IBM-Update 29.04.2009
ZVP wird geschlossen: IBM will sich von der betrieblichen Altersversorgung verabschieden
Die IBM-Geschäftsführung hat am 29. April 2009 den Konzernbetriebsrat darüber informiert, dass die aktuelle betriebliche Altersversorgung - der Zukunftsvorsorgeplan (ZVP) - zum 1.August gekündigt und geschlossen wird. Damit sind neu eingestellte Beschäftigte im IBM-Konzern künftig von einer betrieblichen Altersversorgung ausgeschlossen.
„Das ist Flucht vor gesellschaftlicher Verantwortung: Nach 99 Jahren Firmentradition in Deutschland wird damit ein weiteres Stück Unternehmenskultur zu Grabe getragen“, kommentiert ver.di-Konzernbetreuer Rolf Schmidt.
Die Entscheidung sei von der Geschäftsführung ohne jegliche Diskussion mit den Beschäftigten oder deren Interessenvertretern getroffen worden. Alleiniges Ziel sei offenbar eine Kostenreduzierung ohne jeglichen Bezug zur Beschäftigungssituation gewesen, betonte Schmidt.
Die Große Tarifkommission von ver.di für den IBM-Konzern hat unterdessen entschieden, die Gehaltstarifverträge fristgerecht zum 31. Mai 2009 zu kündigen und fordert die IBM auf, unverzüglich die Verhandlungen für eine Gehaltserhöhungsrunde 2009 aufzunehmen.