Erst Anfang des Jahres konnte Atos Origin mit einer guten Geschäftsentwicklung brillieren: Nach der Zählung eines renommierten Beratungshauses machte das Unternehmen mit Stammsitz in Paris, Frankreich, einen Sprung im Ranking und konnte sich mit der zweithöchsten Anzahl an Outsourcing-Deals positionieren.
Der Erfolg des Unternehmens basiert auf der Arbeit qualifizierter und motivierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf der Website des Unternehmens steht, dass die Besten davon bei Atos Origin arbeiten. Allerdings: Ein verlässliches Gehaltssystem, das fair ausgehandelt und vertraglich fixiert wurde, gehört nicht zum Modell der Wertschätzung der Beschäftigten. Die Geschäftsleitung hat Anfang 2009 die Ende 2008 vereinbarten Verhandlungen zu einem Haustarif zu den Themen variable Vergütung und Erfolgsbeteiligung abgesagt. Dafür haben sich Betriebsräte und ver.di in den vergangenen fast zwei Jahren intensiv eingesetzt.
Statt auf die berechtigten Interessen der Beschäftigten einzugehen, kam im Frühsommer 2009 dann die Wende. Atos Origin kündigte einen massiven Stellenabbau an - ohne zu bedenken, dass sich die Streichung von Arbeitsplätzen auf zukünftiges Wachstum auswirkt. Nach aktuellen Planungen sollen ungefähr zehn Prozent der Beschäftigten abgebaut werden.
Das Unternehmen T-Systems hat gerade in einem Tarifvertrag zum Rationalisierungsschutz mit ver.di einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen vereinbart
(mehr...). Voraussetzung für diesen Erfolg ist ein hoher Organisationsgrad . Viele Kolleginnen und Kollegen sind dort gewerkschaftlich engagiert. Mit einem solchen Rückhalt bestünde auch bei Atos Origin eine gute Chance, eine Beschäftigungssicherung durchzusetzen.
Es kommt auf jede Kollegin und jeden Kollegen an!