Am Tag nach dem von der Financial Times Deutschland ausgelösten Pressesturm über den Abbau von 3000 Stellen bei bis zu 1.500 betriebsbedingten Beendigungskündigungen bei T-Systems
(siehe T-Systems-Update vom 03. April), trafen sich am 07. Mai 2009 Mitglieder der ver.di-Verhandlungskommission mit Arbeitgebervertretern in Bonn zu einem Abstimmungsgespräch. Die ver.di-Vertreterinnen und -Vertreter formulierten dabei ihre Ablehnung betriebsbedingter Beendigungskündigungen. Zwar kann man den Eindruck gewinnen, dass der Arbeitgeber auch aufgrund des Medienechos seine Position überdenkt, trotzdem legte er kein neues Verhandlungsangebot vor. Eine Fortführung der Tarifverhandlungen zum Rationalisierungsschutz soll zu einer Lösung führen.
Trotz unterschiedlicher Auffassungen wurde immerhin vereinbart die Verhandlungen zügig wieder aufzunehmen. Eine konkrete Terminabstimmung für weitere Tarifverhandlungen wird aber erst in den nächsten Tagen folgen.
Um das weitere Vorgehen abzustimmen, wird es ebenfalls ein Treffen mit den Betriebsräten der T-Systems und ver.di geben.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen, wird deutlich, dass der Ausgang der kommenden Verhandlungen auch stark davon abhängig ist, wie geschlossen sich die Beschäftigten hinter die Forderungen der Verhandlungskommission stellen. Jedes neue ver.di-Mitglied stärkt die Verhandlungsposition der Arbeitnehmerseite.
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