Erfolgreiche Interessenvertretung

Vor fast fünfzig Jahren wurde das Unternehmen Electronic Data Systems gegründet. Im September 2008 wurde der Verkauf an HP vollzogen. Der Preis lag bei fast 14 Milliarden Dollar.
Die Konzernleitungen von EDS und HP haben bei der Übernahme gut verdient: 199.861.138 Dollar. An das Topmanagement bei EDS wurden Abfindungen in Höhe von 131.854.084 Dollar ausgeschüttet. Für die Vorstände von HP gab es einen Gehaltszuwachs von 68.007.054 Dollar.
Mit dem Kauf einher gingen radikale Stellenstreichungspläne des neuen Eigners, gegen die sich die Beschäftigten in Deutschland mit wochenlangen Streiks zur Wehr setzten. Der in einer Kooperation von IG-Metall und ver.di angestrebte Tarifvertrag konnte zwar nicht durchgesetzt, aber dennoch zahlreiche Jobs gesichert werden.
Inzwischen ist EDS in HP aufgegangen. Was einst EDS war, fand sich vor allem in einer Unterabteilung des Bereiches „Enterprise Business“ bei HP wieder. Der alte Name wurde getilgt. Die bisherigen EDS-Dienstleistungen werden nun unter dem Namen „Enterprise Services“ angeboten.
Auch im neuen Unternehmen gilt es, die Interessen der Beschäftigten kompetent und erfolgreich zu vertreten. Gerade in der IT-Branche ist dabei Augenmaß gefordert.
Die großen eigenständigen Tarifverträge werden in der IT-Branche von ver.di ausgehandelt: bei IBM und bei T-Systems.

Tarifvertrag IBM
  • Das Tarifgehalt der IBM-Beschäftigten wird in jährlichen Verhandlungsrunden ausgehandelt. Dies hat den IBMerinnen und IBMern in den vergangenen Jahren einen stabilen Zuwachs ihres Tarifgehaltes von bis zu 3,9 Prozent jährlich gesichert.
  • Zusätzliche übertarifliche Gehaltsbestandteile werden auf betrieblicher Ebene mit der Mitbestimmung kollektiv vereinbart und können das Einkommen der IBMerinnen und IBMer weiter steigern.
  • Unabhängig vom Benotungssystem gibt es für die IBM-Beschäftigten vielfältige tarifliche Grundsicherungen. Zum Beispiel eine dynamisierte Verdienstabsicherung ab dem 53. Lebensjahr.
  • Für alle Beschäftigten im IBM-Konzern, die eine Sonderzahlung erhalten, ist durch den Tarifvertrag ein Mindestbetrag abgesichert.
  • Betriebliche Vereinbarungen können tarifvertragliche Regelungen nur verbessern.

Tarifvertrag T-Systems
  • Bei T-Systems regeln mehrere Tarifverträge die Arbeitsbedingungen und Entgelte. Sie entstammen aus dem Tarifbereich der Deutschen Telekom, die seit Mitte des letzten Jahrhunderts von ver.di, beziehungsweise ihren Vorgängerorganisationen, ausgehandelt werden.
  • Die Ergebnisse der T-Systems Entgelttarifverträge haben den Beschäftigten in den letzten Jahren Gehaltssteigerungen von über 3,5 Prozent gebracht.
  • In Tarifverhandlungen zum Rationalisierungsschutz wurde der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis zum 30. Juni 2012 für die Beschäftigten der T-Systems vereinbart. Diese Regelung ist einmalig in der IT-Branche.

Möchten Sie die Interessenvertretung der Beschäftigten bei HP stärken? Möchten Sie die Gewerkschaftsarbeit bei HP unterstützen? Haben Sie Fragen oder Anregungen?
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Claudia W., Schwerin
„Nur gemeinsam ist man stark. Das war mir von Anfang an klar. Also suchte ich eine Möglichkeit, mich aktiv einzubringen. Diese Möglichkeit wurde mir von der Gewerkschaft geboten. Darum bin ich seit Einstieg in mein Berufsleben dabei. Dabei in ver.di.“