HP-News
Auf Initiative von ver.di-Mitgliedern bei Hewlett Packard informieren Christine Muhr, Dr. Thomas Müller und Astrid Schmidt von ver.di auf ich-bin-mehr-wert.de über aktuelle Entwicklungen und Themen bei HP. Lesen oder abonnieren Sie die HP-News.
Professionelle Interessenvertretung bei HP
In Deutschland tragen die Ideen von mehr als 10.000 Beschäftigten aus über 60 Nationen zum weltweiten Erfolg von Hewlett Packard bei. Ohne Barrieren und grenzüberschreitend arbeiten sie in einem globalen Unternehmen zusammen. Die Hewlett Packard Beschäftigten erleben, so beschreibt es das Unternehmen in seiner Selbstdarstellung, „ein einzigartiges Arbeitsumfeld mit vielen persönlichen Freiräumen, flexiblen Arbeitszeitmodellen und zahlreichen Möglichkeiten für ihren beruflichen Erfolg und ihre persönliche Weiterentwicklung.
Massiver Personalabbau
In dem globalen Unternehmen sind die Zukunftsaussichten allerdings nicht für alle gleich verteilt. Durch die Automatisierung und die Zusammenlegung von Rechenzentren werden in den nächsten Jahren voraussichtlich weitere 9.000 Stellen abgebaut - und "versetzen HP in die Lage, schneller als der Markt zu wachsen", wie Ann Livermore, Chefin des Bereich Enterprise Business gegenüber der Presse erklärte. Damit sollen ab 2013 jährlich 500 bis 700 Millionen Dollar eingespart werden. Wie sich das in Deutschland äußern wird, ist bislang noch nicht bekannt.
Auch durch Offshoring werden weiterhin Arbeitsplätze in Deutschland verloren gehen. Der Arbeitgeber HP hat bereits angekündigt, den Offshoreanteil bis 2014 massiv auszuweiten, in einzelnen Bereichen auf bis zu 80 Prozent. Das geht einher mit einer neuen Form des Offshoring, bei der komplette Prozesse an andere Firmen übergeben werden.
Mit dem Argument, das Unternehmen müsse atmen, begründet der Arbeitgeber HP zudem ein Einbahnstraßensystem im Personalumbau. Statt Beschäftigte, deren Stellen wegfallen, für neue Aufgaben und offene Stellen zu qualifizieren, setzt das Unternehmen darauf, externe Kräfte - vor allem in so genannten Bestshore-Ländern - einzustellen. Diese Politik betrifft auch Hochqualifizierte, deren Stellen ausgelagert werden, um so Personalkosten zu sparen.
Unternehmenskultur im Wandel
Hewlett Packard ist kein homogenes Unternehmen, sondern vereint unterschiedliche Betriebskulturen unter einem Dach – nicht zuletzt durch die Übernahme von EDS im Jahr 2009. Diese firmenspezifische Entwicklung korrespondiert mit Veränderungen in der IT-Branche, die sich auch bei HP bemerkbar machen und die Arbeitskultur beeinflussen. Arbeitsprozesse werden zunehmend standardisiert und in Einzelschritte zerlegt. Motivation hierfür ist ein oftmals kurzfristiges Profitdenken, aber auch der Wunsch nach mehr Kontrolle. Das bleibt nicht ohne Folgen für die IT-Beschäftigten: Arbeitsplatzunsicherheit und schwindende Wertschätzung bei gleichzeitiger Intensivierung der Arbeitsdichte produzieren Druck auf die Einzelnen, der nicht selten auf die Gesundheit schlägt.
ver.di bietet Sicherheit im Umbruch
Für ver.di-Mitglieder gibt es Arbeitsrechtsschutz und Beratungen zu den wichtigen Fragen rund um das Arbeitsleben wie zum Beispiel Aufhebungsverträge, Versetzungen, Betriebsübergänge, Arbeitszeugnisse und vieles mehr. Mit einer starken Gemeinschaft vieler ver.di-Mitglieder können die eigenen Interessen zum Beispiel durch einen Tarifvertrag abgesichert werden. Zum Beispiel hat ver.di mit dem Arbeitgeber IBM den Haustarifvertrag IBM ausgehandelt, der nicht nur Beschäftigungssicherung gewährleistet, sondern auch die berufliche Weiterentwicklung durch Qualifizierungsmaßnahmen. So wird die Beschäftigungsfähigkeit der IBMler langfristig gesichert – und damit Sicherheit, Gerechtigkeit und Zukunftsperspektiven in der IT-Branche. Ein anderes Beispiel ist der Tarifvertrag Ratio-Schutz bei T-Systems, der den Schutz vor betriebsbedingten Beendigungskündigungen beinhaltet. Auch bei der Realisierung guter Betriebsvereinbarungen kann ver.di Betriebsräte unterstützen.
Wir bauen ein starkes gewerkschaftliches Netzwerk in der IT-Branche aus, um Ihre Interessen zu bündeln und die Wertschätzung Ihrer Arbeit zu gewährleisten. Gemeinsam können wir viel erreichen. Gemeinsam mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft.
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