IBM-Update 09.07.2009

Vierte Verhandlungsrunde: Schwierige Verhandlungen um die Berechnungsgrundlagen

Die vierte Runde der Tarifverhandlungen bei IBM am 9. Juli in Stuttgart startete mit  einer neuen Präsentation der externen IBM-Berater Lurse und Hewitt. Dargestellt wurde das Ergebnis einer Gesamtvergütungsanalyse der IT-Branche. Damit können dann die jeweiligen Job-Families bei IBM verglichen werden. Strittig war im Folgenden die Berechnungsbasis, beziehungsweise die Zusammensetzung der Gesamtvergütung der IBMerinnen und IBMer im Detail. Die Verhandlungskommission rechnete die vom Arbeitgeber vorgestellten Modelle nach. Hier können schon kleine Veränderungen der Berechnungsmodelle von GDP oder anderen Incentives erhebliche Auswirkungen auf einen Marktvergleich der Gesamtvergütungen haben, deshalb forderte die Verhandlungskommission eine Anpassung für einen fairen Vergleich.
In der sechsten Verhandlungsstunde gab es eine Einigung zur Vergleichbarkeit der Berechnungsmodelle. Auf dieser Basis und dem gemeinsamen Grundverständnis, dass die weiteren Verhandlungen sowohl auf tariflicher wie auf betrieblicher Ebene den Ansatz einer Gesamtvergütungsbetrachtung beinhalten, erreichte die ver.di Verhandlungskommission eine Zusage der Arbeitgeberseite für ein Gehaltsprogramm 2009.
Die Verhandlungsrunde endete nach acht Stunden mit der Aufforderung des ver.di-Verhandlungsführers Rolf Schmidt an die IBM, bei der nächsten Verhandlungsrunde ein konkretes Angebot vorzulegen.
Die Verhandlungen werden am 16. Juli fortgesetzt.



Rolf Schmidt, der Verhandlungsführer von ver.di bei den Tarifverhandlungen mit IBM Deutschland, schreibt für ich-bin-mehr-wert.de Informationen, Eindrücke und Einschätzungen aus erster Hand. Lesen oder abonnieren Sie das IBM-Update.

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Jana S., Kiel
„Ich arbeite selbständig in einem Beruf an der Schnittstelle zwischen IT-Branche und neuen Medien. Auch für Selbständige macht es Sinn, sich zusammenzuschließen. Darum bin ich schon seit Beginn meiner Ausbildung ver.di-Mitglied."