T-Systems werde man dann mit deutlich höheren Gehältern gehen können, betonte ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder.
Die Große Tarifkommission von ver.di und das T-Systems-Management werden am Dienstag, den 2. März 2010, über die Annahme des Schlichterspruchs entscheiden.